Der unglaubliche U. rezensiert GOTG2

Bildergebnis für gotg 2Filmkritik zu Guardians of the Galaxy –Volume 2
Nichteinmal drei Jahre ist es nun her, dass ein neues Kapitel im MCU (Marvel Cinematic Universe) begonnen wurde: das kosmisch-komische Kapitel.
Vertreten wird dieses Sub-Genre in einem Sub-Genre von den ebenso überraschend guten wie auch überraschend seltsamen Guardians of the Galaxy.
Mal ganz ehrlich unter uns Nerds: ein Baum, ein Waschbär, grünhäutige Frauen? Bekannterweise trifft man derartige Personen bzw. Wesen bei jedem Pen and Paper Fantasyabend bei einer Zufallsbegegnung, aber in einem abendfüllenden Kinofilm als Protagonisten? Ja! Doch!
Und so kam es 2014 zu einem eklatanten Ausbruch von Freude bei mir persönlich als ich dieses Team, diese Action und diesen Humor im Kino- zweimal wohlgemerkt- bestaunen durfte! GotG 1 schlug ein wie ein Mjölnirhammer auf einen Asteroiden!
Dies bedeutet natürlich für den zweiten Teil eines solchen Überraschungshits: Augen auf, Ohren auf! Erwartungen nach oben schrauben! James Gunn, der Regisseur der beiden Teile hat es damit nicht leicht- gilt es doch erneut einen Hit abzuliefern.
Denn wie der Deutsche es tief in seiner kritischen Seele halt ist- er sucht Fehler, Unstimmigkeiten und Unpassendes. Denn egal wie hoch jemand steigt: in unserem schönen Land gilt es solche Leute bzw. Comichelden ganz schnell wieder runterzuziehen!
Dagegen wird sich keiner wohl aussprechen. Selbst wir Comic- und Filmnerds wollen uns ergötzen am eigenen Wissen, an der eigenen Überlegenheit gegenüber dem anderen Diskutanten, sonnen im Glanz unseres Wissens und unseres Könnens.
Kann man mit dieser boshaften Grundeinstellung Filme korrekt und appetitlich bewerten? Ich weiß es nicht, aber ich will es versuchen. Nun jedoch in medias res….auf zur Bewertung des Films „Guardians of the Galaxy 2“ (Bzw. GoTG –Vol.2 als quantenumkehrende Abkürzung)
Erzählte Geschichten fußen häufig auf drei Bestandteilen: Anfang, Mittelteil und Schluss. Und eben diese drei Teile unterscheiden sich in Qualität und Unterhaltung bei GotG 2. Dieser Tatsache bewusst, stelle ich mich mal beim Bewerten.
Den Anfang des Films würde ich als kleine Beantwortung  offener Fragen des erstenTeils betrachten. Herkunftsgeschichten bzw. genetische Ausgangslagen bestimmter Protagonisten werden beantwortet und es wird mit Wucht und 80er Style der Soundtrack in die Ohren gehämmert! Zum Soundtrack an sich komme ich später noch…:)
Es folgt eine KAMPFERÖFFNUNGSSZENE die sich in meinen Ermessen nach gewaschen hat: Action, Action und ein Groot der einem die Lachtränen in die Augen steigen lässt.
Neben einem Feuerwerk an Gags, knackigen Onelinern und kleinen Späßen wird hier vor allem die Truppe an Helden (wieder-) eingeführt. Und die Chemie in dieser seltsam-obskuren Superheldentruppe stimmt und unterhält. Wer immer auch im ersten Teil die Charaktäre gut und unterhaltsam fand wird auch im zweiten Teil unterhalten.
Den Anfangsteil des Films- neben Auftritten einiger Hollywoodgrößen, die ehrenhaft in die Jahre gekommen sind („Adriiiiiiiiaaaaaaaaan!“) – kann man nur als kosmische Tour de Force et du Farce bezeichnen. Planeten, Außerirdische, Raumschiffe, Settings werden vorgestellt und eingeführt und es gibt Schauwerte ohne Ende. Ich saß begeistert und bestens gelaunt auf der Suche nach kleinen Marvelhäppchen im Kinosessel. Und ja: wer suchet- der findet. Wer sich im Marvel-Universum auskennt, der findet all die kleinen und großen Goodies die den Nerds Freude machen. (Stichwort: Völker, Raumschiffe, Orte).
Bis hierhin läuft alles glatt in diesem Film! Maximalschub auf Höchstpunktzahl würde ich sagen! Da wackelt der Thron von Dr.Strange  (den ich aktuell als beste Marvel-Verfilmung ansehe). Leider bestehen erzählte Geschichten häufig aus bla bla…ihr wisst schon :)………….
Mittelteil beinhaltet Verwicklungen und auch die Trennung der Crew in zwei handelnde Parteien an unterschiedlichen Orten im All. Kann man von halten, was man will- ich persönlich hielt auch im Kino nicht viel davon. Dies – und der Auftritt eines Celestials (Gott mit kleinem g am Anfang!) – sorgt für ein gefühltes Runterschrauben auf gewohntes SciFi Filmniveau. Es wird von der Qualität im Mittelteil gefasster und lässt einen bekümmert an die Genialität des Anfangs denken….nun ja: wichtig für die Handlung und vor allem für die Charakterentwicklung ist dieser Filmabschnitt. Hier zeigt sich aber auch wieso das Trennen einer eingespielten Unterhaltungstruppe wie den Guardians halt wenig Sinn macht. Getrennte Wege = getrennter minimierter Spaß!!
Zum Glück führen alle Wege nach Rom, äh zu einem  Planeten der ebenso viele Buchstaben hat (Ja? Richtig! Planet erkannt! Du bist ein feiner Comicnerd!) . Und damit führt alles auf das Grande Finale zu…..
Der Schlussteil bietet erneut Action im großen Maßstab- optisch wie auch in der Ebene dass es quasi die Galaxie zu retten gilt. Auch unsere gute Erde bleibt nicht ausgespart! (Darauf nehmen die noch bestimmt Bezug bei Marvel denk ich mir da im Kinosessel).
Protagonist und Antagonist fighten was das Zeug hält….CGI zeigt was es mit vielen Budgetcredits so kann und es knallt und scheppert ordentlich. Am wichtigsten jedoch erschien mir im Finale die Frage nach Klebeband. J Ich kann mir, außer bei diesen Filmen, so etwas Absurdes wie diese Grundfrage nicht vorstellen…. Brilliant!
Dann jedoch kommt das Radikalfinale mit Wucht und Emotionalität. Ohne den Spoilergrad in unermessliche Quasarhöhen zu treiben: sagt Tschööö zu einem liebgewonnenen Charakter (oder Charakterin?). Dieses Ende mit viel Herz und mit viel Liebe zum Detail gestaltet ,versöhnt mich persönlich etwas mit dem Mittelteil.
Ende! Ach nee: Sitzen bleiben! 5 Abspannszenen unterhalten einen bestens und hielten vor allem für mich ne goldglänzende Überraschung bereit!
Und jetzt?
Ich habe versucht möglichst spoilerfrei zu schreiben und auch explizite Handlungsstränge auszulassen – muss aber nun zur kalt-nüchternen Punktbewertung kommen.
Hat Regisseur James Gunn es erneut geschafft einen Hit wie Teil 1 abzuliefern?
Ja. Definitiv! Ein Hit ist der Film auf jeden Fall! Ihm fehlt etwas die unbeschwerte Leichtigkeit und der grundanarchische Ton von Teil 1- was aber auch der Tatsache geschuldet ist, dass sich das Team ja schon gefunden hat. Und noch einmal Kennenlernen funktioniert vielleicht bei Spezies ohne Kurzzeitgedächtnis- aber nicht im Filmgenre.
Darum ist ja das Fortsetzen erfolgreicher Filme immer ne schwierige Sache. Ich war jedenfalls während des Films begeistert mit welchem Detailreichtum hier Sternensysteme, Zivilisationen und Handlungsorte gezeigt werden! Dafür gäbe es von mir normal die Höchstwertung. Denn an Schauwerten ist es GANZ GANZ GROSSES Kino!
Leider muss man für die Handlung ein paar Pünktchen abziehen- ebenso wie für den Schurken des Films. Jedoch nur im Mittelteil- nicht im Finale.
Dickes Pfund mit dem GotG2 glänzen und alles überstrahlen kann sind natürlich die Helden der Geschichte und ihr „Dunstkreis“ wie Nebula und Yondu Udonta. Dieses Plus trägt den Film und macht ihn sehr gelungen, unterhaltsam und ließ mich persönlich mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gehen-bzw. fahren.
Der Soundtrack tut ein übriges dazu. Bester Rock aus den 60er, 70igern und sogar Mr. David Hasselhoff singt ein Liedchen! Was will man mehr? Tipp von mir: Bier auf, „Mr.Blue Sky“ von ELO angeschmissen und nocheinmal die Filmkritik lesen. J
Kurzum:
Guardians of the Galaxy 2 ist erneut ein unterhaltsamer Kinofilm. Oft kratzt er an der Höchstbewertung, aufgrund einiger Schwächen im Mittelteil reicht es dazu aber nicht ganz.
Beinahe hätte er den neuen Marvel Klassenprimus vom ersten Platz verdrängt, aber eben nur beinahe. So bleibt es bei einer allen Ehren werten guten Vorstellung und gelungenen Fortsetzung von Teil. 2 bis 2+.
Damit vielen Dank für Eure Geduld beim Lesen und bis zur nächsten Filmkritik.
U.
Nachtrag: am Montag geben wir den Gewinner des letzten Filmrätsels bekannt!!!!!!!!
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4 Kommentare zu “Der unglaubliche U. rezensiert GOTG2

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