Des Rätsels Lösung

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WIIIIIEEEEEERRR haben einen Gewinner! Endlich konnte eines der vielen anspruchsvollen Rätsel richtig gelöst werden!
Ein Sommernachtstraum!
Mit dieser Antwort von Puck1609 wäre ein Ritteressen weiterhin ein Traum geblieben!
Es ist natürlich Heinrich der Fünfte, wie sich Puck1609 richtigerweise korrigierte!
Die Krötor Redaktion gratuliert die recht herzlich! Und du musst dein Rittersessen NATÜRLICH nicht selbst bezahlen!
Bitte sende uns deine Adresse zu lieber Puck1609. Wir haben schon bei vielen Mittelaltermärkten mit Tjosten Spektakel angefragt! Sollte da ein Ritter ohne familiäre Bindung oder nahen Angehörigen zu Schaden kommen und von einer Lanze aufgespießt werden wird ein Versand seiner sterblichen Überreste umgehend an dich veranlasst! Wir wünschen: GUTEN APPETIT! P.s.: Natürlich darfst du dann so viele Freunde und Mitesser einladen wie du magst!
Viele Grüße und bis zum nächsten mal
Euer U.J.M.
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Der unglaubliche U. rezensiert GOTG2

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Bildergebnis für gotg 2Filmkritik zu Guardians of the Galaxy –Volume 2
Nichteinmal drei Jahre ist es nun her, dass ein neues Kapitel im MCU (Marvel Cinematic Universe) begonnen wurde: das kosmisch-komische Kapitel.
Vertreten wird dieses Sub-Genre in einem Sub-Genre von den ebenso überraschend guten wie auch überraschend seltsamen Guardians of the Galaxy.
Mal ganz ehrlich unter uns Nerds: ein Baum, ein Waschbär, grünhäutige Frauen? Bekannterweise trifft man derartige Personen bzw. Wesen bei jedem Pen and Paper Fantasyabend bei einer Zufallsbegegnung, aber in einem abendfüllenden Kinofilm als Protagonisten? Ja! Doch!
Und so kam es 2014 zu einem eklatanten Ausbruch von Freude bei mir persönlich als ich dieses Team, diese Action und diesen Humor im Kino- zweimal wohlgemerkt- bestaunen durfte! GotG 1 schlug ein wie ein Mjölnirhammer auf einen Asteroiden!
Dies bedeutet natürlich für den zweiten Teil eines solchen Überraschungshits: Augen auf, Ohren auf! Erwartungen nach oben schrauben! James Gunn, der Regisseur der beiden Teile hat es damit nicht leicht- gilt es doch erneut einen Hit abzuliefern.
Denn wie der Deutsche es tief in seiner kritischen Seele halt ist- er sucht Fehler, Unstimmigkeiten und Unpassendes. Denn egal wie hoch jemand steigt: in unserem schönen Land gilt es solche Leute bzw. Comichelden ganz schnell wieder runterzuziehen!
Dagegen wird sich keiner wohl aussprechen. Selbst wir Comic- und Filmnerds wollen uns ergötzen am eigenen Wissen, an der eigenen Überlegenheit gegenüber dem anderen Diskutanten, sonnen im Glanz unseres Wissens und unseres Könnens.
Kann man mit dieser boshaften Grundeinstellung Filme korrekt und appetitlich bewerten? Ich weiß es nicht, aber ich will es versuchen. Nun jedoch in medias res….auf zur Bewertung des Films „Guardians of the Galaxy 2“ (Bzw. GoTG –Vol.2 als quantenumkehrende Abkürzung)
Erzählte Geschichten fußen häufig auf drei Bestandteilen: Anfang, Mittelteil und Schluss. Und eben diese drei Teile unterscheiden sich in Qualität und Unterhaltung bei GotG 2. Dieser Tatsache bewusst, stelle ich mich mal beim Bewerten.
Den Anfang des Films würde ich als kleine Beantwortung  offener Fragen des erstenTeils betrachten. Herkunftsgeschichten bzw. genetische Ausgangslagen bestimmter Protagonisten werden beantwortet und es wird mit Wucht und 80er Style der Soundtrack in die Ohren gehämmert! Zum Soundtrack an sich komme ich später noch…:)
Es folgt eine KAMPFERÖFFNUNGSSZENE die sich in meinen Ermessen nach gewaschen hat: Action, Action und ein Groot der einem die Lachtränen in die Augen steigen lässt.
Neben einem Feuerwerk an Gags, knackigen Onelinern und kleinen Späßen wird hier vor allem die Truppe an Helden (wieder-) eingeführt. Und die Chemie in dieser seltsam-obskuren Superheldentruppe stimmt und unterhält. Wer immer auch im ersten Teil die Charaktäre gut und unterhaltsam fand wird auch im zweiten Teil unterhalten.
Den Anfangsteil des Films- neben Auftritten einiger Hollywoodgrößen, die ehrenhaft in die Jahre gekommen sind („Adriiiiiiiiaaaaaaaaan!“) – kann man nur als kosmische Tour de Force et du Farce bezeichnen. Planeten, Außerirdische, Raumschiffe, Settings werden vorgestellt und eingeführt und es gibt Schauwerte ohne Ende. Ich saß begeistert und bestens gelaunt auf der Suche nach kleinen Marvelhäppchen im Kinosessel. Und ja: wer suchet- der findet. Wer sich im Marvel-Universum auskennt, der findet all die kleinen und großen Goodies die den Nerds Freude machen. (Stichwort: Völker, Raumschiffe, Orte).
Bis hierhin läuft alles glatt in diesem Film! Maximalschub auf Höchstpunktzahl würde ich sagen! Da wackelt der Thron von Dr.Strange  (den ich aktuell als beste Marvel-Verfilmung ansehe). Leider bestehen erzählte Geschichten häufig aus bla bla…ihr wisst schon :)………….
Mittelteil beinhaltet Verwicklungen und auch die Trennung der Crew in zwei handelnde Parteien an unterschiedlichen Orten im All. Kann man von halten, was man will- ich persönlich hielt auch im Kino nicht viel davon. Dies – und der Auftritt eines Celestials (Gott mit kleinem g am Anfang!) – sorgt für ein gefühltes Runterschrauben auf gewohntes SciFi Filmniveau. Es wird von der Qualität im Mittelteil gefasster und lässt einen bekümmert an die Genialität des Anfangs denken….nun ja: wichtig für die Handlung und vor allem für die Charakterentwicklung ist dieser Filmabschnitt. Hier zeigt sich aber auch wieso das Trennen einer eingespielten Unterhaltungstruppe wie den Guardians halt wenig Sinn macht. Getrennte Wege = getrennter minimierter Spaß!!
Zum Glück führen alle Wege nach Rom, äh zu einem  Planeten der ebenso viele Buchstaben hat (Ja? Richtig! Planet erkannt! Du bist ein feiner Comicnerd!) . Und damit führt alles auf das Grande Finale zu…..
Der Schlussteil bietet erneut Action im großen Maßstab- optisch wie auch in der Ebene dass es quasi die Galaxie zu retten gilt. Auch unsere gute Erde bleibt nicht ausgespart! (Darauf nehmen die noch bestimmt Bezug bei Marvel denk ich mir da im Kinosessel).
Protagonist und Antagonist fighten was das Zeug hält….CGI zeigt was es mit vielen Budgetcredits so kann und es knallt und scheppert ordentlich. Am wichtigsten jedoch erschien mir im Finale die Frage nach Klebeband. J Ich kann mir, außer bei diesen Filmen, so etwas Absurdes wie diese Grundfrage nicht vorstellen…. Brilliant!
Dann jedoch kommt das Radikalfinale mit Wucht und Emotionalität. Ohne den Spoilergrad in unermessliche Quasarhöhen zu treiben: sagt Tschööö zu einem liebgewonnenen Charakter (oder Charakterin?). Dieses Ende mit viel Herz und mit viel Liebe zum Detail gestaltet ,versöhnt mich persönlich etwas mit dem Mittelteil.
Ende! Ach nee: Sitzen bleiben! 5 Abspannszenen unterhalten einen bestens und hielten vor allem für mich ne goldglänzende Überraschung bereit!
Und jetzt?
Ich habe versucht möglichst spoilerfrei zu schreiben und auch explizite Handlungsstränge auszulassen – muss aber nun zur kalt-nüchternen Punktbewertung kommen.
Hat Regisseur James Gunn es erneut geschafft einen Hit wie Teil 1 abzuliefern?
Ja. Definitiv! Ein Hit ist der Film auf jeden Fall! Ihm fehlt etwas die unbeschwerte Leichtigkeit und der grundanarchische Ton von Teil 1- was aber auch der Tatsache geschuldet ist, dass sich das Team ja schon gefunden hat. Und noch einmal Kennenlernen funktioniert vielleicht bei Spezies ohne Kurzzeitgedächtnis- aber nicht im Filmgenre.
Darum ist ja das Fortsetzen erfolgreicher Filme immer ne schwierige Sache. Ich war jedenfalls während des Films begeistert mit welchem Detailreichtum hier Sternensysteme, Zivilisationen und Handlungsorte gezeigt werden! Dafür gäbe es von mir normal die Höchstwertung. Denn an Schauwerten ist es GANZ GANZ GROSSES Kino!
Leider muss man für die Handlung ein paar Pünktchen abziehen- ebenso wie für den Schurken des Films. Jedoch nur im Mittelteil- nicht im Finale.
Dickes Pfund mit dem GotG2 glänzen und alles überstrahlen kann sind natürlich die Helden der Geschichte und ihr „Dunstkreis“ wie Nebula und Yondu Udonta. Dieses Plus trägt den Film und macht ihn sehr gelungen, unterhaltsam und ließ mich persönlich mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gehen-bzw. fahren.
Der Soundtrack tut ein übriges dazu. Bester Rock aus den 60er, 70igern und sogar Mr. David Hasselhoff singt ein Liedchen! Was will man mehr? Tipp von mir: Bier auf, „Mr.Blue Sky“ von ELO angeschmissen und nocheinmal die Filmkritik lesen. J
Kurzum:
Guardians of the Galaxy 2 ist erneut ein unterhaltsamer Kinofilm. Oft kratzt er an der Höchstbewertung, aufgrund einiger Schwächen im Mittelteil reicht es dazu aber nicht ganz.
Beinahe hätte er den neuen Marvel Klassenprimus vom ersten Platz verdrängt, aber eben nur beinahe. So bleibt es bei einer allen Ehren werten guten Vorstellung und gelungenen Fortsetzung von Teil. 2 bis 2+.
Damit vielen Dank für Eure Geduld beim Lesen und bis zur nächsten Filmkritik.
U.
Nachtrag: am Montag geben wir den Gewinner des letzten Filmrätsels bekannt!!!!!!!!

Geschütteltes Bier auf der großen Leinwand

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Oh! eine Feuermuse, die hinan
Den hellsten Himmel der Erfindung stiege!
Ein Reich zur Bühne, Prinzen drauf zu spielen,
Monarchen, um der Szene Pomp zu schaun!
Doch verzeiht, ihr Teuren,
Dem schwunglos seichten Geiste, ders gewagt,
Auf dies unwürdige Gerüst zu bringen
Solch großen Vorwurf.
O so verzeiht, weil ja in engem Raum
Ein krummer Zug für Millionen zeugt,
Und laßt uns Nullen dieser großen Summe,
Ergänzt mit dem Gedanken unsre Mängel,
Zerlegt in tausend Teile einen Mann
Und schaffet eingebildete Heereskraft.
Denkt, wenn wir Pferde nennen, dass ihr sie
Den stolzen Huf seht in die Erde prägen;
Denn euer Sinn muß unsre Kön’ge schmücken.
Bringt hin und her sie, überspringt die Zeiten,
Verkürzet das Ereignis manches Jahrs
Zum Stundenglase. Daß ich dies verrichte,
Nehmt mich zum Chorus an für die Geschichte,
Der als Prolog euch bittet um Geduld;
Hört denn und richtet unser Stück mit Huld!

So oder so ähnlich…. Oder  aber exakt genau so hätte wohl der große William Shakespeare eine Filmrezension begonnen!

Ich bemühe mich um diese großen Worte und habe sie für meine Zwecke „Zuguttengebergt“ sprich abgeschrieben, da ich heute eine Shakespeare Verfilmung besprechen möchte:

Macbeth

So wie ich unsere Leserschaft bisher kennen lernte, was zum Beispiel das Lösen von Rätseln angeht, denken sich jetzt viele „ Geil! Was neues bei MacDonald’s!“

Aber nein es ist tatsächlich ein Film!

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2015

Dauer: 113 min

Regisseur: Justin Kurzel

Schauspieler:

Michael Fassbender (Macbeth)

Marion Cotillard (Lady Macbeth)

David Thewlis (Duncan)

Sean Harris (Macduff)

Die Handlung dürfte dem ein oder anderen bekannt sein:

Macbeth, Heerführer des schottischen König Duncan, schlägt einen Aufstand gegen eben jenen nieder. Das gefällt dem König sehr und zum Dank macht er dem Wohnsitz Macbeth‘s die Aufwartung. Eigentlich eine gute Idee, wären da nicht die Weiber ! Hier in Gestalt von 3 Schicksalshippen und der angetrauten Lady Macbeth. Die  Schicksalshippen (oder auch Hexen) prophezeien ihm, dass er König von Schottland wird. Als er das seiner Frau erzählt um wohl davon abzulenken was er mit 3 Ischen im Wald gemacht hat, hält diese das für ne suuuuuper Idee! Königin werden ist töfte und so und beschleunigt sie das ganze Königsnachfolgegedöns indem sie ihrem Mann bittet er möchte doch den König bei seinem Besuch töten… das macht der brave Mann, anfangs sich noch zierend, dann auch – und fällt von seinem schlechten Gewissen geplagt dem Wahnsinn anheim. Was im Laufe der Geschichte zu weiteren Toten und einer Rachegeschichte der literarisch wertvollen Art führt.

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Dieser Film hat mir einiges Abverlangt!

Ist es Popkornkino? Auf keinen Fall!

Ist es Unterhaltung? Noch nicht einmal das!

Ist es Sehenswert? Auf jeden Fall!

Es ist anstrengend diesen Film zu schauen. Die „Shakespearesprache“ fordert dem Zuschauer die ganze Aufmerksamkeit und alle Konzentration ab! Man möchte einfach keinen Satz verpassen! William Shakespeare schafft einem Satz mehr Ausdruck, Gewalt, Furcht, Beklemmung, Zweifel aber auch Freude zu verleihen als es ganze Geschichten von Möchtegernautoren tun!

Belohnt wird der Zuschauer mit großartigen Dialogen, die auch leicht Eingang in das RPG von manchen unserer Leser finden könnten.

Einer Bildgewalt die dank dem Cinematographer Adam Arkapaw (der auch die Bilder von True Detective I inszeniert hat) seines gleichen sucht.

Einer Musikabmischung die dem Zuhörer unbehagen verschafft und den geistigen Niedergang unseres Protagonisten aufs trefflichste Unterstreicht!

Und zu guter Letzt das Beste: Die Schauspielkunst! Was Marion Cottilard als falsche Schlange darbietet ist schon Klasse! Aber dann kommt die Weltklasse: Michael Fassbender dem man fast in jeder Einstellung den steigenden Wahnsinn ansehen kann und Sean Harris als Rachenengel, dermaßen intensiv gespielt, übertreffen die des Jokers Heath Ledger’s um ein vielfaches (ohne dessen Leistung herabwürdigen zu wollen).

Ich werde diesmal keine Sterne, Schwerter oder abgeschlagene Köpfe als Bewertungsmaßstab nehmen… ich werde, William Shakespeare angemessen, Worte bemühen:

Dieser Film ist ein Kunstwerk… ähnlich beispielsweise Gemälden welche man bei einem Museumsbesuchs finden kann! Man amüsiert sich nicht kaputt oder hat Spaß ohne Ende, aber man ist von den Kunstschaffenden beindruckt, manchmal sogar nachhaltig begeistert! Genießt den Film, vielleicht bei einem Glas Wein, mit der Aufmerksamkeit die er verdient, lasst euch nicht ablenken und Ihr werdet mit einem Kunstwerk des Genres Film belohnt! Damit sind wir am Ende de Kritik. Lasst Sie mich mit einem Zitat beenden:

„Ich habe keine Worte, meine Stimme ist nur in meinem Schwert“

Und wie jedes Mal bei der ORIGINAL Filmkritik von U.J.M. gibt es auch diesmal etwas zu gewinnen!

Das Rätsel lautet diesmal: Von dem Prolog welchen Shakespeare Werkes hat sich U.J.M. bei der Einleitung dieser Filmkritik inspirieren lassen?

Zu gewinnen gibt’s diesmal ein, Trommelwirbel, Ritteressen! – welches Du bezahlst UJM (Anm. d. Red.)

 

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Hinweis: Am Sonntag gibt es auf diesem Blog einen  Film Gast Beitrag des unglaublichen U.!!!!!! Nicht verpassen