Nachruf auf einen Lebenden…

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Hallo liebe Leserschaft! Heute wird es, aus sehr aktuellem Anlass und, weil dieses traurige Ereignis nicht an jemandem vorbei gehen kann, der sich Filmfreund schimpft, eine Nachruf geben. Ein Schauspieler hat letzte Woche bekannt gegeben, sein Filmschaffen zu beenden. Er wird nicht mehr vor der Kamera stehen. „Einer der besten“, „großartig“, oder etwa „super gut“ wird diesem Schauspieler nicht ansatzweise gerecht.

Es handelt sich um nicht mehr oder weniger als einen Schauspielgott in einem Olymp, in dem es – neben ihm – vielleicht noch eine Handvoll anderer gibt.
Ich möchte heute Daniel Day-Lewis die letzte, meine, in einen Blogbeitrag gefasste, Ehre erweisen.

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Wie fängt einen solchen Nachruf an?… am besten wie eine Rezension! Mit den

Harten Fakten:

Daniel Day-Lewis
Vollständiger Name: Sir Daniel Michael Blake Day-Lewis
Geboren am: 29.04.1957
Geboren in: Greenwich, Vereinigtes Königreich
Größe 1,87 m
Ehepartnerin: Rebecca Miller seit 1996

Filmisches Schaffen (kleine Auswahl)
• 1971: Sunday, Bloody Sunday
• 1982: Gandhi
• 1984: Die Bounty(The Bounty)
• 1985: Mein wunderbarer Waschsalon(My Beautiful Laundrette)
• 1985: Zimmer mit Aussicht(A Room with a View)
• 1986: Nanou
• 1988: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
• 1988: Stars and Bars
• 1989: Eversmile, New Jersey
• 1989: Mein linker Fuß(My Left Foot)
• 1992: Der letzte Mohikaner(The Last of the Mohicans)
• 1993: Zeit der Unschuld(The Age of Innocence)
• 1993: Im Namen des Vaters(In the Name of the Father)
• 1996: Hexenjagd(The Crucible)
• 1997: Der Boxer(The Boxer)
• 2002: Gangs of New York
• 2005: The Ballad of Jack and Rose
• 2007: There Will Be Blood
• 2009: Nine
• 2012: Lincoln

Karriereende: 20.06.2017

Nach der kurzen Vorstellung möchte ich Euch nun sagen, wieso er für mich ein ganz ganz großer Meister seines Fachs ist! Ob er als ausdrucksstarker Charakterdarsteller in Lincoln oder Im Namen des Vaters daher kommt oder als alles zerstörende Naturgewalt wie in There Will Be Blood oder Gangs of New York, es ist eine Freude und ein beeindruckendes Erlebnis, ihm bei seinem Spiel zuzuschauen.

Er schafft es wie kein anderer, Minuten eines Films, ohne Dialoge, ja sogar ohne Monologe einfach nur mit seiner Präsenz zu füllen! In Blockbustern ist er eher selten zu finden, lehnte beispielsweise die Rolle des Aragorn in Herr der Ringe ab, scheut sich nicht vor schwierigen, gesellschaftskritischen Themen, wie die Probleme der Katholiken und die Gewalt in Nordirland.

Seine Wandlungsfähigkeit und sein eingesetztes method acting sind beispiellos!
Als einziger Schauspieler erhielt er 3 Oscars als bester Hauptdarsteller (mein linker Fuß 1989 – There Will Be Blood 2007 – Lincoln 2012), die er sich auch absolut verdiente! Und ich meine richtig verdiente! Nicht so „Leonardo DiCaprio verdient“ der, zugegebener Weise, ziemlich oft – ziemlich gut war, aber noch nie wirklich brillierte als Schauspieler.

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Auf andere verliehene Preise, die, wie Ihr Euch denken könnt, es zu Hauf gibt möchte ich aus Platzgründen nicht näher eingehen. Wenn es noch drei erwähnenswerte Ehrungen in seiner Vita gibt, ist es einmal die Aufnahme in die American Academy of Arts and Sciences im Jahr 2011, die Verleihung der Ritterwürde von Prinz William im Jahr 2014 und einen Nachruf auf sein filmisches Schaffen in der Filmsparte des Krötor Blogs 2017.

Die letzte Hoffnung, die wahren Filmfans auf dieser Welt bleibt ist, dass er vielleicht genau wie im Jahr 2002 wieder zurückkommt, nachdem er sich eine 5 jährige Auszeit genommen hatte, um sich in Florenz dem Schumacherhandwerk zu widmen.
Allein schon deswegen hätte ich mir ihn bestens als Hauptdarsteller in dem Formel 1 Rennsport Biopic “Michael“ vorstellen können.

So liebe Gemeinde, ehrt den Künstler, wie man einen Künstler am besten ehrt: Schaut euch seine Kunst an! Und ich denke dann wird sich, wie auch bei mir, Begeisterung und Wehmut in Euch breit machen.

Wir sehen uns in 2 Wochen mit einer Rezension – Versprochen! Viele Grüße, mit einem weinenden Auge, Euer

U.J.M.

Fotos: Filmstarts.de, Moviepilot, whatculture.com

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Krötours – Krötor macht blau… El Ritual im Enchilada in Gießen

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Die Krötours Redaktion ist unermüdlich auf der Suche, um euch spannende Reiseziele und lukullische Neuigkeiten zu präsentieren. Die Redaktion scheut weder Kosten noch Mühen und geht auch an ihre persönlichen Grenzen und weit darüber hinaus. Für das kommende Kultgetränk haben wir eine der „Naja“-sten Städte Mittelhessens besucht: Gießen. Im Enchilada – wie der Name schon vermuten lässt – haben wir „El Ritual“ getestet. Man muss ein bisschen suchen, aber ganz hinten auf der Karte findet sich diese Rum-Spezialität aus Venezuela.

 

El Ritual wird auf einem Holzbrett serviert. Darauf zu finden sind vier Mal 2cl Rum, vier Limettenschnitze, Zucker und gemahlener Kaffee.

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Aperol, Hugo, Lillet, Gurkencocktails… ihr hattet eure Zeit, wart teilweise toll und teilweise gingt ihr gar nicht. Und das meist nur einen Sommer lang. Passt auf: There is a new kid in town.

Und so funktioniert es: Die Limette wird mit einer Seite in den Zucker getaucht, mit der anderen in den Kaffee. Sodann in die Limette gebissen und anschließend der Rum dazu getrunken. Das, das schmeckt, ist schwer vorstellbar, aber diese Kombination funktioniert erstaunlicherweise. Das Zusammenspiel der Geschmäcker zu sauer, zu süß, zu viel Kaffee einigt sich mit dem Rum im Abgang und hinterlässt einen angenehmen, interessanten Geschmack.

Beim verwendeten Rum handelt es sich um einen Pampero Aniversario. Meiner Meinung nach kein schlechter Rum in seinem Preissegment. Die Flasche liegt im Ladenverkauf bei ca. 25€, gelegentlich findet man ihn für knapp 20€. Man kann ihm jedoch eine deutliche Alkoholschärfe nicht absprechen, weshalb er gut mit der Zucker-Kaffee-Limette harmoniert. Das ist immer noch schwer zu glauben, aber hier könnt ihr „voll“ auf mich vertrauen. Der faire Preis für dieses Experiment liegt bei 10€.

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El Ritual, und schnell steht man Kopf und hat einen zu viel

Doch noch ein Wort zum Essen, welches geschmeckt hat. Natürlich gibt es bessere Mexikaner, ob in Gießen sei dahin gestellt. Unsere Empfehlung dazu: das hausgemachte mexikanische Bier und die Tiki Cocktails.

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Bier, wie es der Mexikaner trinkt. Also die mittelhessische Spezies. Nix für Gringos.

Si toma, no maneje y hasta luego!

Euer Farin Ferien

 

Selbstzweifel

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Hallo Leute,

in der heutigen Kolumne widmen wir uns einem klassischen Thema der modernen Bürokultur. Der Spülmaschine. Nun mag der ein oder andere anmerken, dass es Spülmaschinen nicht nur im Büro gibt. Das stimmt. Aber ich möchte mich hier der verschiedenen Spülmaschineneinräum (oder auch nicht) Typen annehmen.

In meiner langjährigen Büroerfahrung habe ich grob 4 verschiedene Arten dieser von Kaffee oder Tee heimgesuchten Spezies ausmachen können, die individuell und (in meinen Augen) ihrem Charakter entsprechend, die Spülmaschine nutzen, um ihre Tassen, Teller, Gläser,… wie Phönix aus der Asche, wieder in neuem Glanze erstrahlen zu lassen (oder auch nicht).

1. Der Ich-lasse-meine-Tasse-bewusst-stehen-damit-andere-sie-wegräumen-Typ
Hierbei handelt es sich meistens um höhere Angestellte oder gar den Chef der Firma. In den Augen dieser Personen haben sie sich einen Status erarbeitet. Sie verdienen gutes Geld, fahren teure Autos, reden mit wichtigen Personen und delegieren gerne auch mal. Warum also sollten sie ihre Tassen in die Spülmaschine einräumen? Das macht für sie keinerlei Sinn. Also bleibt die Tasse auf dem Schreibtisch stehen in der Hoffnung, bzw. Gewissheit, dass Lakaien die Arbeit übernehmen, die Tasse in die Spülmaschine einzuräumen. Ich kann die Ich-lasse-meine-Tasse-bewusst-stehen-damit-andere-sie-wegräumen-Typen zwar verstehen, heiße ihr Tun (bzw. nicht Tun) aber nicht gut. Schließlich ist es kein Akt, die Tasse wegzuräumen und nebenbei noch einen Smalltalk in der Küche zu halten, um das Team zu stärken.

2. Der Ich-räume-meine-Tasse-in-die-Spülmaschine-ein-Typ
Alles richtig gemacht. Du hast es drauf. Bist unendlich cool und wirst es im Leben zu etwas bringen. Alles, was Du anfasst, wird zu Gold. Heerscharen von Engeln werden kommen, um Dir zu huldigen. Man wird Dir ein Denkmal setzen und Legionen von Menschen werden Dich nie vergessen. Du weißt, wo das scheiß Pferd steht. Selbst Gott schaut ehrwürdig auf Dich herab und überlegt es sich zweimal, ob er mal wieder Erzengel Michael seinen Scheiß in die himmlische Spülmaschine einräumen lässt.

3. Der Ich-lasse-meine-Sachen-stehen-und-räume-sie-irgendwann-weg-Typ
Dieses possierliche Tierchen erwartet nicht, dass jemand seinen Kram wegräumt. Das Zeug bleibt einfach stehen. Was kein Problem darstellt, wenn es für eine Nacht oder einen anderen kurzen Zeitraum ist. Wird es doch weggeräumt. Aber spätestens, wenn die Tasse (belebt durch pilzartige Wesen) anfängt zu kommunizieren oder aber sich selbst zur rettenden Spülmaschine schleppt, sollte man überlegen einzugreifen.

4. Der Ich-stelle-meinen-Scheiß-auf-die-Spülmaschine-Typ
Mit diesem Sonderling kommen wir zum Kern der Kolumne. Was wollen diese Leute? Warum bringt man die Tasse zur Maschine und stellt sie dann einfach nur drauf? Wenn die Maschine läuft, ist das nachvollziehbar. Aber warum macht man das sonst? Geht es um Entscheidungsschwäche. Hat man Angst davor, nicht angesehen genug zu sein, um die Tasse auf dem Schreibtisch stehen zu lassen, damit sie weggeräumt wird. Angst davor, sein menschliches Versagen in einer Tasse zu sehen, die am nächsten Morgen nicht vom Schreibtisch weggeräumt wurde? So, dass man die Tasse auf die Maschine stellt und andere somit zwingt, selbige einzuräumen? Will man sich wichtig machen? Hat man vielleicht die Befürchtung, dass eine unaussprechliche Entität in der Spülmaschine haust, die einen direkt tötet, wenn man die Maschine öffnet? Denkt man vielleicht, in der Maschine sei ein schwarzes Loch und man würde das Raum-Zeit-Kontinuum stören oder gar zerstören, wenn man die Spülmaschine öffnet? Wo ist Euer Problem Leute?

Ich für meinen Teil stelle das Zeug immer direkt nach Feierabend rein. Ist am sinnigsten. Und wenn es mal eine Nacht steht, so passt das auch.

Stay tuned…

Rezi: Die Geschichten von Yggdrasil

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Hallo Leute,

ich muss gestehen, dass ich mir sehr viele Gedanken über diese Rezension gemacht habe. Nicht, weil das Buch schlecht ist, im Gegenteil. Es kommt mir jedoch etwas vor, als müsste ich die Bibel rezensieren. Wir reden hier von einer sehr alten Bibel, deren Ausdrucksweise wir nicht verstehen würden. Und diese Bibel wurde, von einem wundervollen Menschen, in die Moderne versetzt. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um „DIE“ Bibel, sondern um eine weitere Bibel. Derer gibt es in meinen Augen viele. Gibt es doch auch viele Götter und nicht nur den einen (in meinen Augen).

Jene Bibel hat einiges gemeinsam mit „DER“ Bibel, aber sie ist dennoch vollkommen anders. Luci van Org (meinen herzlichsten Dank an sie, für die Bereitstellung dieses Werkes) hat mit viel Herzblut, Fantasie, Weisheit und Intelligenz die alten nordischen Sagen in unsere Zeit transferiert. Und dies mit vollem Erfolg.

Ich verfiel den Sagen um Odin, Thor, Loki, Frigg,… und die Götter, Riesen, Zwerge,… wurden zu meinen Freunden. Ich freute mich jeden Abend aufs neue, diese Lektüre genießen zu dürfen. Uns werden hier Geschichten, rund um die nordischen Götter, erzählt. Es handelt sich um lustige, traurige, boshafte, bemerkenswerte und vor allem wissenswerte Dinge. Wir erfahren, wie die nordischen Götter noch heute unter uns sind.

Sei es in den Namen diverser Wochentage, z.B.: stammt der Name „Donnerstag“, von niemand geringerem, als Thor, dem Donnerer ab. Sei es die Tatsache, dass Menschen den Göttern mehr als ähnlich sind. Sei es die enge Beziehung zu „DER“ Bibel, schließlich haben die nordischen Götter unsere Welt, laut den Sagen, auch erschaffen. Sei es die enge Bindung der nordischen Götter zu den Menschen. Oder sei es und das ist wichtig(!), die Tatsache, dass Gastfreundlichkeit den Göttern mehr als alles andere bedeutete.

Letzteres wird leider durch diverse nationalsozialistische Gruppen anders dargestellt, die die nordischen Götter für sich beanspruchen und diese dadurch etwas „braun“ angestrichen haben. An dieser Stelle möchte ich nur sagen: „Ihr unwissenden Dämlacken.“ Die nordische Mythologie hat nichts, aber auch gar nichts, mit rechtem Gedankengut zu tun. Im Gegenteil! Das lässt sich aber erstens aus dem Buch herauslesen und ist zweitens sowieso klar, da solches Gedankengut keinen Platz hat. Leider bedienen sich immer wieder klägliche Randgruppen religiöser Hilfe, was aber einfach falsch ist.

Mich persönlich haben die Geschichten bereichert. Manche kannte ich schon, manche nicht. Ich fühlte mich teilweise an den ersten Part von „Das Leben und das Schreiben“, von Stephen King erinnert. Hier berichtet er von zusammenhanglosen Erinnerungsfetzen aus seiner Jugend, die doch irgendwie ein Ganzes ergeben (auch wenn Herr King dies bestreitet).

Und für Fans der aktuellen Serie (und des genialen Buches) „American Gods“, kommt dieses Werk auch gerade recht. Viele Charaktere sind mehrschichtiger, als zuerst gedacht. Schnell kommen das klassische Gut und Böse durcheinander. Niemand ist rein gut oder böse. Es vermischt sich. Wird menschlich.

Ich hatte mir so viele nette Dinge aus dem Buch notiert, die ich zum Besten geben wollte, aber das passt nicht. Bei diesem Werk ist es richtiger, wenn ich mich pauschal halte (mit der Info, dass das Buch klasse ist) und jeder für sich die kleinen Dinge darin entdecken soll und das große Ganze, welches die Lektüre ergibt. Daraus lernen soll, darüber nachdenken soll oder manchmal auch einfach lachen.

Die ganze Familie ist dazu eingeladen, denn auch die Kleinen können die Geschichten ohne Probleme verstehen und davon lernen.

Es handelt sich hier halt um „DIE“ etwas andere Bibel, die jedoch viele Parallelen zeigt und sich herrlich lesen lässt.

Mein Fazit: Alle Fans von aktuellen nordischen Serien (American Gods, Vikings,…) werden hier genauso perfekt unterhalten, wie Leute, die einfach mal wieder etwas anderes lesen möchten. Dies ist kein zusammenhängender Roman, sondern vielmehr eine einfühlsame Anthologie, die von einer Person zusammengefasst wurde. Ich habe mich prächtig amüsiert und bin Luci sehr dankbar, dass ich dieses Werk beurteilen durfte. Bewerten kann ich es nicht, da es keine ausgedachte Geschichte ist. Aber Schreibstil und Herzblut bekommen von mir 6 von 5 Speeren. Und das „neue“ Havamal: GRANDIOS!

Nicht Rezension

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Rezension der Hoffnung!

Rezension der Abrechnung!

Heute möchte ich einen Film besprechen den ich noch nicht gesehen habe!

„Bitte was will der?“ „Das ist WAHNSINN“ „Total verrückt dieser Typ“ „Das wird niemals klappen“

„Wir sehen uns in der Hölle U.J.M.“ „Wenn es Gott wirklich gibt, wie ist er Gott geworden?

…das sind nur einige der Fragen und Schreie die mir wegen meiner obigen Ankündigung warm und feuchtklebrig entgegen schwappen wie die Oberschenkel eines adipösen Menschen gegen die Theke von McDonalds!

Wonder Woman

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2017

Dauer: 141 min

Regisseur: Patty Jenkins

Drehbuch: Allan Heinberg, Jason Fuchs, Zack Snyder

Schauspieler:

Gal Gadot (Wonder Woman)

Chris Pine (Steve Trevor)

Robin Wright (Antiope)

Connie Nielsen (Hippolyta)

Danny Huston (General Ludendorff)

David Thewlis (Sir Patrick Morgan)

Lucy Davis (Etta Candy)

Um was geht’s?

Bevor sie zu Wonder Woman wurde, war sie Diana, Prinzessin der Amazonen, dazu ausgebildet, eine unbesiegbare Kriegerin zu sein. Eines Tages wird ein abgestürzter amerikanischer Pilot (Pine) an den Strand des abgelegenen Inselparadieses, in dem Diana aufwuchs, gespült, und berichtet von einem massiven Konflikt, der in der Außenwelt tobt. Diana entscheidet sich dazu, ihr Zuhause zu verlassen, denn sie ist davon überzeugt, dass sie die Bedrohung aufhalten kann. An der Seite der Menschen kämpft sie in einem Krieg, um alle Kriege zu beenden, und entdeckt dabei ihre ganze Macht… und ihr wahres Schicksal.

…soweit… so normal… so unspektakulär…

aber dennoch habe ich die Hoffnung, dass DC aus ihren schweren Fehlern der jüngsten Vergangenheit lernt!

UND HIER BEGINNT DIE ABRECHNUNG

Bei Batman V Supermann: Dawn of Justice beispielsweise, der zwar mit der Ernsthaftigkeit der Dark Knight Trilogie daherkam, dessen Drehbuch aber jegliche Stringenz fehlte. DC-Spezialist David S. Goyer und Chris Terrio reihen mehr oder weniger gelungene Einzelszenen aneinander, die sich allerdings kaum einmal überzeugend zu einem größeren Zusammenhang fügen und schon gar keinen schlüssigen Handlungsbogen ergeben. Supermans Selbstzweifel und Batmans Wut etwa bleiben Behauptung, sie gewinnen nie erzählerisches Gewicht und besitzen so keinerlei emotionale Kraft. Auch die „Motivation“ des überdrehten Bonbonlutschers und Turnschuhträgers Lex Luthor besteht nur aus pseudo-philosophischen Sprechblasen – er ist nicht nur Welten entfernt von den Abgründen, die etwa Heath Ledgers Joker offenbarte, Eisenberg kann auch seinen Rollenvorgängern nicht das Wasser reichen. Und während man bei der Frage, was hier psychologisch glaubhaft ist und was nicht, im Einzelnen sicher noch streiten kann, bleiben gewisse Einschübe und Einzelheiten nahezu unverständlich. Manchmal holen die Schauspieler noch ein Minimum an Aussagekraft heraus, etwa wenn Clark Kent unvermittelt seinem toten Vater Jonathan (Kevin Costner) begegnet, doch viel zu oft laufen diese Augenblicke ins Leere und so erscheint insbesondere der Ernst des Ganzen zunehmend als aufgesetzt und wichtigtuerisch: Da wird auf Artus und Christus angespielt sowie von schweren Themen wie Selbstjustiz, Fremdenhass, Terrorgefahr und Erlösung geraunt, aber in diesem erzählerischen Einheitsbrei bleiben das nur Schlagworte.

Oder aber aus Suicide Squad

ABRECHNUNG TEIL II

Nachdem David Ayer die Pflicht der Figureneinführung mit Bravour erfüllt hat und ernsthaft hoffen lässt, schickt er das Suicide Squad völlig unverständlicherweise auf eine austauschbare CGI-Baller-Mission, die darin besteht, dass sich die Anti-Helden durch ein Bürohochhaus schießen und dann ein paar Straßenzüge weiter einen Endgegner besiegen. Was wie das erste Level eines 3D-Shooters wirkt, ist tatsächlich (fast) die gesamte Handlung des Films. Zudem bleibt zwischen den hektisch geschnittenen Shootouts kaum einmal Zeit für die Teaminteraktion – und selbst die speziellen Fähigkeiten der einzelnen Protagonisten kommen nur sehr selten zum Einsatz. Es ist zwar ganz amüsant zu sehen, wie sich Captain Boomerang wiederholt sein runtergefallenes, abgöttisch geliebtes rosafarbenes Einhorn zurück unter die Lederjacke steckt, aber davon abgesehen könnte man die Figur auch komplett streichen und es würde gar nicht weiter auffallen. Selbst die bewusst anachronistisch eingesetzten Popsongs und Harley Quinns trockene Oneliner können da irgendwann nicht mehr über die Monotonie der Action hinwegtäuschen.

Also Wonder Woman! Vollbring ein Wunder! Rette DC! Mach Schluss mit den endlosen hektisch geschnittenen Shootouts! Mit Charakteren mit der Tiefe eines Tim Bendzko Songs! Mit dem Superheldeneinheitsbrei! Mit Filmschnitten, die den Film noch rasanter und actionreicher machen wollen, aber mit dem „zerschneiden“ der Story nur für Aktionlangeweile sorgen!

Das ist ähnlich wie bei den guten alten Catchern der WWF aus meiner Kindheit… 2 Kolossen, die sich die Rübe einschlagen zuzuschauen, ist nur halb so interessant wenn nicht über ein halbes Jahr vorher eine tolle Story, bei der beispielsweise die Urne gestohlen, Freunde zu Feinden, die Freundin des anderen bestiegen oder in kurzer Abwesenheit des Ringrichters dem Kampf, mit einem Stacheldraht und Rasierklingen bewährten Klappstuhl, eine Ende gesetzt wurde!

Aber natürlich ist es mittlerweile leichter viel Action in einen Film zu packen als eine richtig gute Story. Dieses Problem haben sicher auch andere Filme (Transformers hüstl) aber das darf nicht der Anspruch von DC sein! IHR SEID KULT! Macht was draus!

Vielleicht schafft ihr das ja mit Wonder Woman…

Sonst wird wohl selbst der größte Fanboy, der bis jetzt eure letzten Filme mit aller Kraft und an den Haaren herbeigezogenen Argumenten verteidigte, in arge Erklärungsnot kommen.

Dann kommen wir auch schon zu meiner letzten Bitte an Wonder Woman: Schneide dir bitte auf keinen Fall deine wunderschöne linke Brust ab… auch wenn das so ein Amazonen Ding is… lass es!!! Danke, dein U.J.M.

P.S.: Was persönliches an Gal Gadot, falls du diesen Blog lesen solltest: Zimmer 1103! 1103! Gerne auch im WW Outfit!

 

Bilder: IGN Deutschland (Beitragsbild), dccomics.com (Bilder im Artikel)

Krötours – Krötor macht blau… auf der Whisky Fair in Limburg

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Was würde sich für den ersten Beitrag in dieser Rubrik besser anbieten, als das Thema komplett wörtlich zu nehmen?

Die harten Fakten

The Whisky Fair

Ort: Stadthalle Limburg (Josef-Kohlmaier-Halle)

Datum: Immer an einem Samstag und Sonntag Mitte/Ende April

Eintritt: 10 Euro (inkl. Tastingglas)

Wer bärtige Männer in Röcken sehen will, für den führt jedes Jahr im April an Limburg kein Weg vorbei. Denn über 100 Aussteller präsentieren auf dieser Messe das schottische Nationalgetränk und weitere edle Spirituosen. Es wird bei weitem nicht nur Whisky angeboten auch verschiedenste Rumsorten, Brände, Gin etc. Dazu allerlei nettes Beiwerk, wie Zigarren, Schokolade und alles was sonst noch schmeckt. Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein Rahmenprogramm mit vielen thematischen Tastings (z.B. Whisky und Schokolade oder ganze Menues mit Whisky….), Live Musik und Vorträgen.

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Die Whisky Fair von der Empore aus gesehen

Wow – 10 Euro Eintritt und dafür kann ich so viel trinken wie ich möchte und bekomme zusätzlich noch ein schönes Nosing-/Tastingglas?!? Leider muss ich euch hier enttäuschen. Ernsthaftes Kaufinteresse vorausgesetzt besteht gelegentlich schon die Möglichkeit auch mal zu nippen. Jedoch handelt es sich bei den mehr als 2000 angebotenen Sorten um Raritäten, sehr alte Abfüllungen oder auch so genannte small Batches, also kleine Abfüllmengen. Da ist es irgendwie verständlich, dass diese nicht für lau im Ausschank sind.

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Eine schöne Auswahl, wie diese, steht an vielen Ständen zur Verkostung bereit

Die Tastingpreise gehen jedoch absolut in Ordnung. Sie starten ab 2€ für 2cl. Allerdings kann ein 24 Jahre alter Whisky zum Beispiel auch 10€ pro Glas kosten (siehe Bild).  Natürlich sind nach oben kaum Grenzen gesetzt. Dadurch ergeben sich  Verkostungsgelegenheiten von Spirituosen, wo der Flaschenpreis ansonsten das Monatsbudget der Krötorredaktion sprengen würde.

Bei vielen Ausstellern besteht zudem die Möglichkeit sich Kleinstmengen abfüllen zu lassen. Ein guter Service wie ich finde, denn gerade bei den Raritäten sind viele Flaschenpreise dreistellig. Und so hat man direkt etwas Schönes für den nächsten runden Geburtstag oder als Mitbringsel für sich selbst.

Dazu ergibt sich immer wieder die Möglichkeit, Neues zu entdecken und auch zu probieren. Das war in unserem Fall Pisco Sour. Dieser Cocktail stammt aus Südamerika, Peru oder Chile, je nachdem wo man fragt. Zu dem Traubenschnaps Pisco gesellen sich Limettensaft, Zuckersirup, aufgeschlagenes Eiweiß und ein paar Spritzer Angustora Bitter. Durchaus äußerst schmackhaft, auch wenn es schwer zu glauben scheint. Und das Eiklar gibt eine schöne, schaumige Konsistenz.

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Pisco Sour, hier mit Pisco aus Peru

An dieser Stelle ist interessant zu erwähnen, dass es sich bei Pisco wirklich um einen Traubenschnaps, der also aus Most hergestellt wird, handelt und nicht um einen Tresterbrand, der eher zweite Wahl ist bzw. die sogenannte Rumkugel der Alkoholherstellung.

Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt, wobei hier Kreativität groß geschrieben wird.

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Klassischer Snack trifft die schottischen Highlands

Da die Stadthalle sehr zentral liegt, bietet sich ein kurzer Abstecher in die Stadtmitte von Limburg an. Hier kann ich zum Beispiel Don Camillo empfehlen, wo wir hervorragend italienisch gegessen haben. Die Stadtmitte ist etwa 400 Meter von der Stadthalle entfernt. http://www.don-camillo-limburg.de/index.html

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Limburg mit Dom im Hintergrund

Fazit: Die Messe lohnt sich für alle, die einen gepflegten Nachmittag im Zeichen der Spirituose verbringen wollen und gerne Neues entdecken. Für ein ganzes Whiskywochenende bin ich persönlich nicht Enthusiast genug. Die Whisky Fair ist übrigens sehr einfach vom Bahnhof aus zu erreichen, so dass das Auto daheim bleiben kann. Hier gilt: Don’t drink and drive! Kroetor ist schließlich ein verantwortungsbewusster Blog.

Die nächste Whisky Fair findet am 21. und 22. April 2018 statt.

Euer

Farin Ferien

PS Danke an Cela C. für das Feedback

Bilder: privat (tp)

 

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Farin Feriens Beute, nach erfolgreichem Messebesuch – wie ihr erkennen könnt: Farin trinkt dann doch lieber Rum als Whisky 😉

Umsonst zieht immer

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Guten Tag,

kurze Info, von heute bis Montag ist meine aktuelle Kurzgeschichten und Gedichtbandsammlung bei Amazon UMSONST verfügbar. Als ebook. Das Taschenbuch kostet:)

Es sind Werke dabei, die der eifrige Blogleser schon kennt, aber es ist für lau.

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Schönes Wochenende und

stay tuned