AUF FREMDEN PFADEN

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Kroetor.com ist ein ehrlicher Blog. Ehrlich zu sich selbst und ehrlich zu seiner Community. Ich könnte an dieser Stelle so etwas schreiben, wie: “Und nun wieder eine neue Buchrezension. Diesmal…”. Aber das tue ich nicht. Wer sich die Arbeit macht, den Blog zu durchforsten, der wird (um es mit den Worten von Random House zu sagen) ein/zwei (Hör)Buchrezensionen finden. Ich persönlich liebe Bücher. Allerdings liebe ich auch Filme, Kolumnen und unnötiges Zeug. Ich will aber nicht zu sehr ausschweifen (mein Problem:)). Wichtig ist, dass Bücher ab nun eine feste Sparte in diesem Blog werden und wichtig ist, dass Bücher gelesen und (GANZ WICHTIG) rezensiert werden. Unser heutiges Werk (welches auch verlost wird, aber dazu später mehr) hört auf den wunderschönen Namen “Auf fremden Pfaden – Erotische-Phantastik-Anthologie”. Wie die Head- und Subline vermuten lassen, handelt es sich hier um eine Ansammlung von Geschichten, verschiedenster Autoren, die mit dem Genre (Erotik) nicht ganz oder (Phantastik) schon eher vertraut sind. Ich möchte und werde hier nicht auf einzelne Autoren und / oder Geschichten eingehen, denn dies soll kein Buch, sondern eine Rezension werden. Von daher werde ich mich allgemein halten.

An dieser Stelle könnte ich (wie viele Kollegen) den allseits beliebten Klappentext aufführen. Ich tue dies, aber mit meinen Worten: eine tapfere Riege von Autoren (die ich teilweise sogar kenne und alle schätze) wagt sich mit ihrem Schiff, der “Auf fremden Pfaden”, an die Grenzen ihrer sonstigen Wirkungsstätten. Es sei gesagt, dass ausnahmslos alle dies sehr unterhaltsam tun. Es geht um Käferinvasionen, klassisches Gut und Böse, Leichenschmaus, keuche Dämonenjäger, Mad Max… äh Sex, epische Geschlechtsverwechslungen, abstrakte Einhörner, einschneidende Körperbemalungen, orientalische Schlappschwänze, Katzen, ekstatische Zombieliebhaber, lesbische Meerjungfrauen, Silent Hill artige Begebenheiten, männliche Succubusse (die echt arm dran sind), recycelte Hexen, lustvollen Kannibalismus (bei dem sogar beide ihre Erfüllung finden), klassische Porn-Fantasy und dem guten alten Golem beim Junggesellinnenabschied (der darf nicht fehlen!!)

Soweit zu meinem Klappentext. Ich habe all diese Geschichten in kurzer Zeit gelesen und mich in jeden einzelne verliebt. Jeder Autor hat es in meinen Augen geschafft, auf fremden Pfaden zu wandeln und dabei sie oder er selbst zu bleiben. Es gab Geschichten, die mich fasziniert haben, es gab Geschichten, die mich belustigt haben und es gab Geschichten, die mich (hoffentlich liest das meine Mama nicht) erregt haben. Während der Lektüre dieser Geschichten habe ich mir ein System zur “Auswertung” einfallen lassen, damit auch diejenigen mich verstehen, die eher mit Zahlen, als mit Worten, kompatibel sind. Es gab für mich einmal die klassische (total objektive) Schulnote. Und dann drei Kategorien (jede kann maximal drei Sterne erreichen): Unterhaltung, Erotik und Romantik. Nun fragt sich vielleicht der ein oder andere: “Warum Romantik und nicht Phantastik”. Ziemlich einfach ist die Antwort dazu: in letzterem sind die Autoren zu Hause und ersteres geht in vielen Fällen Hand in Hand mit der Erotik.

Kommen wir also zur Wertung (jeweils die Gesamtwertung aller Geschichten):

Schulnote Buch: 2+

Unterhaltung: 2,78 von 3 Sternen

Erotik: 2,2 von 3 Sternen

Romantik: 2,4 von 3 Sternen

Dem aufmerksamen Leser (oder dem, der bei dieser doch etwas längeren Rezension überhaupt noch liest) mag aufgefallen sein, dass die Erotik der Romantik weichen muss. Nun stellt sich die Frage “Wie kann das sein? Ist es doch eine Erotik Anthologie”. Hierüber habe ich mir auch lange Gedanken gemacht. Bis ich auf den Schluss kam, dass es eine Erotik-Phantastik-Anthologie ist, wie der Buchtitel es verrät. Und keine Erotik-Porno-Anthologie.

Mein Fazit ist, dass wir hier ein Buch vor uns haben, welches von herausragenden Schriftstellern mit Herzblut geschrieben wurde. Das liest man aus jedem Satz heraus. Auch wenn die eine Geschichte erregender sein mag, als die andere, so sind doch alle gleichermaßen  lesenswert und machen einfach Spaß. Ein weiteres Highlight ist die Anspielung der Heraus- und tollen Geschichtengeberin, Isa Theobald, im Vorwort. Ka-tet, Isa, Ka-tet. Außerdem fand ich die (es gibt bestimmt ein Wort dafür) Bildchen, die den ersten Buchstaben der Geschichte darstellen, grandios. Jeder Stil jeder einzelnen Geschichte genau wiedergegeben. Klasse! Und ich danke Isa für die Bereitstellung dieses Werkes, zum Rezensieren. Es hat mehr als Spaß gemacht.

Und wer dieses Buch nun sein eigen nennen möchte (auch wenn eine Widmung auf meinen Namen drin steht), der schicke eine Mail mit dem Titel: “Fische können fliegen” an meine Adresse: genervteroktopus@web.de. Die Mail die als erstes ankommt gewinnt.

 

Stay tuned:)

 

 

#halloween

Hallo Leute,

heute ist Vatertag. Heute ist etwas besonderes. Kennt Ihr die Halloween Folgen von Serien, wie „The Simpsons“ oder „Family Guy“ oder eigentlich allen Serien? Die sind auch etwas besonderes. Sie spielen zwar tendenziell im Universum der jeweiligen Serie, aber dennoch sind sie anders. Teilweise gruselig, manchmal skurril, manchmal  bizarr oder grotesk. Immer passend, aber dennoch anders. Genauso wird meine heutige Kolumne sein.

Der Fisch, der seit geraumer Zeit über meiner rechten Schulter schwebt, redet mit mir. Nicht viel. Trotzdem genug, dass ich merke, dass er da ist. Ich mag ihn eigentlich. Manchmal komme ich mir durch ihn vor, wie in dem Film „A beautiful mind“. Er ist da, er redet mit mir, reagiert auf mich und ich auf ihn. Aber dennoch kann ihn sonst niemand sehen. Auch wenn ich von ihm erzähle und andere auf ihn hinweise, ernte ich bestenfalls verständnislose Blicke. Aber egal. Ich habe heute mit dem Fisch darüber diskutiert, welches Thema diese Kolumne haben wird. Es war eine längere Diskussion, aber wir haben uns geeinigt. Das Thema ist „zu nahe treten“.

Ich bin jemand, der gerne redet. Der gerne Leute um sich hat und der gerne extrovertiert ist. Zumindest meistens. Wenn man also jemand ist, der gerne redet, dann hat man einige Unterhaltungen. Unterhaltungen sind etwas tolles. Man tauscht sich aus. Man hat ein gemeinsames Thema und freut sich darüber. Man redet. Man diskutiert, hat Spaß, ist vertieft. Das macht alles Laune. Und zwar richtig Laune. Die Zeit verfliegt unbemerkt und auf angenehme Weise. Hier sollte man erwähnen, dass es verschiedene Arten von Unterhaltungen gibt und verschiedene Arten von Personen, mit denen man sich unterhält. Auf dieses Thema möchte ich nicht näher eingehen. FAST. Denn es gibt eine Sorte von Menschen, mit denen es keinen Spaß macht, sich zu unterhalten. Die „zu nahe Treter“.

Nehmen wir folgendes Beispiel (der Fisch findet es sehr gut): man lernt jemanden kennen und beginnt ein Gespräch. Es macht Spaß, es ist anregend und nett. Aber dann beginnt diese Person immer näher an einen heran zu kommen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Person kommt Stück für Stück weiter an einen heran. Für mich persönlich ist das Horror und mir richten sich die Nackenhaare auf. Ich denke mir, dass mein Unterhaltungspartner dies doch merken muss. Diese fast schon greifbare Unangenehmheit. Aber nein. Im  Gegenteil. Die Person kommt noch näher an mich heran. Ich spüre ihren Atem in meinem Ohr. Ich fühle mich bedrängt. Was kommt als nächstes? Ich gehe einen Schritt zurück. Gute Idee. Aber dann tritt die Person, mit der ich mich gerade austausche, einen Schritt vor. Ich fasse es in diesen Momenten nicht. Wie kann das sein? Wie kann man so wenig Feingefühl haben. Wie geht es nun weiter? Ich gehe zurück und mein Gesprächspartner folgt mir. Immer weiter. In einen Wald. Ich werde ohnmächtig und wache am nächsten Tag in einer mit Eis gefüllten Badewanne auf. Mit einer fehlenden Niere. Ich vermute, dass dem so ist. Ich unterstelle nicht jedem „zu nahe Treter“, dass er ein Organhändler ist, aber vielen. Nun sucht man natürlich nach einer Lösung. Einer Möglichkeit, diese Personen früh zu bemerken und sich gar nicht erst auf ein Gespräch einzulassen. Gute Idee. Aber Fehlanzeige, wenn es ein Kumpel oder gar Dein Chef ist. Da macht man nichts. Der Fisch rät mir gerade, die Freundschaft oder den Job zu kündigen, wenn dem so ist. Aber seien wir mal ehrlich. Dann kommt der nächste „zu nahe Treter“.

Ich frage mich oft, ob das ein Fetisch für diese Personen ist. Kommen ihre Sinne in Wallung, wenn sie nah an ihrem „Opfer“ sind. Fast mit der Lippe das Ohr berühren und weiter reden als sei nichts? Nur um dann irgendein Organ zu entfernen und auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen? Oder ist das gar nicht das Ziel? Geht es nur um den Kick, des „nahe an einen heran Tretens“? Ich weiß es nicht, obwohl ich mir schon viele Gedanken darüber gemacht habe. Vielleicht liegt es auch (wie immer) in der Kindheit. Zu wenig Nähe? Abweisung? Keine Ahnung. Oder die Personen denken, es wäre normal, weil sie es so machen. Aber es ist falsch. Der Fisch zum Beispiel, wahrt immer einen Abstand zu mir. Ich nenne das Respekt. Also nenne ich die „zu nahe Treter“ respektlos. Und das meine ich auch so. Ich möchte diese Kolumne mit folgender bedingungslosen Meinung beenden: Respektiert einander. Entfernt nicht ungewollt die Organe anderer. Und versucht zu merken, wann man jemand zu nahe tritt. Und vor allem: glaubt an den Fisch.

Es tut mir sehr leid U.

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Bildquelle und Copyright : PINTEREST

WICHTIG

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Hallo Leute,

es gibt 2 wichtige Neuigkeiten.

1.: Wir sind diesen Samstag im Rahmen eines Junggesellenabschiedes auf der RPC in Köln. Wir haben ein geheimes Highlight geplant. Ich kann nicht näher darauf eingehen, da es eine Überraschung ist. Aber folgendes kann ich sagen: es ist neu, es ist geil und es sind 3 Größen der Nerd Szene dabei. Wer es sehen möchte, hier die Facts:

Diesen Samstag, RPC Köln, Ab 14:30 Uhr

Am System Matters Stand: Halle 10.2 Stand E-075a

 

2.: Die liebe Mia von Miasraum (https://wordpress.com/read/feeds/49194444), einem meiner liebsten Blogs, hat die Montagslyriker übernommen (jeden Montag um sieben, so steht es geschrieben). Eine tolle Reihe, deren Aufgabe es ist, Leute darzustellen und vorzustellen. Ebensolche Leute, die mit dem „Dichten und Denken“ zu tun haben. Auf ihrem Blog werde ich am Pfingstmontag ein Stelldichein geben.

Es würde mich sehr freuen, Euch auf der RPC oder am Pfingstmontag bei Mia sehen, bzw. lesen, zu können.

Wir „sehen“ uns am Donnerstag wieder mit der Kolumne

Stay tuned

UJMs tiefe Verbeugung

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Guten Tag liebe Filmverrücktegemeinde!

Heute möchte ich einen meiner absoluten Lieblingsfilme besprechen… solch eine Art von Lieblingsfilm den man immer und immer wieder schauen kann… ob bewusst, wenn man ihn per Stream abruft, auf Blue Ray oder wenn er im Fernsehen läuft, man zufällig rein zappt und kleben bleibt… halt ein Lieblingsfilm! 😉

Watchmen – Die Wächter

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2009

Dauer: 162 min / Directors Cut – nur im Originalton verfügbar: 186 min

Regisseur: Zack Snyder (wie auch bei Dawn of the Dead, der auch auf diesem Blog rezensiert wurde)

Schauspieler:

Malin Akerman (Laurie Jupiter –  Silke Spectre II)

Jeffrey Dean Morgan (Edward Blake – The Comedian)

Jackie Earle Haley (Walter Kovacs – Rorschach)

Patrick Wilson (Daniel Reiberg – Nite Owl II)

Billy Crudup (Jon Osterman – Dr. Manhatten)

Matthew Goode (Adrian Veidt – Ozymandias)

WatchmenBloodySmiley

Warum ich diesen Film liebe fragt Ihr Euch nun sicher… Es gibt so vieles…

Einer der besten Comic’s,  der die Vorlage lieferte von einem der besten Comicautoren, Alan Moore, geschrieben.

Einer der besten Soundtracks, der stimmiger nicht sein könnte „the right song for the right scene“ , wie man es sonst nur von den Werken des großartigen Quentin Tarantino kennt. Um nur einige der Künstler zu nennen die sich für sie soundmäßige Untermalung verantwortlich zeigen: Bob Dylan, Nat King Cole, Simon and Garfunkel, Leonard Cohen, Jimi Hendrix und ja, sogar Nena hat einen Song beigesteuert. Durch diese Größen der Musikszene  werden die Bilder und Szenen noch ausdruckstärker…

Gute schauspielerische Leistung von (bis dahin weitestgehend) unbekannten Schauspielern denen, auch dank Alan Moore, so tiefsinnige und starke Dialoge in den Mund gelegt wurden, dass man an manchen Stellen allein deswegen eine Gänsehaut bekommt.

Angesiedelt ist der ganze Spaß in einer geschichtlich alternativen Fakten Zukunft des Jahres 1985. Für Geschichtsliebhaber, wie ich es bin, ein Fundus von großen bis kleinen Veränderungen von denen man bei jedem schauen mehr entdeckt. 1985: Präsident Nixon geht in seine 3te Amtszeit (Genau die 3te! weil er die Verfassung umgestaltete), der kalte Krieg ist heiß geworden, Amis wie auch Russen haben die Finger am roten Knopf! Die unblutige Demo gegen Vietnam, bei der Demonstranten Blumen in die Gewehrläufe der Soldaten stecken (auf dem berühmten Bild von Bernie Boston zu sehen) endet hier im Kent-State-Massaker, Andy Warhol lässt sich anstatt von Marilyn Monroe von Nite Owl zu seinem Bild Marilyn Diptych (oder dann eher Nite Diptych) inspirieren, der Bomber der die Bombe über Hiroshima abgeworfen hat wird nicht Enola Gay sondern wegen Silk Spectre auf Ihren bürgerlichen Namen Miss Jupiter getauft, der Matrose der auf dem bekannten Bild „Day in Times Square“ bei Kriegsende  eine Krankenschwester küsst muss in dieser Welt der lesbischen Superheldin Silhouette weichen um nur einige der geänderten geschichtlichen Meilensteine zu nennen.

Die Superhelden in dieser Welt formierten sich erstmals Ende der 30iger Jahren als Minutemen, die als maskierte Gestalten auf Verbrecherjagd gingen. Danach kam mittlerweile die 2te Generation, die Watchmen, bestehend aus den oben aufgeführten Superhelden. Zu Beginn des Films wird einer dieser Protagonisten umgebracht und die anderen machen sich auf die Suche nach dem Mörder. Dies gestaltet sich als schwierig, da Präsident Nixon die Watchmen und das Vigilantentum 1977 per Erlass verboten hatte… also beginnen die Superhelden A.D. mit der rasanten, kriminalistischen Suche.

Über die Story möchte ich nicht zu viel verraten… lieber davon was mich an dem Film fasziniert.

Einmal ist es der Verfall der sich durch den Film zieht… der Verfall von Werten, der dazu führt, dass fast jeder Superheld hier eine dunkle Seite hat, mehr (ein WIRKLICHER Antiheld… oder schon Bösewicht?) oder weniger (So en Marvel oder DC Antiheld) ausgeprägt…

Dem körperlichen Verfall –  durch das zunehmende  Alter befeuert, nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen, in Vergessenheit zu geraten, mit dem Leben hadernd „was wäre gewesen wenn“ um dann ganz schreckliche Ereignisse aus der Vergangenheit, teilweise mit Alkohol, so zu verklären, dass diese doch gar nicht soooo schlecht waren… Da wird sogar ein billiges, respektloses, auf mieseste Art gezeichnetes Pornoheftchen in dem man selbst als Hauptdarstellerin auserkoren wurde eine angenehme Erinnerung…  Man war zu dieser Zeit ja immerhin noch eine berühmte Persönlichkeit!

Der  Verfall der Moral… in der Gesellschaft und bei unseren Helden… und denen, die die Moral erhalten bleibt und die danach handeln, für verrückt erklärt werden.

Der Verfall von wahren Freundschaften oder eine die man lediglich dafür gehalten hat und nicht zuletzt der Wohl schlimmste Verfall: der der Menschlichkeit! Nicht etwa ein „oh nein der Gute macht schlimme Dinge und ist deswegen unmenschlich“, Nein! Ich meine die Art, dass ein Superheld wegen seiner steigenden unglaublichen Machtfülle die Beziehung zu seiner eigenen menschlichen Vergangenheit, seine Menschlichkeit, verliert und ihm somit auch bald die Menschen und die Menschheit schlichtweg egal werden…

Und dann, dass für mich faszinierendste: Dass der Bösewicht des Filmes der Held ist… der, der die Menschheit (absichtlich!!!) rettet… was sonst trotz geballter Superpower niemand vermag… Und nicht etwa weil der Bösewicht zum Ende hin gut wird, seine Fehler einsieht oder so ein sentimentaler Quatsch! Oder war er die ganze Zeit gut? Oder nicht?

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Dies war für mich als Zuschauer sehr irritierend weil es, in dieser unerbittlichen Konsequenz, wohl einzigartig in der Filmgeschichte ist und den Zuschauer mit einem gewissen moralischen Unwohlsein zurück lässt.

Ich hoffe, ich konnte die geneigte Leserschaft mit meiner Begeisterung anstecken! Schaut euch den Film und habt viel Spaß dabei!

Bis in 2 Wochen und denkt dran: Ob Schurke oder Superman das sagt euch U.J.M.!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ei im Po? Kein Thema

Hallo liebe Leser,

heute werden wir uns ganz langsam an die Grenzen des guten Geschmacks wagen. Ich für meinen Teil habe begriffen, dass man nie auslernt und bin auch froh darüber. Ich interessiere mich für alles mögliche und unmögliche, wie jeder der mich kennt bestätigen kann. Hauptsächlich geht es dabei jedoch um nerdiges Zeug. Und das Thema der heutigen Kolumne hat sehr entfernt etwas damit zu tun.

Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor: Ihr seid ein riesiger Fan der Alien Filme. Nach mehrmaligem Durchschauen der Filme bei gemütlichen Couch und Pizza Abenden fragt Ihr Euch irgendwann: Wie fühlt sich Ripley dabei, von einem Alien geschwängert zu sein? Ist das cool und macht Spaß? Oder ist es doch nicht so toll und geht eher in Richtung Rosemaries Baby, wo uns Herr Polanski wundervoll geschildert hat, dass Schwangerschaften von diversen Entitäten vielleicht doch nicht so schön sind.

Aber wie ist es nun wirklich, ein Alien Ei in sich zu tragen? Mit dieser Frage scheint sich auch die Firma Primal Hardwere beschäftigt zu haben, denn diese hat den Ovipositor auf den Markt gebracht.

Der Ovipositor schaut auf den ersten Blick aus, wie ein Alien Gemächt aus einem Manga Film. Stark am primären Geschlechtsteil des Mannes orientiert, durchzogen mit kräftigen Adern und Macht ausstrahlend. Eben dieses Teil kann man sich nun in eine Körperöffnung seiner Wahl stecken und dort ein „Alien“ Ei aus Gelantine ablegen.

Hört sich doch klasse an. Somit hat man das wunderbare Gefühl, von einem Alien geschwängert worden zu sein. Das Tolle an der Sache ist, dass niemand ein Alien dafür klarmachen muss. Wo soll man auch eins herbekommen? Ferner ist es keine echte Schwangerschaft, sondern eine Simulation. Und auch über Krankheiten muss man sich keine Sorgen machen. AIDS ist hier definitiv nicht mit im Spiel. Hört sich doch gut an. Ich stehe morgens auf, tu mir das Ei in eine Öffnung meiner Wahl und starte frisch und aliengeschwängert in den Tag. Das wird definitiv ein Tag an dem alles passieren kann.

Natürlich kann es auch unangenehm werden, wenn z.B.: beim Saunagang oder beim normalen häuslichen Geschlechtsakt, das Ei herauskommt. Hier könnte der ein oder andere in Erklärungsnot geraten. Daher sollte man vor dem Einführen solche Dinge beachten. Auch essen sollte man das Ei nicht, nachdem es „geschlüpft“ ist. Ihr fragt Euch jetzt vielleicht, wie jemand auf die Idee kommen könnte, das Teil zu essen. Ich darf Euch an der Stelle daran erinnern, dass derjenige zuerst mal auf die Idee kam, sich einen Ovipositor zu kaufen. Dann kam er auf die Idee, sich ein Alien Ei einzubauen. Liegt es da noch so fern, dass er auf die Idee kommt, es auch zu essen? Quasi als archaisches Zeichen der Überlegenheit der menschlichen Rasse?

Ansonsten wüsste ich nichts, was gegen das Ausprobieren des Ovipositors spricht. Jeder, der sich jetzt angesprochen fühlt, sollte es einmal tun. Man lebt schließlich nur einmal und wer weiß, wie es weiter geht? Aber ich schweife ab (mal wieder).

Also liebe Krötmunity, haut es Euch rein und stay tuned.

INFO: Die Idee zu dieser Kolumne kam mir beim Lesen eines Berichtes über den Ovipositor, bei den sehr geschätzten Kollegen von VICE. Von Ihnen stammt auch das Titelbild. Den Bericht findet Ihr hier:

https://www.vice.com/de/article/der-neueste-fetisch-alien-eier-in-sich-selbst-ablegen-077

@Vice: solltet Ihr mit der Nennung des Berichtes oder der Nutzung des Bildes ein Problem haben, so gebt bitte Bescheid und wir kümmern uns darum.

 

Mal was in eigener Sache

Hallo Leute,

morgen gibt es wieder die Kolumne, aber heute habe ich noch ein kleines Anliegen.

Ich wäre sehr stolz, wenn der ein oder andere, dem dieser Blog gefällt, sich mal meine Kurzgeschichten bei Amazon gibt:) Einfach dem Link folgen:

https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=sascha+leidinger

Das würde mich sehr erfreuen:)

Stay tuned…51oXrXMyl9L._SY346_

 

Des Rätsels Lösung

WIIIIIEEEEEERRR haben einen Gewinner! Endlich konnte eines der vielen anspruchsvollen Rätsel richtig gelöst werden!
Ein Sommernachtstraum!
Mit dieser Antwort von Puck1609 wäre ein Ritteressen weiterhin ein Traum geblieben!
Es ist natürlich Heinrich der Fünfte, wie sich Puck1609 richtigerweise korrigierte!
Die Krötor Redaktion gratuliert die recht herzlich! Und du musst dein Rittersessen NATÜRLICH nicht selbst bezahlen!
Bitte sende uns deine Adresse zu lieber Puck1609. Wir haben schon bei vielen Mittelaltermärkten mit Tjosten Spektakel angefragt! Sollte da ein Ritter ohne familiäre Bindung oder nahen Angehörigen zu Schaden kommen und von einer Lanze aufgespießt werden wird ein Versand seiner sterblichen Überreste umgehend an dich veranlasst! Wir wünschen: GUTEN APPETIT! P.s.: Natürlich darfst du dann so viele Freunde und Mitesser einladen wie du magst!
Viele Grüße und bis zum nächsten mal
Euer U.J.M.

Der unglaubliche U. rezensiert GOTG2

Bildergebnis für gotg 2Filmkritik zu Guardians of the Galaxy –Volume 2
Nichteinmal drei Jahre ist es nun her, dass ein neues Kapitel im MCU (Marvel Cinematic Universe) begonnen wurde: das kosmisch-komische Kapitel.
Vertreten wird dieses Sub-Genre in einem Sub-Genre von den ebenso überraschend guten wie auch überraschend seltsamen Guardians of the Galaxy.
Mal ganz ehrlich unter uns Nerds: ein Baum, ein Waschbär, grünhäutige Frauen? Bekannterweise trifft man derartige Personen bzw. Wesen bei jedem Pen and Paper Fantasyabend bei einer Zufallsbegegnung, aber in einem abendfüllenden Kinofilm als Protagonisten? Ja! Doch!
Und so kam es 2014 zu einem eklatanten Ausbruch von Freude bei mir persönlich als ich dieses Team, diese Action und diesen Humor im Kino- zweimal wohlgemerkt- bestaunen durfte! GotG 1 schlug ein wie ein Mjölnirhammer auf einen Asteroiden!
Dies bedeutet natürlich für den zweiten Teil eines solchen Überraschungshits: Augen auf, Ohren auf! Erwartungen nach oben schrauben! James Gunn, der Regisseur der beiden Teile hat es damit nicht leicht- gilt es doch erneut einen Hit abzuliefern.
Denn wie der Deutsche es tief in seiner kritischen Seele halt ist- er sucht Fehler, Unstimmigkeiten und Unpassendes. Denn egal wie hoch jemand steigt: in unserem schönen Land gilt es solche Leute bzw. Comichelden ganz schnell wieder runterzuziehen!
Dagegen wird sich keiner wohl aussprechen. Selbst wir Comic- und Filmnerds wollen uns ergötzen am eigenen Wissen, an der eigenen Überlegenheit gegenüber dem anderen Diskutanten, sonnen im Glanz unseres Wissens und unseres Könnens.
Kann man mit dieser boshaften Grundeinstellung Filme korrekt und appetitlich bewerten? Ich weiß es nicht, aber ich will es versuchen. Nun jedoch in medias res….auf zur Bewertung des Films „Guardians of the Galaxy 2“ (Bzw. GoTG –Vol.2 als quantenumkehrende Abkürzung)
Erzählte Geschichten fußen häufig auf drei Bestandteilen: Anfang, Mittelteil und Schluss. Und eben diese drei Teile unterscheiden sich in Qualität und Unterhaltung bei GotG 2. Dieser Tatsache bewusst, stelle ich mich mal beim Bewerten.
Den Anfang des Films würde ich als kleine Beantwortung  offener Fragen des erstenTeils betrachten. Herkunftsgeschichten bzw. genetische Ausgangslagen bestimmter Protagonisten werden beantwortet und es wird mit Wucht und 80er Style der Soundtrack in die Ohren gehämmert! Zum Soundtrack an sich komme ich später noch…:)
Es folgt eine KAMPFERÖFFNUNGSSZENE die sich in meinen Ermessen nach gewaschen hat: Action, Action und ein Groot der einem die Lachtränen in die Augen steigen lässt.
Neben einem Feuerwerk an Gags, knackigen Onelinern und kleinen Späßen wird hier vor allem die Truppe an Helden (wieder-) eingeführt. Und die Chemie in dieser seltsam-obskuren Superheldentruppe stimmt und unterhält. Wer immer auch im ersten Teil die Charaktäre gut und unterhaltsam fand wird auch im zweiten Teil unterhalten.
Den Anfangsteil des Films- neben Auftritten einiger Hollywoodgrößen, die ehrenhaft in die Jahre gekommen sind („Adriiiiiiiiaaaaaaaaan!“) – kann man nur als kosmische Tour de Force et du Farce bezeichnen. Planeten, Außerirdische, Raumschiffe, Settings werden vorgestellt und eingeführt und es gibt Schauwerte ohne Ende. Ich saß begeistert und bestens gelaunt auf der Suche nach kleinen Marvelhäppchen im Kinosessel. Und ja: wer suchet- der findet. Wer sich im Marvel-Universum auskennt, der findet all die kleinen und großen Goodies die den Nerds Freude machen. (Stichwort: Völker, Raumschiffe, Orte).
Bis hierhin läuft alles glatt in diesem Film! Maximalschub auf Höchstpunktzahl würde ich sagen! Da wackelt der Thron von Dr.Strange  (den ich aktuell als beste Marvel-Verfilmung ansehe). Leider bestehen erzählte Geschichten häufig aus bla bla…ihr wisst schon :)………….
Mittelteil beinhaltet Verwicklungen und auch die Trennung der Crew in zwei handelnde Parteien an unterschiedlichen Orten im All. Kann man von halten, was man will- ich persönlich hielt auch im Kino nicht viel davon. Dies – und der Auftritt eines Celestials (Gott mit kleinem g am Anfang!) – sorgt für ein gefühltes Runterschrauben auf gewohntes SciFi Filmniveau. Es wird von der Qualität im Mittelteil gefasster und lässt einen bekümmert an die Genialität des Anfangs denken….nun ja: wichtig für die Handlung und vor allem für die Charakterentwicklung ist dieser Filmabschnitt. Hier zeigt sich aber auch wieso das Trennen einer eingespielten Unterhaltungstruppe wie den Guardians halt wenig Sinn macht. Getrennte Wege = getrennter minimierter Spaß!!
Zum Glück führen alle Wege nach Rom, äh zu einem  Planeten der ebenso viele Buchstaben hat (Ja? Richtig! Planet erkannt! Du bist ein feiner Comicnerd!) . Und damit führt alles auf das Grande Finale zu…..
Der Schlussteil bietet erneut Action im großen Maßstab- optisch wie auch in der Ebene dass es quasi die Galaxie zu retten gilt. Auch unsere gute Erde bleibt nicht ausgespart! (Darauf nehmen die noch bestimmt Bezug bei Marvel denk ich mir da im Kinosessel).
Protagonist und Antagonist fighten was das Zeug hält….CGI zeigt was es mit vielen Budgetcredits so kann und es knallt und scheppert ordentlich. Am wichtigsten jedoch erschien mir im Finale die Frage nach Klebeband. J Ich kann mir, außer bei diesen Filmen, so etwas Absurdes wie diese Grundfrage nicht vorstellen…. Brilliant!
Dann jedoch kommt das Radikalfinale mit Wucht und Emotionalität. Ohne den Spoilergrad in unermessliche Quasarhöhen zu treiben: sagt Tschööö zu einem liebgewonnenen Charakter (oder Charakterin?). Dieses Ende mit viel Herz und mit viel Liebe zum Detail gestaltet ,versöhnt mich persönlich etwas mit dem Mittelteil.
Ende! Ach nee: Sitzen bleiben! 5 Abspannszenen unterhalten einen bestens und hielten vor allem für mich ne goldglänzende Überraschung bereit!
Und jetzt?
Ich habe versucht möglichst spoilerfrei zu schreiben und auch explizite Handlungsstränge auszulassen – muss aber nun zur kalt-nüchternen Punktbewertung kommen.
Hat Regisseur James Gunn es erneut geschafft einen Hit wie Teil 1 abzuliefern?
Ja. Definitiv! Ein Hit ist der Film auf jeden Fall! Ihm fehlt etwas die unbeschwerte Leichtigkeit und der grundanarchische Ton von Teil 1- was aber auch der Tatsache geschuldet ist, dass sich das Team ja schon gefunden hat. Und noch einmal Kennenlernen funktioniert vielleicht bei Spezies ohne Kurzzeitgedächtnis- aber nicht im Filmgenre.
Darum ist ja das Fortsetzen erfolgreicher Filme immer ne schwierige Sache. Ich war jedenfalls während des Films begeistert mit welchem Detailreichtum hier Sternensysteme, Zivilisationen und Handlungsorte gezeigt werden! Dafür gäbe es von mir normal die Höchstwertung. Denn an Schauwerten ist es GANZ GANZ GROSSES Kino!
Leider muss man für die Handlung ein paar Pünktchen abziehen- ebenso wie für den Schurken des Films. Jedoch nur im Mittelteil- nicht im Finale.
Dickes Pfund mit dem GotG2 glänzen und alles überstrahlen kann sind natürlich die Helden der Geschichte und ihr „Dunstkreis“ wie Nebula und Yondu Udonta. Dieses Plus trägt den Film und macht ihn sehr gelungen, unterhaltsam und ließ mich persönlich mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gehen-bzw. fahren.
Der Soundtrack tut ein übriges dazu. Bester Rock aus den 60er, 70igern und sogar Mr. David Hasselhoff singt ein Liedchen! Was will man mehr? Tipp von mir: Bier auf, „Mr.Blue Sky“ von ELO angeschmissen und nocheinmal die Filmkritik lesen. J
Kurzum:
Guardians of the Galaxy 2 ist erneut ein unterhaltsamer Kinofilm. Oft kratzt er an der Höchstbewertung, aufgrund einiger Schwächen im Mittelteil reicht es dazu aber nicht ganz.
Beinahe hätte er den neuen Marvel Klassenprimus vom ersten Platz verdrängt, aber eben nur beinahe. So bleibt es bei einer allen Ehren werten guten Vorstellung und gelungenen Fortsetzung von Teil. 2 bis 2+.
Damit vielen Dank für Eure Geduld beim Lesen und bis zur nächsten Filmkritik.
U.
Nachtrag: am Montag geben wir den Gewinner des letzten Filmrätsels bekannt!!!!!!!!

Geschütteltes Bier auf der großen Leinwand

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Oh! eine Feuermuse, die hinan
Den hellsten Himmel der Erfindung stiege!
Ein Reich zur Bühne, Prinzen drauf zu spielen,
Monarchen, um der Szene Pomp zu schaun!
Doch verzeiht, ihr Teuren,
Dem schwunglos seichten Geiste, ders gewagt,
Auf dies unwürdige Gerüst zu bringen
Solch großen Vorwurf.
O so verzeiht, weil ja in engem Raum
Ein krummer Zug für Millionen zeugt,
Und laßt uns Nullen dieser großen Summe,
Ergänzt mit dem Gedanken unsre Mängel,
Zerlegt in tausend Teile einen Mann
Und schaffet eingebildete Heereskraft.
Denkt, wenn wir Pferde nennen, dass ihr sie
Den stolzen Huf seht in die Erde prägen;
Denn euer Sinn muß unsre Kön’ge schmücken.
Bringt hin und her sie, überspringt die Zeiten,
Verkürzet das Ereignis manches Jahrs
Zum Stundenglase. Daß ich dies verrichte,
Nehmt mich zum Chorus an für die Geschichte,
Der als Prolog euch bittet um Geduld;
Hört denn und richtet unser Stück mit Huld!

So oder so ähnlich…. Oder  aber exakt genau so hätte wohl der große William Shakespeare eine Filmrezension begonnen!

Ich bemühe mich um diese großen Worte und habe sie für meine Zwecke „Zuguttengebergt“ sprich abgeschrieben, da ich heute eine Shakespeare Verfilmung besprechen möchte:

Macbeth

So wie ich unsere Leserschaft bisher kennen lernte, was zum Beispiel das Lösen von Rätseln angeht, denken sich jetzt viele „ Geil! Was neues bei MacDonald’s!“

Aber nein es ist tatsächlich ein Film!

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2015

Dauer: 113 min

Regisseur: Justin Kurzel

Schauspieler:

Michael Fassbender (Macbeth)

Marion Cotillard (Lady Macbeth)

David Thewlis (Duncan)

Sean Harris (Macduff)

Die Handlung dürfte dem ein oder anderen bekannt sein:

Macbeth, Heerführer des schottischen König Duncan, schlägt einen Aufstand gegen eben jenen nieder. Das gefällt dem König sehr und zum Dank macht er dem Wohnsitz Macbeth‘s die Aufwartung. Eigentlich eine gute Idee, wären da nicht die Weiber ! Hier in Gestalt von 3 Schicksalshippen und der angetrauten Lady Macbeth. Die  Schicksalshippen (oder auch Hexen) prophezeien ihm, dass er König von Schottland wird. Als er das seiner Frau erzählt um wohl davon abzulenken was er mit 3 Ischen im Wald gemacht hat, hält diese das für ne suuuuuper Idee! Königin werden ist töfte und so und beschleunigt sie das ganze Königsnachfolgegedöns indem sie ihrem Mann bittet er möchte doch den König bei seinem Besuch töten… das macht der brave Mann, anfangs sich noch zierend, dann auch – und fällt von seinem schlechten Gewissen geplagt dem Wahnsinn anheim. Was im Laufe der Geschichte zu weiteren Toten und einer Rachegeschichte der literarisch wertvollen Art führt.

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Dieser Film hat mir einiges Abverlangt!

Ist es Popkornkino? Auf keinen Fall!

Ist es Unterhaltung? Noch nicht einmal das!

Ist es Sehenswert? Auf jeden Fall!

Es ist anstrengend diesen Film zu schauen. Die „Shakespearesprache“ fordert dem Zuschauer die ganze Aufmerksamkeit und alle Konzentration ab! Man möchte einfach keinen Satz verpassen! William Shakespeare schafft einem Satz mehr Ausdruck, Gewalt, Furcht, Beklemmung, Zweifel aber auch Freude zu verleihen als es ganze Geschichten von Möchtegernautoren tun!

Belohnt wird der Zuschauer mit großartigen Dialogen, die auch leicht Eingang in das RPG von manchen unserer Leser finden könnten.

Einer Bildgewalt die dank dem Cinematographer Adam Arkapaw (der auch die Bilder von True Detective I inszeniert hat) seines gleichen sucht.

Einer Musikabmischung die dem Zuhörer unbehagen verschafft und den geistigen Niedergang unseres Protagonisten aufs trefflichste Unterstreicht!

Und zu guter Letzt das Beste: Die Schauspielkunst! Was Marion Cottilard als falsche Schlange darbietet ist schon Klasse! Aber dann kommt die Weltklasse: Michael Fassbender dem man fast in jeder Einstellung den steigenden Wahnsinn ansehen kann und Sean Harris als Rachenengel, dermaßen intensiv gespielt, übertreffen die des Jokers Heath Ledger’s um ein vielfaches (ohne dessen Leistung herabwürdigen zu wollen).

Ich werde diesmal keine Sterne, Schwerter oder abgeschlagene Köpfe als Bewertungsmaßstab nehmen… ich werde, William Shakespeare angemessen, Worte bemühen:

Dieser Film ist ein Kunstwerk… ähnlich beispielsweise Gemälden welche man bei einem Museumsbesuchs finden kann! Man amüsiert sich nicht kaputt oder hat Spaß ohne Ende, aber man ist von den Kunstschaffenden beindruckt, manchmal sogar nachhaltig begeistert! Genießt den Film, vielleicht bei einem Glas Wein, mit der Aufmerksamkeit die er verdient, lasst euch nicht ablenken und Ihr werdet mit einem Kunstwerk des Genres Film belohnt! Damit sind wir am Ende de Kritik. Lasst Sie mich mit einem Zitat beenden:

„Ich habe keine Worte, meine Stimme ist nur in meinem Schwert“

Und wie jedes Mal bei der ORIGINAL Filmkritik von U.J.M. gibt es auch diesmal etwas zu gewinnen!

Das Rätsel lautet diesmal: Von dem Prolog welchen Shakespeare Werkes hat sich U.J.M. bei der Einleitung dieser Filmkritik inspirieren lassen?

Zu gewinnen gibt’s diesmal ein, Trommelwirbel, Ritteressen! – welches Du bezahlst UJM (Anm. d. Red.)

 

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Hinweis: Am Sonntag gibt es auf diesem Blog einen  Film Gast Beitrag des unglaublichen U.!!!!!! Nicht verpassen