Wir sind bei Euch!!!

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yourstory

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Kröten verboten Teil 2

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Unbenannt

Hallo Leute,

es passieren gute und schlechte Dinge im Leben. Mein Autorenleben hat schon diverse Höhepunkte erlebt. Z.B.: Diesen Blog, den Ihr gerade lest und der sehr gut frequentiert ist, was uns wiederum stolz macht. Oder meine Lesungen auf der FaRK, die sehr viel Spaß gemacht haben und, bei denen ich positives feedback, für meine Kurzgeschichten, bekam. Oder die Tatsache, dass ich eine Kurzgeschichte für eine Anthologie geschrieben habe, die nächstes Jahr (vor. zur Buchmesse Leipzig) auf den Markt kommt. Neben diesen schönen Dingen gibt es aber auch Schattenseiten. Wir alle erinnern uns an meinen gescheiterten Versuch, Redakteur zu werden. Für alle, die Erinnerungsbedarf haben, hier wird Ihnen geholfen 🙂

Nun ergab es sich, dass ich an einem Schreibwettbewerb teilnahm. Es ging an sich um das Thema „Reise“. Man hatte die Auswahl, aus mehreren Kategorien. So konnte man Romane einreichen, Gedichte, Kurzgeschichten und mehr. Ich entschied mich für eine Kurzgeschichte. Danach outete man sich als Amateur oder Profi. Nach Rücksprache mit den Veranstaltern, fiel ich unter Profi. Nun gut. Der Wettbewerb versprach, dass es in jeder Kategorie einen ersten, zweiten und dritten Platz gäbe. Jeweils für Amateure und Profis. Ich reichte also meine (etwas düstere) Geschichte ein und harrte der Dinge. Ende September war es dann soweit, die Sieger wurden bekannt gegeben. Ich hatte natürlich nur Augen für die Kategorie Kurzgeschichten. Es gab drei Gewinner bei Amateuren und einer bei Profis. EINER????? Da sollten doch drei sein. Oder hat sich nur einer gemeldet? Ich war etwas verwirrt, und wie immer, stellte ich die Beteiligten zur Rede. Daraus ergab sich folgende Konversation (die Überschrift „ICH“ ist, was ich schrieb und das „DIE“ sind die Antworten):

ICH
Guten Tag, bei der Durchsicht der Gewinner, des diesjährigen Wettbewerbes, fiel mit auf, dass unter Kurzgeschichte Profi Autor, nur ein Name steht. Sollten das nicht auch drei sein? Ich frage speziell deshalb, weil ich auch eine Geschichte eingereicht habe

ICH
Hallo nochmal, können Sie mir sagen, woran es liegt, dass dort nur ein Gewinner ist, statt mindestens zwei (wenn ich der einzige war, der noch eine Kurzgeschichte eingereicht hat)? Lieben Dank für eine kurze Information, denn das bewegt mich gerade sehr
DIE
Lieber Herr Slonko, von der Jury werden alle eingesandten und vorab anomynisierten Beiträge unabhängig ob Amateur- oder Profistatus bewertet. Es entsteht dabei eine Rangliste in Form einer Shortlist aus je 10 Beiträgen der einzelnen Kategorien, aus der dann die Preisträger der einzelnen Kategorien in einer zweiten Juryrunde ausgewählt werden. In der Kategorie „Kurzgeschichte“ gab es beim aktuellen Wettbewerb drei Preisträger aus dem Amateurbereich und einen Preisträger aus dem Profibereich. Alle anderen Beiträge in der Kategorie „Kurzgeschichte“ aus dem Profibereich haben es nicht auf die Shortlist geschaft. Es tut uns leid für Sie, dass Ihr Beitrag nicht unter den ausgewählten Einsendungen ist. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude beim Schreiben und viel Erfolg.
ICH
Für mich (Sascha Leidinger) macht das wenig Sinn. Wenn die Shortlist 10 Personen umfasst, dann müssen doch auch 10 Personen darauf sein. Einfaches Beispiel: Ich und noch eine Person senden Kurzgeschichten ein. Shortlist sind 10 Personen. Davon in jedem Fall 2 (ich und die andere) weil es nicht mehr Auswahl gibt. Damit wären wir auch beide Preisträger. Alles andere wäre sehr unfair. Sie können doch keine Autoren dafür bestrafen, dass sich nicht genügend Leute angemeldet haben. Das ist sinnlos. Wenn es drei Plätze gibt uns sich nur drei Leute anmelden, so müssen diese drei auch die Plätze besetzen. Wie kann das sein?
Wenn es die Einteilung Profi und Amateuer gibt, so sollte es auch die Shortlist für Profi und Amateur geben. Ansonsten wäre dies in meinen Augen nicht fair
DIE
Lieber Herr Leidinger, das Auswahlverfahren ist fair. Unter den vielen Einsendungen werden die 10 Besten im ersten Schritt ausgewählt und daraus im nächsten Schritt die Preisträger für Amateur und Profi festgelegt. Wir haben die Unterscheidung nach Amateur und Profi festgelegt, um auch den Amateuren eine faire Chance zu geben. Unter den 10 besten in der Kategorie „Kurzgeschichte“ waren 9 Amateure und ein Profi. Wir verstehen Ihre Enttäuschung und bitten Sie um Verständnis für das Vorgehen der Jury. Mit besten Grüßen
ICH
Natürlich kann ich nichts daran ändern. Aber sie geben doch den Amateuren schon deshalb eine faire Chance, weil es die Kategorie Amateur gibt. Das reicht doch. Auf der Preisverteilung sieht es nun so aus, als hätte sich nur ein Profi gemeldet. Was unschön aussieht. Und mir wurde die Chance genommen, mit gleichwertigen Autoren verglichen zu werden, das es ja eine extra Kategorie gibt.
Auszug aus den AGB des Wettbewerbes (von mir an Die)
Preisverleihung: Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen eines feierlichen Festaktes, dessen Ort und Termin rechtzeitig bekannt gegeben wird. In allen Kategorien werden, getrennt nach Amateur- und Profi-Autoren, Preise der Plätze 1 bis 3 verliehen. Vier bis sechs Wochen vor der Preisverleihung werden die Gewinner der ersten drei Plätze der einzelnen Kategorien als Gruppe auf der Homepage, ohne Nennung der Reihenfolge der Plätze, bekannt gegeben. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung werden die Sieger der einzelnen Kategorien in der Reihenfolge Platz 3, 2 und 1 vor dem Publikum gekürt. Die Auswahl der Prämierten erfolgt durch die Jury und den Veranstalter. Auf der Veranstaltung wird zusätzlich ein Sonderpreis unter den jeweils 5 besten Einsendungen je Kategorie verliehen. Wir steben an, jeweils die besten drei Beträge je Kategorie mit Preisgeldern zu prämieren, wenn diese durch Sponsoren abgedeckt werden können. Eine ideelle Belohnung jedoch ist garantiert. Bei der geplanten Preisverleihung werden die Gewinner viel Spaß haben, gemeinsam mit prominenten Bühnen-Performern auf den Brettern zu stehen, die die Welt bedeuten.
Obiges ist ein Auszug aus Ihren AGB. Daraus geht klar hervor, dass es 3 Sieger geben muss
DIE
Lieber Herr Leidinger, die Jury hat aus allen Einsendungen nur einen Beitrag unter dem Profiautoren für preiswürdig eingestuft und daher wird auch kein zweiter oder dritter Preis vergeben werden. Für uns ist die Bewertung durch die unabhängige Jury bindend und wird von uns auch nicht in Frage gestellt. Schauen Sie sich andere Schreibwettbewerbe an, bei denen werden oftmals keine 1. Preise oder Plätze zweifach vergeben. Dies wird immer von der unabhängigen Jury festgelegt und kann von den Organisatoren nicht beeinflusst werden. Wir bitten Sie die Entscheidung der Jury zu akzeptieren und wünschen Ihnen weiterhin viel Freude und Erfolg beim Schreiben. Mit herzlichen Grüßen
ICH
Mit solchen Niederlagen wird Freude und Erfolg beim Schreiben im Keim erstickt

 

Wie seht ihr das, liebe Krötmunity???

Ich persönlich bin enttäuscht. Meine Geschichte kam nicht gut an. Das ist für mich OK. Geschmäcker sind verschieden, aber diese Art und Weise ist nicht fair, oder? Übrigens, die einzige Profi Autorin, die gewann, ist aus Berlin. Genau wie der Veranstalter des Wettbewerbes.

Und nun für alle noch die von mir eingereichte Geschichte:

Passagier des Lebens

Meine Reise begann mit einem Schrei, der das erste Mal Luft in meine Lungen trieb. Ich atmete. Gelöst von meinem Mutterschiff. Ich war nun kein komplett Mitreisender mehr, sondern ein Reisender. Sicherlich reiste ich noch nicht alleine. Welcher Reiseleiter würde seine Gäste direkt am Anfang der Reise alleine lassen. Ohne Informationen über Möglichkeiten. Informationen über Gefahren. Informationen über den Reiseverlauf.

So reiste ich also die erste Zeit mit Begleitung. Der Beginn der Reise ist schon sehr lange her. Also kann ich mich nicht mehr an alles erinnern. Jedoch weiß ich, dass meine Reiseleitung alles in ihrer Macht stehende tat, um mir meine Reise so angenehm, wie möglich zu gestalten. Ich bekam Kost und Logis, sowie Kleidung und alle weiteren anfangs benötigten Dinge umsonst. Die Reise ging nicht von mir aus, warum sollte ich also dafür zahlen. Der Anfang der Reise war behütet. Meine Reiseleitung immer darum bemüht, mich von den unschönen und gefährlichen Dingen der Reise fern zu halten. So lernte ich Stück für Stück, alleine zu reisen. Dies war anfangs schwer, konnte ich mich doch nicht artikulieren. Ich musste die Sprache meiner Reiseziele erst erlernen. Zum Glück halfen meine Reiseleitung und ältere Mitreisende mir sehr dabei. Auch die Fortbewegung war anders, als ich es gewohnt war. Im Mutterschiff musste ich mich nicht viel bewegen und wenn, so tat ich das instinktiv. Während der Reise jedoch, gab es andere Arten der Fortbewegung. Anfangs schleifte ich mich durch die Gegend, wie eine Robbe. Danach wurde es immer aufrechter, bis ich mich alleine zurechtfand, zumindest in Hinsicht Fortbewegung. Natürlich wurde alles von der Reiseleitung unterstützt.

So begann ich mehr und mehr, meine Reise wahrzunehmen und allmählich kamen die Zeiten, an dich ich mich erinnere. Ich bekam ein paar Jahre später einen Reisegefährten. Ihm erging es ähnlich wie mir und so konnte ich erahnen, wie der Beginn meiner Reise war. Ich beschloss, obwohl ich dies natürlich nicht so perfekt beherrschte, wie meine Reiseleitung, ihm bei seiner Reise behilflich zu sein. Das war schön. Ich konnte meine Erfahrungen weitergeben und die Ergebnisse direkt sehen. Mein Reisegefährte und ich wurden unzertrennlich und langsam lernte auch er die grundlegenden Reisekentnisse. So beschlossen wir wortlos, für eine Weile gemeinsam zu reisen.

Schnell merkten wir, dass es viel mehr Reiseleitungen gab als die, die uns bisher bekannt waren. Manche waren nett und versuchten uns eine schöne Zeit zu bereiten. Andere wiederum hatten auf ihrer eigenen Reise wohl Probleme. Anders konnten wir uns ihr Verhalten nicht erklären. Es kamen auch immer mehr und mehr Mitreisende hinzu. Nach und nach lernte ich wichtige Dinge: Die Reiseleitung, egal welche, war niemals perfekt. Ich dachte anfangs, dass die Reiseleitungen (speziell meine) alles wüsste und konnte, aber dem war nicht so. Es war vielmehr, als suchten sie ihre eigene Reiseleitung, die es nicht mehr gab. Manche gaben sich viel Mühe, dies zu verbergen. Meistens ohne Erfolg. Nur wenige schafften es tatsächlich ihre eigene Reiseleitung zu sein.

Auch meine Mitreisenden, über die ich mich anfangs freute, stellten sich nicht alle als angenehm heraus. So beschloss ich, nicht allen zu trauen und mir meine Mitreisenden ab nun selbst auszusuchen. Das war nicht einfach, da wir uns immer wieder begegneten,  aber ich versuchte mein Bestes.

Ferner musste ich schmerzhaft lernen, dass eine Reise auch Gepäck bedeutete. Anfangs war es wenig Gepäck, das sich im Vergleich zu heute geradezu lächerlich darstellt. Aber das wusste ich damals nicht. Es war eben Gepäck. Es ging darum, mit den Mitreisenden klar zu kommen. Und darum, die immer lästiger werdenden Reiseleitungen zu akzeptieren. Und nach und nach wurden sie alle, selbst die, von denen ich es nie dachte, immer mehr zu Störfaktoren. Wie sollte ich meine Reise glücklich fortsetzen, wenn die Reiseleitung den Weg selbst nicht immer wusste. Natürlich hatte sie Erfahrung, aber auch diese kannte ihre Grenzen. Allmählich bildete ich mir ein, den Weg vielleicht besser zu kennen und reiste auch hiernach. So eckte ich mit vielen Reiseleitungen an und auch mit vielen Mitreisenden. Am liebsten wäre es mir gewesen, wenn jeder mich meine Reise alleine hätte fortsetzen lassen. Aber dem war nicht so. Jeder wusste einen Teil des Weges besser oder versuchte mich in eine gewisse Richtung zu treiben, dem Stand zu halten und seine eigene Route dabei beizubehalten war sehr schwierig. Ich versuchte es dennoch so gut es ging.

Also schaffte ich mir mein eigenes kleines Reisedomizil. In dieses ließ ich nur Mitreisende und Reiseleitungen, mit denen ich gern zu tun hatte. Das lief eine Weile sehr gut. Ich hatte einen ausgewählten Kreis an Gefährten um mich und fühlte mich wohl dabei. Es gab immer mal wieder Mitreisende die mich verletzten. Aber das stand ich so tapfer durch, wie es eben ging. Ich war kein aggressiver Reisegast und hielt mich nicht für den Reiseführer. So geriet ich oft in Situationen, die nicht eben einem Traumurlaub glichen. Aber das gehörte zur Reise dazu, wie mir meine Reiseleitungen und diverse Mitreisende versicherten. Ich hatte eine aufregende Reise die zwar nicht immer perfekt war, mir jedoch gefiel. Es war meine Reise. Bis es schlagartig zu einer Änderung der Route kam.

Es gab einen neuen Mitreisenden. Jemand, der alle bisherigen, sowie alle Reiseleitungen in den Schatten stellte. Ich wollte nur noch mit dieser Person reisen und tat es auch. So entfernte ich mich nach und nach von allen teuer gewordenen Mitreisenden und merkte es nicht einmal. Ich war mir sicher, dass die Reise nur noch mit dem Neuzugang weiter zu unternehmen war. Dieser Abschnitt verlief sehr gut. Dann kam jedoch ein Problem: meine Reiseroute musste sich wieder ändern. War ich bisher in meinem eigenen kleinen Domizil, so wurde nun von mir verlangt, dieses zu verlassen. Mein eigener Reiseleiter zu werden. Hatte ich in meinem Domizil viel Zeit für mich, so musste ich nun lernen ein Reiseleiter zu sein. Dies brachte eine andere Umgebung mit sich. Es brachte neue Mitreisende mit sich und auch neue Reiseleiter. Diese Situation brachte mich ins Schwanken. Hatte ich doch bisher eine schöne Reise gehabt, so musste ich nun mit neuen Mitreisenden und Reiseleitern klar kommen, die ich mir nicht selbst aussuchen konnte. So wurde das Wetter auf meiner Reise oft sehr schlecht. Der Himmel dunkel. Die Person, mit der ich am liebsten reiste, war am wenigsten an meiner Seite. Die Mitreisenden waren nicht böse zu mir, ich hatte dennoch Angst vor ihnen. Ich traute ihnen nicht und wollte sie auch nicht bei mir haben. Dies führte am Ende dazu, dass ich mich von meiner liebsten Mitreisenden Person trennte. Ich wusste, dass ich, egal wie weh es tat, die Reise alleine fortführen musste. Wenn ich das nicht tat, würde ich früher oder später Schiffbruch erleiden. Es war meine Reise und es war noch viel zu früh, um vor Anker zu gehen. Da es zu sehr schmerzte, von meiner wunschmitreisenden Person so selten begleitet zu werden beschloss ich, den Weg alleine weiter zu gehen.

Ich schloss mich wieder meiner alten Reisegruppe an und gab mein bestes, ein guter Reiseleiter zu werden. Von da an lief alles besser. Sicher waren noch dann und wann Wolken am Himmel, aber die Sonne schien immer durch. Oft strahlte sie auch. So beschloss ich, mein eigener Reiseleiter zu sein. Ich wollte der perfekte Reiseleiter sein. Leider ging ich zu verbissen an diese Aufgabe heran. So gefährdete ich meine Reise sehr, das merkte und wusste ich. Ich konnte jedoch nicht damit aufhören. Es begann als kleine Unwegsamkeit und steigerte sich zu einer Mauer, die das weitere Reisen verhinderte. Auch meine Mitreisenden konnten mir hier nicht helfen, weil sie mit dieser Route einfach nicht vertraut waren. Ich wusste weder ein noch aus.

An dieser Stelle fand ich einen weiteren Reisenden, der mir half. Er kannte sich mit der Route auch nicht aus, hatte aber eine Idee für eine alternative Route. Er beschrieb mir einen Weg, den ich gehen konnte. Berichtete von Reiseleitern, die meine aktuelle Route kannten und einen Ausweg wüssten. So beschloss ich mich an diese zu wenden und bekam Hilfe. Langsam wurde die Mauer niedriger und ich konnte darüber schauen. Dies kostete mich enorme Kraft und Anstrengung. Jedoch nicht so viel, wie immer wieder schmerzhaft gegen die Mauer zu rennen. Nach einiger Zeit war es soweit und ich konnte über die Mauer hinweg steigen und meine Reise fortsetzen. Gemeinsam mit meinem neuen Gefährten, der mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen war.

So reisten wir gemeinsam. Es war eine schöne Reise, da jeder Wege und Routen, Orte und Plätze kannte, die traumhaft waren. Diese besuchten wir immer wieder auf unserer Reise und genossen die gemeinsame Zeit.

Wir überlegten, uns ein gemeinsames Domizil zu schaffen. Dies sollte gewiss nicht das Ende der Reise sein, aber ein Heimathafen. Ein Ort, der der Ausgangspunkt für viele neue kleine Reisen sein sollte. Dies taten wir auch und es wurde wunderschön. Unser komplett eigenes Domizil. Hier erfuhren wir gegenseitige Liebe und Wärme. Hier gab es Halt und Probleme kamen auf den Tisch und wurden gelöst. Nach einiger Zeit dieser gemeinsamen Reise beschlossen wir, die Rolle der Reiseleiter für einen neuen Reisenden zu übernehmen.

Und so drehte sich das Rad der Zeit auch für ihn. Seine Reise begann und wir waren bei ihm. Wir planten seine anfängliche Reise so gut es ging. Standen ihm mit Rat und Tat zur Seite und waren immer für ihn da. Auch er würde bald Mitreisende haben und weitere Reiseleiter. Wir hofften sehr, dass wir ihm mit unseren Reisekenntnissen helfen könnten, damit er den richtigen Weg einschlägt, der dennoch sein eigener Weg ist. Wir wollten nicht seine komplette Route planen, sondern ihm die Anfänge erklären. Damit er die richtigen und wichtigen Informationen hat, die er für seine Reise benötigt. Es würde sicherlich schwer für uns werden, ihn irgendwann seine eigene Reise antreten zu lassen. Aber wir waren uns sicher, dass wir immer auf irgendeine Art und Weise seine Mitreisenden sein würden.

So kam es dann auch. Das Rad des Lebens drehte sich weiter und unser wohlbehüteter Mitreisender wurde immer mehr und mehr zum Reisenden und schließlich auch zum Reiseleiter. Wir waren stolz auf ihn, da er viel erreichte und kein allzu großes Gepäck bei sich trug. Zumindest wussten und ahnten wir nichts in dieser Hinsicht.

Und so ging auch unsere Reise weiter. Anfangs ließen wir uns treiben. Genossen die Zeit ohne die Reiseleitung für jemand anders zu übernehmen. Genossen die wiedergekehrte Freiheit, die wir hatten. Dann wurde uns jedoch langweilig. Wir versuchten also, gemeinsam einen neuen Weg zu gehen. Dies funktionierte jedoch nicht so gut, wie wir es uns erhofft hatten. Anscheinend hatten wir uns in der Rolle der Reiseleitung zu sehr verfangen. Die Rolle des Mitreisenden und der Zweisamkeit sträflich vernachlässigt. Wir fanden einfach keine gemeinsame Route.

Dann geschah es: mein, MEIN Reisegfährte fand einen anderen Mitreisenden besser. Nach all dieser Zeit. Ich konnte ihm keine Vorwürfe machen, denn er tat es nicht mit Absicht. Gefühle kennen kein rationales Denken. Dennoch tat es unendlich weh und diese Wunde würde nicht schnell verheilen, falls sie das je tat. Meine Reise geriet ins Wanken.

Ich versuchte andere Reisgefährten zu finden. Dies gelang mir auch. Manche waren für einen Kurztrip zu haben und andere für längere Reisen. Aber niemand war so, wie MEIN Reisegefährte. Der Himmel auf meiner Reise verdunkelte sich zusehends. Ich sah kein Licht mehr. Dachte nur an den verlorenen Gefährten und den glücklichen neuen Mitreisenden, den er nun hatte. Das vergiftete meine Gedanken und gefährdete meine Reise. Schließlich beschloss ich Dinge zu mir zu nehmen, die die Reise vereinfachen sollten. Dies stellte sich schnell als Fehler heraus, da es schlechte Dinge waren. Kurzfristig taten sie mir gut aber auf längere Sicht hin würden sie mir sehr schaden. Ich sah mich in einer Sackgasse, aus der ich nicht herauskam. Meine Reise, die letztlich doch gut gelaufen war schien am Ende. Ich wusste nicht mehr was ich tun sollte. Ich war zu kraftlos um wieder eine neue Route zu suchen. Zu kraftlos um andere Mitreisende und Reiseleiter um Hilfe zu bitten. Ich war einfach zu kraftlos für alles.

Das war bis jetzt. Jetzt habe ich die Kraft gefunden, die ich brauche. Die letzte Kraft, die ich habe. Dies ist die Kraft, meine Reise zu beenden. Es macht so keinen Sinn mehr. Ich werde nun die Segel streichen. Ich werde in meinem ehemaligen Domizil etwas tun, das mich auf eine neue Reise bringt. Oder diese für immer beendet. Ich weiß nicht was geschehen wird. Ich habe Angst. Große Angst. Aber ich weiß auch, dass ich diesen Schritt gehen muss. Es wird der letzte Schritt auf dieser Reise sein.

 

Stay tuned!

ES geht auch anders!… oder doch nicht?!?

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entertainment.ie

Quelle: Entertainment.ie

ES (2017)

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2017

Dauer: 135 min

Regisseur: Andrés Muschietti

Drehbuch: Gary Daubermann, Chase Palmer, Cary Fukunaga

Nach einem Buch von: Stephen King

Schauspieler:

Jaeden Lieberher (Bill Denbrough)

Sophia Lilli (Beverly Marsh)

Jeremy Ray Taylor (Ben Hanscom)

Finn Wolfhard (Richie Tozier)

Jack Grazer (Eddie Kaspbrak)

Chosen Jacobs (Mike Hanlon)

Wyatt Oleff (Stanley Uris)

Bill Skarsgård (Pennywise/Es)

Jackson Robert Scott (Georgie Denbrough)

Nicholas Hamilton (Henry Bowers)

Jake Sim (Belch Huggins)

Logan Thompson (Victor Criss)

Owen Teague (Patrick Hockstetter)

Stephen Bogaert (Al Marsh)

Megan Charpentier (Gretta Bowie)

Mollie Jane Atkinson (Sonia Kaspbrak)

Stuart Hughes (Officer Bowers)

Steven Williams (Leroy Hanlon)

Ari Cohen (Rabbi Uris)

Elizabeth Saunders (Mrs. Starret)

Joe Bostick (Mr. Keene)

Geoffrey Pounsett (Zack Denbrough)

Pip Dwyer (Sharon Denbrough)

Anthony Ulc (Metzger Joe)

Javier Botet (Hobo)

Tatum Lee (Judith)

Katie Lunman (Betty Ripsom)

Neil Crone (Chief Borton)

Sonia Gascón (Mrs. Ripsom)

Janet Porter (Mrs. Uris)

Moviepilot

Quelle: Moviepilot

Um was geht’s?

In einer kleinen Stadt… Derry, im US-Bundesstaat Maine, im Sommer 1989. Einem Sommer in dem alles passieren kann!

Derry wird jetzt seit gut 10 Monaten von einer Plage heimgesucht. Einer Plage die kleine Plagen verschwinden lässt! Kinder verschwinden auf nimmer wiedersehen. Auch der kleine Georgie Denbrough (Jackson Robert Scott) ist, an einem regnerischen Tag im Oktober 1988, verschwunden. Es scheint so, als hätte jeder die Suche nach ihm aufgegeben. Außer seinem älteren Bruder Bill Denbrough (Jaeden Lieberher). Dieser macht sich, mit einer Gruppe Kinder, oder nennen wir es besser Schicksalsgemeinschaft, in den Sommerferien, auf die Suche nach Georgi. Schicksalsgemeinschaft nenne ich es, da jeder seiner Freunde, auf seine Art, sein Bündel zu tragen hat, das ihn zum gesellschaftlichen Außenseiter stilisiert. Sophia Lilli (Beverly Marsh) genießt im zarten Alter von 13 Jahren schon den Ruf einer Schlampe, die schon mit mehreren Jungs rum gemacht hat. Obwohl ja Schlampen eher immer dazwischen sind als an der Seite außen… Ihr wirkliches Problem ist allerdings ihr Vater… der sich sehr für seine Tochter interessiert… zu sehr… Dann hätten wir Jeremy Ray Taylor (Ben Hanscom), gerade neu in die Stadt gezogen, kennt noch niemanden und hat deswegen noch keine Freunde. Ach ja und er ist fett und wird aufgrund seines Übergewichts gehänselt. Der kleine Finn Wolfhard (Richie Tozier) gehört ebenfalls zu der Gemeinschaft. Besitzer eines losen Mundwerks, mit seinen Witzen und den Spöttereien teilt er kräftig aus. Ungeachtet dessen, ob er die Erwiderungen vertragen kann. Diese fällt bei den großen Raudis seiner Schule jedoch eher nicht verbal und hoch eloquent verletzend, sondern eben nur verletzend aus. Körperlich… mit Schlägen… und Tritten… und Schlimmerem. Der vierte im Bunde ist Jack Grazer (Eddie Kaspbrak). Ein Opfer wie es im Buche steht. Klein, schmächtig und von seiner Mutter zu einem veritablen Hypochonder erzogen. Und als solcher sind Tabletten und sein Asthmaspray seine immerwährenden Begleiter. Die Gruppe wird vervollständigt durch Chosen Jacobs (Mike Hanlon) und Wyatt Oleff (Stanley Uris), deren Schwächen offensichtlich und klar auf der Hand liegen. Mike ist schwarz und Stanley ist Jude…. ECHT JETZT??? Tja, liebe Leserschaft, so war das damals wohl noch, in den guten alten 50igern, in denen die Kindheit der Gruppe in der Romanvorlage von King spielt. Heute evtl. auch noch in den Hillbilly Bundesstaaten im Süden der USA. Diese illustre Gruppe hilft also Bill, seines Zeichens übrigens ein leidenschaftlicher Stotterer, was wohl seine gesellschaftliche Schwäche ist, auf der Suche nach seinem Bruder. Immer darauf bedacht, nicht den örtlichen und sehr gewaltbereiten Schlägern, angeführt von Nicholas Hamilton (Henry Bowers), über den Weg zu laufen. Der einzige Lichtblick der Kinder ist der lustige tanzende Clown Pennywise, derwodaso viel Spaßmacht! Dieser selbst hat die Kinder zum Fressen gern, also alles gut! 😉 (Freie Interpretation der Handlung, Anm. der Redaktion)

reddit

Quelle: Reddit

Fazit:

Der Film ist spitze! Neben den äußerst gut gemachten Schreckensmomenten, den vielen kleinen schreeeecklichen Details, wie der andauernde Speichelfluss von Pennywise… ähnlich einem Raubtier das kurz vor dem Verzehr seiner Beute steht oder dem ändern der Augenfarbe, von einem unnatürlichen und furchterregenden Gelb, in ein freundliches Blau, wenn es denn die Situation erfordert. Die Animationen sind auf dem neuesten Stand der Technik und kommen richtig gut rüber. Die Schauspieler sind sehr gut ausgewählt. Ich denke, von dem Kindercast wird uns in Zukunft noch der ein oder andere begegnen. Auch der Humor ist ausgezeichnet… so, dass es mindestens so viele Lacher wir Schreckszenen in diesem Film gibt.  #MUDDAWITZE 🙂

Und dann natürlich der sympathische Clown aus der Kanalisation von nebenan. Dieser wurde, mit Bill Skarsgård, perfekt besetzt! Ein ganz großer Mime, der Pennywise seinen Stempel aufgedrückt und damit neu geprägt hat. Ähnlich wie Heath Ledger seinerzeit den Joker.

Die kleinen Wehrmutstropfen, die ich ins Feld führe, sind die Hasenzähne von Pennywise… sieht stellenweise ein bisschen befremdlich aus… und auch den Kindercast muss ich, gerade eben noch von mir, für ihre schauspielerische Leistung gelobt, kritisieren. Zu perfekt von ihrem Aussehen – Styling, von ihrem Auftreten und ihrem Selbstbewusstsein. Man nimmt ihnen, aufgrund dieser Leichtigkeit, die Opferrolle nicht immer im Film ab. In der Fernsehverfilmung hat ein düsterer Schatten über dem Gemüt der Kinder gelegen.

Schaut Euch diesen Film an… genießt den Horror, genießt die Neuauflage des Meisterwerks von King!

Und wenn Euch der Film nicht gefällt dann liegt es an Euch!!!

Wenn er Euch enttäuscht dann liegt es an Euch!!!

… Genau wie es wohl an mir liegt, dass mich der Film enttäuscht hat… ja, richtig gehört!

Ich dachte bis jetzt, dass, wenn ein Film mir nicht gefällt, es an dem Film liegt.. klar!

Dieser Film hat mich in diesem Fall eines besseren belehrt! Ich habe vor Urzeiten, ungefähr zur gleichen Zeit, als Pennywise auf die Erde kam, den 2-teiligen Fernsehfilm gesehen. Begeistert von dieser Story habe ich mich, meines Zeichens langsamer Leser… seeeehr langsamer Leser, dann an das mordsdicke Buch gewagt. Ein gefühltes Jahrzehnt später habe ich dieses dann fertig „verschlungen“ und war aufgrund der dichteren Buchstory, im Gegensatz zum Film, noch begeisterter als ich es vorher schon war.

Ich liebte dieses Geschichte… die Kinder, die neben einem außerirdischen Killerclown mit den Tücken des Alltags klar kommen mussten. Den Ärger zu Hause, den Ärger der Pubertät und den Ärger mit den Raudis in der Schule. Die ersten Schwärmereien, das erste Verliebt sein, die Freundschaft und das Zusammenstehen, die Erkenntnis, dass man mit Freunden alles schaffen kann und all der ganze andere Scheiß den unser eins als Kind auch mit gemacht hat! …und meine Wenigkeit just zu dieser Zeit, als ich mit den Kids aus Derry, via Film und Buch, ihr schreckliches Abenteuer erlebte.

cinemablend

Quelle: Cinemablend

Also ging ich voller Vorfreude ins Kino… um genauer zu sein und meine Vorfreude zu präzisieren: Für mich DAS Filmereignis diesen Jahres – bekräftigt und gefüttert durch positive Beurteilungen im Vorfeld!

Und das auch eigentlich vollkommen zu Recht! …Und doch verließ ich das Kino dennoch enttäuscht. Diesen, zugegebener Maßen, mit den technischen Mitteln der damaligen Zeit weit unterlegen Fernsehzweiteiler empfinde ich als wesentlich atmosphärischer… den Horror und die Kinder in ihrem Handeln echter. Vielleicht liegt es auch schlichtweg daran, dass ich zu der damaligen Zeit eher in dem Alter der Kinder war… eventuell habe ich auch die Schrecken des Films und des Buchs anders aufgenommen als ich es heute tue… heute in dem gleichen Alter in dem jetzt die Erwachsenen Darstellern des kommenden 2ten Teils sind…

Ich könnte mir vorstellen, dass ES Neulinge, die im Nachhinein den Zweitweiler schauen – wozu ich unbedingt raten würde – ES genau anders herum beurteilen.

Also kann ich der Krötmunity nur sagen: Schaut Euch den Film an! Er ist echt Klasse! Aber für alle Nostalgiker, so wie ich es bin, seid nicht enttäuscht wenn die tollen Erinnerungen, die ihr evtl. mit dem Film und Eurer Kindheit verbindet, nicht wieder durch dieses Remake hoch kommen. Dazu schaut Euch hinter her einfach wieder die alte Version an oder lest das Buch, was ich jetzt machen werde. Diese Geschichte, die so viel mehr ist als Horrorroman. Da ich immer noch kein schnellerer Leser geworden bin, komm ich zum bloggen wohl erst wieder im Jahr 2029… aber das dürfte damit immer noch ein paar Jahre vor dem nächsten Beitrag vom unglaublichen U – das U steht für unzuverlässig TM – sein.

 

Bis dahin, Euer humoristischer Killer… Clown U.J.M.

Quelle Beitragsbild: wikipedia

 

Barfuß

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Hallo Leute,

es ist mal wieder Donnerstag und damit Zeit für eine neue Kolumne. Viele von Euch warten sicher schon sehnsüchtig darauf und http://www.kroetor.com wird natürlich niemanden enttäuschen. Endlich können Eure Freunde und Kollegen wieder aufatmen, denn Ihr seid wieder ruhig und chillig, da Eure Lieblings Viraldroge, durch die Augen, direkt in Euer Hirn geschossen wird. Also kein Krötor Turkey mehr, wie wir in den 80ern gesagt hätten, wenn wir da das bloggen schon gekannt hätten.

 

Damals gab es das Netz, wie wir es heute kennen, nämlich noch nicht. Ja meine lieben Krötor-Fan-Kücken, es gab auch mal eine Zeit ohne www und sogar ohne Handy. Wir mussten tatsächlich zu Telefonzellen laufen, wenn wir unterwegs reden wollten. Und zum Laufen trägt man Schuhe oder nicht? Ich persönlich bin jemand, der viel Wert auf Schuhwerk legt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass meine Füße eine besondere Wertschätzung genießen möchten. Also trage ich (je nach Anlass) bequeme oder feinere Schuhe. Ich achte dabei jedoch immer auf die Qualität. Schließlich läuft man den ganzen Tag damit rum. Daher kaufe ich meine Schuhe mit Sorgfalt. Egal ob für den Sport, für den Alltag oder für festliche Anlässe. Aber fakt und wichtig ist, ich trage Schuhe.

Natürlich gibt es Ausnahmen, denn diese bestätigen bekannterweise die Regel. Im Schwimmbad trägt man normalerweise keine Schuhe. Auch zu Hause oder bei Freunden, ist das Schuwerk nicht immer von Nöten. Ist es doch bequemer, auch mal barfuß durch die Gegend zu streifen. Was ja auch kein Problem ist. Daheim oder bei guten Kumpels stört das niemand. Es stört auch niemand im Schwimmbad.

dailymotion

Quelle: Dailymotion

ABER: es stört mich persönlich im Fitnessstudio und sogar in Gaststätten. Ohne Witz. Ich beobachte es im Studio immer häufiger, dass die Leute ohne Schuhe und teilweise gar ohne Strümpfe durch die Gegend hüpfen. Was zur Hölle ist deren Problem? Ich war schon so oft davor, mal eine Hantel fallen zu lassen oder den „Kollegen“ einfach mal auf die Füße zu treten. Ich persönlich finde, dass sowas in der Öffentlichkeit nicht geht. Warum zum Teufel laufe ich im Sportstudio ohne Schuhe rum? Was habe ich davon? Spare ich mir das Geld für Schuhe? Komme ich mir einfach geil und naturverbunden vor, wenn ich ohne Schuhe rumlaufe? Komme ich eher in den Himmel, wenn ich immer barfuß bin? Bin ich ein besserer Mensch? Nein, nein und tausendmal nein. Es ist nicht hygienisch (glaubt mir, ich weiß, wovon ich rede). In den meisten Fällen ist es auch nicht ästhetisch und es sagt einen Scheiß über Euren Charakter aus. Außer vielleicht, dass da was nicht stimmt. Nun war ich im Studio schon an die Helden gewohnt und dachte, schlimmer wird es nicht mehr kommen. Es kam schlimmer. Diese Woche, beim Mittagstisch in einem Restaurant, läuft jemand, ohne Schuhe und ohne Strümpfe, rum. Was geht in dem Typ vor? Ich verstehe es einfach nicht. Es schockte mich und gab mir zu denken. Ist das die Zukunft? Fußpilz für alle? Oder macht es Spaß, Körperteile zu entblößen, die sonst bedeckt sind? Wie wird die Zukunft aussehen? Jeder läuft rum, wie er will? Mal die Füße nackt, mal die rechte Arschbacke, die linke Brust oder auch das Genital. Das geht nicht Leute. Sowas müssen wir, im Keim, ersticken. Ich habe für vieles Verständnis, aber dafür nicht. Wie seht Ihr das?

Stay tuned

picturesdoccheckcom

Quelle: Pictures.doccheck.com

Farm Fiction

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wallpaper abyss - alpha coders

Quelle: Wallpaper Abyss – Alpha Coders

Na? Wer von euch kann sich noch an die gute alte Zeit der Science Fictionfilme erinnern? Da wurde gegen Aliens gekämpft, Raumschlachten ausgefochten oder mit heimtückischem Computer, gegen sein Ableben, angekämpft. Jedes Element, das man finden konnte, gegen eine außerirdische Invasorenmacht aufgeboten oder in Kartoffelbrei die Ankunft der Aliens vorausgesehen. Es wurden schrumpelige kleine Finger zum Leuchten gebracht und sich, in gebrochenem Deutsch und falschem Satzbau, ein Anruf nach Hause gewünscht. Ja, es wurde sogar dorthin gegangen, wo noch niemals ein Mensch zuvor war… ähnlich dem Kühlschrank, mit dem alkoholfreien Bier, in der Krötor Redaktion.

Und heute? Heute hat sich die Thematik von Grund auf geändert! Wo früher noch die oben genannten Themen im Vordergrund standen geht es, in neueren Werken aus dem Bereich der Science Fiction, ums

FARMEN!?!?!

Ja, richtig gehört: F A R M E N!!!

Dieser Gewissheit bin ich mir gewahr geworden, als ich den heutigen Rezensionsfilm gesehen habe, mir es in der Badewanne mit einer Zigarre, Dosenbier, meinem Lieblingskoi und meinem Elektrogrill gemütlich machte, um über das eben gesehene Werk nachzudenken.

Angefangen mit „Rogue One“ -> Wissenschaftler möchte lieber Farmen als nen Todesstern zu bauen –zugegeben nicht der Haupthandlungsstrang – dann aber „Der Marsianer“: Farmen aufm Mars als Zielplanet und zum Überleben auf eben jenem ein wesentlicher Bestandteil der Story Line und nach dem heutigen Kleinod der cineastischen Industrie denke ich mir: Wo soll das noch hin führen?!?

Aber nun genug des Vorgeplänkels. Den Film, den ich heute rezensieren will, aus dem Bereich der Farm Fiction, heißt:

Interstellar

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2014

Dauer: 169 min

Regisseur: Christopher Nolan

Drehbuch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan

Matthew McConaughey: Cooper

Anne Hathaway: Dr. Amelia Brand

Mackenzie Foy: Murphy Cooper, 10 Jahre

Jessica Chastain: Murphy, Erwachsene

Matt Damon: Dr. Mann

Michael Caine: Professor Brand

David Gyasi: Romilly

Wes Bentley: Doyle

Casey Affleck: Tom Cooper, Erwachsener

Timothée Chalamet: Tom, 15 Jahre

John Lithgow: Grandpa Donald

Topher Grace: Getty

Ellen Burstyn: Murphy, 90 Jahre

Leah Cairns: Lois, Toms Frau

Jeff Hephner: Krankenhaus-Arzt

David Oyelowo: Schuldirektor

Collette Wolfe: Lehrerin Ms. Hanley

Elyes Gabel: Administrator

Bill Irwin: TARS (Stimme)

Josh Stewart: CASE (Stimme)

interstellar - official movie site

Quelle: Interstellar – Official Movie Site

Um was geht’s?

Die Handlung ist angesiedelt in einer nahen Zukunft.

Die Erde ist am Arsch! Trockenheit, Klimawandel, Artensterben (sowohl bei Tieren als auch bei Pflanzen) und vermutlich immer noch Donald Trump. Da es problematisch ist, genug Nahrung für die Menschen anzubauen, wurden alle Gelder, die dem Staat zur Verfügung stehen, in die Landwirtschaft gesteckt… richtig! FARMEN! Erschwert wird das Farmen durch die Tatsache, dass der Klimawandel – Trockenheit und regelmäßige wiederkehrende heftige Sandstürme – und das vermehrte Aufkommen von Krankheiten die Nutzpflanzen befallen, dazu geführt haben, dass Mais als einzige Pflanze überlebt hat. Diese wird jetzt auf Teufel komm raus angebaut. Allerdings gibt es zu dieser letzten Nahrungsquelle auch schon die passende Krankheit, die diese Nahrungsoption wohl auch in wenigen Jahren wegfallen lässt. Kein McDonalds, kein Schwenken, nur Mais den ganzen lieben langen Tag… Die Erde ist am Arsch!

Aus diesem Grund ist Cooper (McConaughey), einst NASA Pilot, Astronaut und begnadeter Ingenieur, nun Farmer. Sein Arbeitsgebiet wurde schlichtweg, quasi zurück in die Steinzeit, weg rationalisiert. Die NASA ist offiziell, wegen den Kosteneinsparungen, aufgelöst und Universitäten, an denen er evtl. Lehren oder Forschen könnte, gibt es schlichtweg nicht mehr.

Also bestellt er mit seiner Familie, Tochter Murphy (Mackenzie Foy als Kind, Jessica Chastain Erwachsene und Ellen Burstyn als Oma), Sohn Tom(Timothée Chalamet als Kind, Casey Affleck als Erwachsener) und Opa Donald (John Lighgow) die Farm. Seine Ehefrau, die Mutter der Kinder, ist zur Zeit der Handlung bereits verstorben.

Durch einen glücklichen, nennen wir es, Zufall bekommt Cooper Koordinaten an die Hand, zu denen er dann auch abenteuerlustig, wie er nach wie vor ist, hin reist. Was er dort findet ist die Nachfolgeorganisation der NASA. Mit privaten Forschungsgeldern treiben  Prof. Brand (Michael Caine – seit Batman Beginns übrigens in jedem Nolan Film am Start) und sein Team eine Forschung voran, die die Letze Hoffnung der Menschheit sein könnte: Besiedlung einer fernen Welt. Da der Warpantrieb noch nicht erfunden wurde, kommt es sehr gelegen, dass vor 20 Jahren, nahe dem Saturn, ein Wurmloch entstanden ist… Glück muss die Menschheit haben. Daraufhin wurden vor 10 Jahren 12 mutige Astronauten, jeder in seinem Raumschiff, durch dieses Wurmloch geschickt um die Planeten jenseits des Wurmlochs zu erforschen ob sich die Menschheit dort ansiedeln kann. Und tatsächlich, von 3 der tapferen Raumfahrer, kamen tatsächlich positive Nachrichten zur Erde zurück. Die Verbindung und der Nachrichtenaustausch ist ein wenig schwierig, da die Telekom ihr interstellares Netz noch nicht ausgebaut hat und auf der anderen Seite des Wurmlochs nicht nur Planeten sondern auch Gargantua liegt: Ein riesiges schwarzes Loch!

Als ehemaliger Pilot wird dann Cooper angeheuert, um mit einem Team durch das Wurmloch zu fliegen, zu schauen ob die gefundenen Planeten brauchbar sind und damit die Menschheit zu retten… Was ein Abenteuer!

Das Leben könnte so einfach sein, wenn nicht neben diesem Wurm- und des Schwarzen-, auf der anderen Seite auch noch ein Arschloch warten würde… aber so ist das halt manchmal…

Ich fand diesen Film wirklich klasse! Lassen wir die derzeit bekannten physikalischen Parameter außen vor, mit denen vieles, wie Wurmloch, schwarzes Loch, im Film sicherlich nicht in dieser Art nutzbar gewesen wäre.

Was uns erwartet, ist eine Endzeitstimmung auf der Erde, die nicht eine Alieninvasion, ein Aufstand der Maschinen oder das gleichzeitige anschalten aller Föhne auf der Welt voran ging, sondern eine klimatische Entwicklung, die man sich auch heut zu tage tatsächlich so in der Zukunft vorstellen kann…

Dazu bekommen wir eine, bis zum Schluss spannende, Entdeckergeschichte geliefert und einen wundervollen Einblick auf andere Planeten, wie tödlich, andersartig und schön sie sein könnten… cineastisch perfekt umgesetzt!

Und zu guter Letzt: Die Story hinter der Story! Die ich für sehr gelungen halte und die eine Möglichkeit der Darstellung eines wissenschaftlich schwierigen Themas bildet. Auch hier mit viel Idee toll umgesetzt.

Mein Fazit: Es ist ein sehr gelungener Abenteuerfilm mit einer Prise Anspruch, ohne den man einen solchen Film, mit einer solchen Thematik, nicht machen kann oder zumindest nicht machen sollte…. Vergleichbar mit den Werken Kubricks  2001 Odyssee im Weltraum und nicht nur auf Spannung und Abenteuer ausgelegt wie der Marsianer.

Die Schauspieler, mit Michael Caine und Matthew McConaughey sind 2 meiner Lieblingsschauspieler dabei, liefern ebenfalls eine solide Leistung ab, ohne dass einer von ihnen positiv oder negativ heraus sticht. Obwohl Matthew, dank diesen scheiß spannenden Tagen im Jahr 2014, wirst du für mich immer Rusty Cole bleiben…

Mein einziger Wehrmutstropfen: Ein wenig zuviel Happy End für meinen Geschmack. Aber das ist auch schon alles.

Ich möchte die Rezension mit dem sehr stimmigen, im Film mehrmals zitierten Gedicht, von Dylan Thomas, abschließen:

Geh nicht gelassen in die gute Nacht,
Glüh, rase Alter, weil dein Tag vergeht,

Verfluch den Tod des Lichts mit aller Macht.

Denn weise Männer, wissend, nichts was sie gedacht

Hat Licht gebracht ins Dunkel, und es ist zu spät,

Gehn nicht gelassen in die gute Nacht.

Und gute Männer, brüllen, schon der letzten Welle Fracht,

Und denkend ihrer Mühn, im Meer verweht,
Verfluchen Tod des Lichts mit aller Macht.

Und wilde Männer, die der Sonne Pracht,

Im Fluge singend fingen, die nun untergeht,

Gehn nicht gelassen in die gute Nacht.

Und ernsten Männer, blind schon, wächst Verdacht,

Auch blindes Auge lacht und blitzt, eh es vergeht,

Verfluchen Tod des Lichts mit aller Macht.

Und du mein Vater, den der bei dir wacht,

Verdamm und segne weinend ihn. Hier mein Gebet:

Geh nicht gelassen in die gute Nacht.
Verfluch den Tod des Lichts mit aller Macht.

Also geht nicht gelassen in die gute Nacht, Euer U.J.M.

P.S.:

Dank der vielen Nachfragen, nach unseren Rätseln, im Bereich Film und Serie, möchte ich die Gelegenheit nutzen, unsere Krötmunity dahingehend zu befriedigen:

In welcher Sience Fiction Serie wird dieses Gedicht, 2 mal in, jeweils verschiedenen Staffeln, ebenfalls  rezitiert?

Zu gewinnen gibt es getragene Höschen unseres Chefredakteurs, der mir wöchentlich 1-2 zukommen lässt… An dieser Stelle nochmal: Lass das bitte (NEIN – Anm. d. Red.)!!!

Viel Glück eure Ratekröte U.J.M.

Quelle Beitragsbild: Artefact Magazine

 

 

 

 

Abstand

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SWR

Quelle: SWR

Hallo Leute,

die letzten paar Wochen war ich sehr häufig auf Deutschlands Straßen unterwegs. Viele Kilometer legte ich zum Beispiel zurück, um ein grandioses Seminar für Schreiberlinge besuchen und genießen zu dürfen. Da ich selbst nicht gerne mit der Bahn unterwegs bin und 1200 Kilometer eher schwierig zu Fuß oder mit dem Radl zu bewältigen sind (vor allem dann nicht, wenn man zeitlich gebunden ist), bevorzuge ich die Fahrt mit dem Auto. Man hat seine Ruhe, kann sich Hörbücher anhören, seinen Gedanken nachhängen, die Strecke genießen (wenn sie denn schön ist) oder einfach Radio hören. Da mein Weg zur Arbeit auch rund 50 Kilometer beträgt und ich viel unterwegs bin, habe ich also einiges an Erfahrung, was das Autofahren angeht.

Das Autofahren hat sicherlich viele Vorteile. Leider bringt es auch Nachteile mit sich. Diese sind allerdings nicht bedingt durch einen selbst (das kann ja gar nicht sein) sondern, durch die anderen. Nehmen wir zum Beispiel das Thema Stau, bzw. zäh fließender Verkehr. An sich eine sehr unschöne Situation. Verbrachte ich doch am Wochenende die meiste Zeit, auf einer bestimmten Autobahn, im Stau. Ich rede hier von der A7. Im Kopf stellte ich die These auf, dass Autobahnen „Freudenmädchen“ sind, die (salopp gesagt) jeden drauf lassen. Die A7 muss besonders gut sein, dachte ich bei mir. Und sie war es auch. Ich war unendlich befriedigt, als ich nicht mehr auf ihr war.

Nun gibt es im Stau (egal ob auf Autobahn, Bundesstrasse, Landstrasse oder was auch immer) verschiedene Verhaltensweisen, von verschiedenen Archetypen der Verkehrsteilnehmer. Hier möchte ich wieder meine beliebten Musterbeispiele aufzeigen, die uns Stück für Stück, dem Kern der heutigen Kolumne, näher bringen. Legen wir also los:)

Panne auf A6: Zwölf Kilometer Stau im Berufsverkehr

Quelle: Badische Neueste Nachrichten

1st: DER MEGATYP

Zu diesem zähle ich mich gerne selbst, denn er macht alles richtig. Er ist auch im Stau aufmerksam und zuvorkommend, wie ein grandioser Liebhaber. Er behält alles im Auge. Er döst nicht vor sich hin oder spielt am Handy. Er sieht es, wenn jemand die Spur wechseln möchte und lässt ihn dies tun. Für ihn ist der Stau eine nervige Sache, das ist klar, aber er zieht ihn souverän durch. Er ist der Commander. Hat alles im Griff. Andere Autofahrer schauen zu ihm auf und verehren ihn. Autofahrerinnen schmelzen dahin, wenn er an ihnen vorbei fährt und es kommt nicht selten vor, dass diese sich die Kleider vom Leib reißen und auf ihn zustürmen. Dies ist auch ganz natürlich, denn er ist der Alpha. Kein Arschloch-Alpha, sonder der souveräne, nette, zuvorkommende Alpha, der dennoch weiß, was er will und dies durchsetzt. Fast unmerklich subtil. So genial ist dieser Megatyp. Er hat keine Feinde, sondern nur Freunde und oftmals wird er von Engels-Chören angekündigt.

2nd: DER ICH-MACH-DIE-SCHEISS-LÜCKE-DICHT-TYP

Dieses Exemplar eines Autofahrers ist eher egoistisch angehaucht. Ihm geht es darum, schnellstmöglich sein Ziel zu erreichen. Dies wird natürlich im Stau oder zäh fließendem Verkehr, schwierig. Dennoch versucht er sich, stoisch wie er ist, seinen Vorteil zu erFAHREN. Er schließt direkt jede Lücke, die entsteht. Er wechselt die Spur (rücksichtslos versteht sich) sobald er denkt, es wäre von Vorteil für ihn. Er hat eine miese Ausstrahlung und kommt bei den anderen Verkehrsteilnehmern nicht gut an. Und schon gar nicht möchte eine Teilnehmerin Verkehr mit ihm haben. Er kämpft bedingungslos und überholt zum Beispiel den MEGATYP. Jedoch nur, um eine Stunde später, wieder von selbigem überholt zu werden. Er verschwendet unnötige Energie um ein Ziel schneller zu erreichen, als die anderen. Leider ist er höchstens ein paar wenige Minuten schneller am Ziel, da halt mal alle im Stau stehen. Rettungsgasse ist ein Fremdwort für ihn. Er fährt direkt hinter dem Rettungswagen her, um so sein Ziel noch schneller zu erreichen. Er ist von Grund auf egoistisch und wurde früher sicherlich viel gehänselt. Außerdem erreicht er wenige Ziele in seinem Leben. Er ist der Typ, der die Kaffeetasse auf die Spülmaschine stellt und sie nicht einräumt, damit andere das für ihn tun. Alle Lachen über ihn und sein Verhalten, aber er hält sich für schlauer. Wenn es nicht zwangsläufig mit einem Unfall und Schmerzen verbunden wäre, so würde er ein anderes Fahrzeug rammen. Dies in der Hoffnung, mit dem Rettungshubschrauber aus dem Stau raus zu kommen. Hätte nicht er den körperlichen und materiellen Schaden, so würde er mit Sicherheit soweit gehen, um ganz schnell dem Stau zu entkommen. Haltet Euch also fern von solchen Typen, denn die sind doof.

3rd: DER ICH-HALTE-AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAABSTAAAAAAAAAAAND-TYP

Ich zähle mich zu dem MEGATYP, kann den ICH-MACH-DIE-SCHEISS-LÜCKE-DICHT-TYP halbwegs verstehen, bzw. seine Art und Weise nachvollziehen. Aber der ICH-HALTE-AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAABSTAAAAAAAAAAAND-TYP ist mir ein komplettes Rätsel. Folgende Situation: Wir fahren munter vor uns her und das Auto vor uns fährt sehr langsam. Wir ärgern uns darüber, können aber nicht überholen, da wir gerade in einer Kurve sind. Nach der Kurve sehen wir, dass wir eigentlich im Stau stehen. Das konnten wir jedoch vorher nicht erkennen, da der Fahrer im Wagen vor uns – GRUNDLOS – einen Abstand von geschätzten 20 Kilometern hielt. Warum macht jemand so etwas? Sind die Bremsen total fertig? Hat er Angst vor anderen Autos? Möchte er uns einfach nur ärgern? Döst er vor sich hin? Muss er einen bestimmten Abstand halten, um den Weltuntergang zu verhindern? Bekommt er pro Kilometer Abstand eine gewisse Summe an Geld? Was ist mit dem los? Stellen wir uns einmal vor, jeder würde so fahren. Dann hätten wir permanent Staus auf allen Strassen. Und wehe WEHE man überholt ihn. Dann gibt es ein Hup- und Lichtkonzert, das einem Auftritt von Rammstein in nichts nach steht. Und solch einen Unhold hinter sich zu haben, wenn er verärgert ist, macht gar keinen Spass. Also besser nicht überholen.

Also Leute, wenn ihr schon keine MEGATYPEN sein könnt (warum auch immer) dann werdet bitte zumindest niemals ICH-HALTE-AAAAAAAAAAAAAAAAAAAABSTAAAAAAAAAAAND-TYPen. Tut dies dem Rest der Welt einfach nicht an.

Stay tuned

Quelle Beitragsbild: Focus

Rogue One – a UJM Statement

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wikipedia

Quelle: wikipedia

Hallo liebe Filmfreunde,

heute möchte ich einen Film besprechen, der letztes Jahr in die Kinos kam.

Noch schwer enttäuscht von dem letzten cineastischen Erguss aus diesem filmischen Universum ein Jahr zuvor, war das einzige was mir blieb eine, sagen wir, neue Hoffnung in diesen Film!

Ich, mit oder fasst schon in diesem Universum groß geworden, war schon früh den Filmen und den Serien, den Büchern, der Filmmusik, den Rollenspielwelten, den Table Tops, den Computerspielen, den mehr oder weniger guten Persiflagen und natürlich auch dem Merchandise verfallen.

Deswegen trafen mich auch die neueren Filme größtenteils und das in 2015 erscheinende, offensichtlich in einem kreativitätsschwarzenloch gedrehte, Werk besonders hart.

In diesem Sinne bleibt mir als Einleitung nur noch folgendes zu sagen:

 

Ich bin dein Vater, Krötor!

…so eine Art von Vater der jegliche familiäre Verbindung mit dir bis aufs Messer abstreiten würde, aber dennoch dein Vater…

 

Rogue One: A Star Wars Story

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2016

Dauer: 134 min

Regisseur: Gareth Edwards

Drehbuch: Chris Weitz, Tony Gilroy, John Knoll, Gary Whitta

Schauspieler:

Felicity Jones (Jyn Erso)

Diego Luna (Captain Cassian Andor)

Ben Mendelsohn (Direktor Orson Krennic)

Alan Tudyk (K-2SO)

Donnie Yen (Chirrut Îmwe)

Jiang Wen (Baze Malbus)

Riz Ahmed (Bodhi Rook)

Guy Henry (Gouverneur Wilhuff Tarkin)

Forest Whitaker (Saw Gerrera)

Mads Mikkelsen (Galen Erso)

Jimmy Smits (Senator Bail Organa)

Genevieve O’Reilly (Senatorin Mon Mothma)

Alistair Petrie (General Draven)

Ben Daniels (General Merrick)

Ian McElhinney (General Dodonna)

Jonathan Aris (Senator Jebel)

Paul Kasey (Admiral Raddus)

Stephen Stanton (Admiral Raddus – Stimme)

Spencer Wilding (Darth Vader)

James Earl Jones (Darth Vader – Stimme)

Ingvild Deila (Prinzessin Leia Organa)

Anthony Daniels (C-3PO)

Valene Kane (Lyra Erso)

promobricks

Quelle: Promobricks

Um was geht’s?

Der ehemalige begnadete Waffentechniker des Imperiums und jetzige Hobbyfarmer, Galen Erso, wird von Orson Krennic daran erinnert, dass im Imperium die Rente ab 67 gilt und er deswegen gefälligst wieder als Entwickler beim Projekt „kleiner Stern“ – was sich wesentlich freundlicher und politisch korrekter anhört, als TODESSTERN – mithelfen soll! Er könne ja schließlich Farmerama online zocken, wenn er seine selbstgewählte Ruhestandstätigkeit vermissen sollte.

Erso, eigentlich nicht gewillt sein neues Leben wieder aufzugeben und in der Gewissheit, dass das Imperium seinen Wunsch wenn nötig auch mit Gewalt Nachdruck verleihen würde, sagte Frau, Lyra Erso, und Kind, Jyn Erso, sie sollen sich verstecken. Zeit genug hatten sie, da das Imperium schön weit weg parkte. Jyn, hörte brav auf Papi, versteckte sich und überlebte… die Ehefrau hörte nicht auf ihren Gatten, wollte ihm helfen und wurde von den Truppen des Imperiums erschossen. Daraufhin wurde Galen Erso einkassiert, an die Arbeit geschickt und Jyn von Saw Gerrera, einem Freund der Familie und seines Zeichens radikalisierter Rebell, aufgezogen.

Galen Erso, immer noch sauer wegen der Zwangsrekrutierung und Zwangsscheidung, baute in Projekt kleiner Stern eine Schwachstelle ein, die dazu führen kann, dass sämtliche Systeme auf einen Schlag versagen… dank Episode IV – Eine neue Hoffnung – wissen wir, dass ein 2×2 Meter breites Gitter über ner Ventilationsöffnung gereicht hätte, die Kiste sicher zu machen…

Um diesen einen Fehler ausfindig zu machen, musste die Rebellion an die Baupläne, die auf dem Tropenplaneten Scarif, in einer riesigen technischen Bibliothek aufbewahrt wurden, herankommen.

Eine kleine Truppe freiwilliger, ohne Einsatzbefehl des Rebellenrates, angeführt von Captain Cassian Andor und Jyn Erso, der mittlerweile erwachsenen Tochter von Galen Erso, lässt sich auf das Abenteuer ein.

Soviel zu der Handlung. Nun möchte ich Euch erzählen, warum ich diesen Film äußerst gelungen finde!

Als Bindeglied zwischen Teil III und IV, als kurze Story, als „ A Star Wars Story“ verrät uns der Titel schon, was uns erwartet. Ein Zwischenspiel von eben jenen Rebellen, die die Pläne des Todessterns erbeuteten… Dass Sie das taten wussten wir, das wie wird hier beleuchtet. Ich hatte nach dem Film das Gefühl, Star Wars ist erwachsen geworden… und das unter Disney. Die Tatsache, dass es beim Imperium nicht nur Arschkrampen gibt, wurde schon in Episode VII beleuchtet. Hier wird es wieder in der Läuterung des Galen Erso und dem übergelaufenen imperialen Piloten Bodhi Rook gezeigt. Neu ist, dass gezeigt wird, dass auch die Rebellion eine „dunkle Seite“ hat. Erwähnt werden hier Rebellen Attentäter – was jedem Star Wars Freund ja schon irgendwie, insgeheim bewusst war, aber auch (Terror)Anschläge werden hier thematisiert. Die Gewissheit gibt uns hier der radikalisierte Rebellensplittergruppenführer Saw Gerrera, der sich von der Rebellion los sagte, und die Rebellion sich von ihm, da er eine Grausamkeit in seinen Aktionen an den Tag legte, die so manchem – ach so dunklen – Jedi gut zu Gesicht gestanden hätte. So ist er gewillt, durch eine Befragung, die geistige Gesundheit eben jenes übergelaufenen Piloten aufs Spiel zu setzen, um zu erfahren, ob er die Wahrheit sagt – was dem geneigten Star Wars Märchen „Gut gegen Böse“ Freund befremdlich erscheint, mir aber eine neue Bandbreite und Tiefe vermittelt, die mir bis jetzt ein wenig fehlte. Auch absolut stimmig finde ich die Auswahl der Schauspieler. Eher eine No Name Gruppe, gespickt mit bekannteren Namen, die dann aber doch schnell von der Bildfläche verschwinden. Keine großen Jedi iwwertypen, nein, ganz normale Menschen, und die ein oder andere Spezies, ganz normale Soldaten, die, wie einst die „Wildgänse“ zu einem Himmelfahrtskommando aufbrechen… und das zum krassen Gegensatz, an einen Ort an dem man locker 3 Wochen Strandurlaub hätte machen können.

igndeutschland

Quelle: IGN Deutschland

Und dann beginnt dieser D-Day, dieser längste Tag, einem Tag an dem selbst Luke Skywalker seine rechte Hand geben würde, damit er endlich endet… Der geneigte Zuseher wird mit actionlastigen Bildern verwöhnt, einer grandiosen Raumschlacht und überaus bildgewaltig aufgezogen: was geschieht, wenn der Todesstern ein Schüßchen auf nen Planeten abgibt… was hier wesentlich beeindruckender in Szene gesetzt ist als, zum Beispiel ein TodesTodesTodesTodesTodesStern, der gleich mehrere Planten auf einmal vernichtet.

Und dann, zu guter Letzt, der Auftritt eines alten bekannten: Darth Vader! Der, meiner Meinung nach, noch nie, in allen Filmen zuvor, so eine Macht und Präsenz ausstrahlte und diese am Schluss des Filmes auch Furios einsetzte.

reddit

Quelle: Reddit

Der Film ist sicherlich nichts für Zuseher die denken, dass Star Wars weiterhin in einer heilen Polly Poket Welt, Gut gegen Böse, leben sollte.

Die Rebellion ist schmutzig geworden! Und das ist gut so!

Auch wenn das manche einfach Uunglaublich finden!

Schaut Euch den Film an! Und falls Ihr ihn schon gesehen habt: Schaut Euch ihn nochmal an! Lieber noch solche guten Star Wars Storys in Zukunft als unkreative weitere Episoden in der „Hauptstory“.

Möge die Macht mit Euch sein!

 

Titelbild: Quelle: IGN Africa