Rezension zu „Die Gästeliste“ von Sanne Averbeck

Ich fange mal mit dem Ende an. Das ist zwar nicht chronologisch, aber das ist Pulp Fiction auch nichtJ Sonja Rüther schrieb mir einmal, dass ich als Autor den Weg zum Finale genießen soll. Sanne Averbeck hat das perfekt umgesetzt. Das Finale hat mich umgehauen. So viele Wendungen binnen so kurzer Zeit und alle auch nachvollziehbar. Einfach der Hammer. Das Buch an sich ist genau so genial, wie sein Ende. Es geht um eine knallharte Geschäftsfrau, deren Leben durch einen Killer aus den Fugen gerät. Carola, so heißt unsere „Heldin“, hat alles im Griff. Sie kennt sich bestens mit Menschen und sozialen Netzwerken aus. Außerdem versteht sie es, diese beiden Kenntnisse so zu kombinieren, dass sie mehr als gut davon  leben kann. Sie wirkt eiskalt. Ich finde jedoch nicht, dass der Charakter überzeichnet ist. Ich kann mir so eine Carola sehr gut vorstellen und zwar genauso, wie im Buch. Jedenfalls lässt Carola des Öfteren Parties steigen. Natürlich nur mit geladenen Personen, die sie in ihrer Karriere weiterbringen können. Ganz subtil lenkt sie ihre Gäste und zieht die Fäden zu ihren Gunsten. Bis plötzlich jemand anfängt, ihren Freundeskreis durch Mord zu reduzieren. Was natürlich nicht eben die perfekte Reputation für sie istJ Die zweite Protagonistin ist Bianca, ihre beste Freundin. Man denkt, dass so eine Person keine echte Freundschaft haben kann, es ist jedoch anders. Bianca und Carola kennen sich schon seit der Schulzeit. Man erfährt nicht viel über ihre gemeinsame Vergangenheit. Jedoch merkt man, dass es eine (für Carola Verhältnisse) echte Freundschaft ist. Bianca ist das Gegenteil von Carola. Die graue Maus. Diese wird jedoch im Verlauf des Plots etwas bunter. Aber ich will nicht zu viel spoilern. Das Buch ist spannend geschrieben. Es ist am Puls der Zeit und es macht einfach Spaß, sich in diese Welt fallen zu lassen und in der Clique von Carola Mäuschen zu spielen. Die ganze Geschichte hat etwas von Scream in der Zukunft. Und damit meine ich nicht die mittelmäßige Scream Serie, sondern eine perfekt Inszenierung. Die Wendungen und Ideen sind grandios. Was mir auch gut gefallen hat ist, dass ein Charakter mich total an Castiel aus Supernatural erinnert hat. Ich weiß nicht, ob das von der Autorin als Easter Egg oder doch eher unbewusst gedacht war. So oder so: cool.

Ich gebe dem Werk „Die Gästeliste“ von Sanne Averbeck 4 von 4 Kröten. Da ich das Hörbuch „gelesen“ habe, möchte ich noch ein dickes fettes Lob an Vera Teltz geben. Sie schafft Atmosphäre, liest toll, hört sich genial an und ist eine der wenigen Frauen, die nicht lächerlich klingen, wenn sie mit entsprechender Stimme die Rolle eines Mannes sprechen. Klasse gelesen.

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