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Krötours – Krötor macht blau… aber ist das noch Fastfood? Oder die Kolumne?

Lieber Ronald,

am Wochenende habe ich eines deiner zahlreichen Restaurants besucht. Es verschlägt Farin Ferien ja häufig an sehr exotische Orte, und so war ich diesmal in München-Obergiesing unterwegs. Und vielleicht kennst du das Problem: Ich hatte am Samstag ausreichend getrunken – schließlich war Biergartenfest im Hofbräukeller – , aber des späteren hat sich dann doch noch ein leichtes Hungergefühl eingestellt, das befriedigt werden wollte. Ich war ja nur ein bisschen hungrig, aber eines kann ich dir sagen: Wenn nachts dein Mc Flurry lockt, dann werden zahme Einhörner zu wilden Furien!

Und wo geht das Stillen des spontanen Heißhungers besser, als in deinem Burgerladen, für den du mit deinem gülden-glänzenden M bereits von Weitem wirbst?

Aber nun bin ich mir wirklich unsicher, ob du dich nicht in einer Identitätskrise befindest – ja, dich sogar erst selbst wieder finden oder erfinden musst! Jahrelang hast du dich als das freundliche Familienrestaurant ausgegeben. Juniortüte für die Kleinen, Sparmenü für den Rest – zack fertig: Fastfood.

Und dann kam Pulp Fiction! Wie liebte ich es bei dir einen Royale mit Käse zu bestellen und ein Bier dazu zu trinken. Ach Ronald, da warst du cooler als Jules Winnfield und Vincent Vega zusammen! Und jetzt: Verkaufst du in Obergiesing nicht mal mehr Bier… Rest in peace, schöne alte Burgerwelt. Oder sollte ich besser sagen: Mc R.I.P.

Dann wolltest du grün sein: Umweltschutz und so, voll wichtig. In meiner und deiner Clownwelt sollte dabei doch klar sein, dass es nur eine Art von grünen Clowns gibt: Oompa Loompas – und die arbeiten schon alle in Schokoladenfabriken! Also hast auch du dich schnell wieder von dieser Idee verabschiedet. Das passt nämlich weniger in eine Clownwelt, als Fisch in einen Fischmac. Entschuldige, natürlich einen Filet-o-fish.

Dann wolltest du ein hipper Kaffeeladen sein! Irgendwann musst du nämlich einen Clown gefrühstückt haben und hast das Burgerfrühstück abgeschafft. Jetzt also: Kaffee! Mit dem schwarzen Gold des kleinen Mannes lässt sich nämlich fett Kohle machen. Schließlich hast du dein Franchise Imperium ja mit Fett und Kohle aufgebaut. Fancy Cookies aus Jars, Mango Muffins, Flavour Shots am Counter, da wird sogar die Minijobberin zur Barista. Aber will ich das? Nein – ich will das noch weniger, als Erdbeeren in deinen Milchshake wollen. Und ich will das sogar noch viel weniger als Senfsauce zu meinen Chicken McNuggets. Und ich will übrigens auch keine Gurken auf meinem Cheeseburger.

Und nun hast du dir was ganz Neues ausgedacht: Das Restaurant der Zukunft! Funny fucking crazy  Innovation – Breakthrough Technology von der Ronald-McDonald-University in Cheeseburg!

Ich bestelle nicht mehr bei meiner freundlichen Fachkraft für Systemgastronomie, nein, das wäre ja zu einfach für einen verrückten Techclown wie dich. Ich benutze jetzt ein Riesen-Clown-Smartphone:

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… so es denn will. Und uns nicht veräppelt.

Wahrscheinlich nennst du es iBurger! Was ja eigentlich ein Egg Mcmuffin wäre, aber mit der Frühstückssache sind wir ja schon durch.

Da dir die Technik der Zukunft diesmal leider einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, erfolgte der Bestellvorgang dann doch manuell. Geht doch, die Zukunft.

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Kirk und Spock hätten auf dieser Fastfood-Kommandobrücke ihre wahre Freude.

Nach dem Bestellvorgang wartete ich nun, mit den anderen Heißhungrigen, und meiner Nummer auf meinen Burger, hatte irgendwas von Amt. Da bekommt der Name Burgeramt gleich eine neue Bedeutung. Zum Glück konnte ich mich nebenbei toll informieren. Worüber, keine Ahnung, aber dafür hatte die Wartezeit dann fast nicht ausreicht. Die Zukunft ist die Matrix, ich wusste es schon immer. Für diese Erkenntnis bedanke ich mich herzlich bei dir.

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Wer Spaß am Transponieren einer M x N Matrix hat, wird dieses System lieben.

Außerdem verkaufst du deine Burger als Signature Collection, als wären es It-Bags, oder ultra-rare Glitzerpokemon Sammelkarten: Gotta eat ‚em all!

Vielleicht hast du einfach viel zu tun im Moment. Vielleicht ist der Hamburgerklau wieder unterwegs? Oder vielleicht legst du mit einem geschminkten Grinsen Gurkenscheiben auf Burger, die ich wieder mühselig entfernen muss? Oder vielleicht packst du Umzugskartons, weil du herausgefunden hast, dass der Steuerdeal in Luxemburg am platzen ist und du schnell nach London musst? Oder du wischst dir gerade deine tränenzerlaufene Schminke vom Gesicht, weil du festgestellt hast, dass neue Spaßmacher Zirkuszelte in der Stadt haben? Kleine Burgerläden ohne Apps, Bestellkioske und Kaffeefirlefanz wie Caramel Macchiato, dafür mit leckeren und meist günstigen Burgern, die ich zusammen mit einem Cocktail oder Bier bekomme?

Also lieber schutzheiliger Clown der Adipositas, wenn deine Zeit es zulässt, bitte überlege dir doch was du sein willst!

Ich geb zu, ich war dir lange Zeit untreu. Trotzdem würde ich dich gerne wieder als meinen seelenlosen Mainstream Burgerladen sehen, den man aufsuchen kann, wenn man Lust auf einen schnellen, aber geschmacklosen One-Night-Stand hat, welchen man nach dem letzten Bissen direkt bereut. Einen, den ich nicht online buchen muss. Aber der uns soviel mehr gibt, als alle Clowns auf der Welt es irgendwie könnten.

Dein Farin Ferien

 

Fotos: privat (ff)

Mitteilungsbedürftig

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Hallo Leute,

es ist Urlaubszeit und somit auch Reisezeit. Menschen genießen die vermeidlich schönste Zeit des Jahres, indem sie ihre eigenen vier Wände verlassen und die große weite Welt bereisen. Ihr erwartet jetzt vielleicht eine Kolumne über Handtücher, die Liegen besetzen oder feier wütige Engländer, die arme kleine Inseln niederzelebrieren oder dergleichen. Aber keine Angst, im Wissen darum, dass jetzt jeder über derartige Dinge schreibt, kommt von mir etwas, was einem in der Reisezeit (und auch ansonsten) oft begegnet, einen sogar anschreit: Nummernschilder.

Nummernschilder gehören zum Auto dazu, soviel ist klar. Und da wir ja ein individuelles Völkchen sind, dürfen wir auch bei der alphanumerischen Gestaltung der kleinen Blechfreunde mitbestimmen. Da Unterteilung eine meiner Stärken ist, erlaube ich mir nun, die Bevölkerung in drei Gruppen von Nummernschild-Typen, zu unterteilen:

Der Ist-mir-egal-Typ

Dieser lustige Geselle hat Spaß am Leben, indem er lebt. Er hegt kein Bedürfnis, seine Wünsche, Ängste, Alter, Geburtsdatum oder seine Initialie in sein Nummernschild einfließen zu lassen. Warum auch? Man kann mit Menschen reden, sie kennen lernen und dann sogar verbal sein Alter und weitere zweckgebundene Informationen weitergeben. Das läuft echt so. Der Ist-mir-egal-Typ hat das begriffen und lässt keinerlei Informationen über das Nummernschild heraus. Außer natürlich dem Ort, an dem das Auto angemeldet ist. Der Rest ist lebenserfrischende Willkür

Der Das-ist-lustig-Typ

Dieser humoristische Autobesitzer erlaubt es sich, durch das Nummernschild, zu scherzen. Solche Späße, wie: TR-OY, BIT-CH, LM-AA und weitere, spiegeln seinen Humor wider. Auch der Das-ist-lustig-Typ hegt keinerlei Interesse daran, Informationen aus seinem Leben preis zugeben. Warum auch? Ihm ist durchaus bewusst, das persönliche Informationen angefragt werden. Man muss sie nicht (in diesem Falle durch das Nummernschild) jedermann aufdrängen. Der Das-ist-lustig-Typ drückt seinen Mitbürgern ein Lächeln ins Gesicht. Das ist schön

Der Social-Nummernschild-Typ

Dieser, immer öfter auftauchende Schlingel, drückt alles, aber auch alles, was möglich ist, über sein Nummernschild aus. Ein Beispiel: ich konnte am Nummernschild der neuen Kollegin erkennen, dass es ihr Auto war (Initiale) und, dass sie Samstag vor 2 Wochen Geburtstag hatte. Es ist mittlerweile Standard für diese Tierchen, dass man Vor- und Zunamen, Geburtsdatum, Telefonnummer, Blutgruppe, Kleidergröße und was auch immer im Nummernschild lesen kann. Liebe Leute, ich war auch einmal so, aber ich kann Euch sagen, wenn jemand das wissen will, dann fragt er. Ihr braucht Euch nicht über Euer Nummernschild auszudrücken. Mittlerweile kann man über Eure Nummernschilder fast soviel von Euch erfahren, wie bei Facebook. Wie geht es weiter? Ist es wie mit den Handies? Die Nummernschilder werden immer größer, mit Fotos versehen und Infos, Infos, Infos? Wird es bald Katzencontent auf Nummernschildern geben? Spam auf Nummernschildern? Können wir es so einrichten, dass verhasste Personen unser Nummernschild nicht lesen können? Oder können wir sogar Nummernschilder liken. Wäre doch auch cool. Ich lese auf dem Schild des Autos vor mir, dass der Besitzer Katzenliebhaber ist und sehe ein tolles Bild von seinem Mittagessen, dass herrlich angerichtet ist. Wer würde da nicht direkt den Like-Button drücken. Ebenso sollte man natürlich jegliches no-go Content auf Nummernschildern verbieten oder melden. Vielleicht wird das alles bald Zukunft und jemand (ich???) erfindet Carbook, Instavehicle, Snaptruck oder ähnliches. Wer weiß das schon? Ein weiterer Vorteil wäre, dass große Teile eines Bewerbungsgespräches sich im Vorfeld schon erledigen, wenn man auf den Parkplatz der Firma fährt. Natürlich werden Hater es sich nicht nehmen lassen, Autos zu beschädigen, die nicht ihren geistigen Vorstellungen entsprechen. Aber das ist ein anderes Thema und geht jetzt zu weit

Ich persönlich mag und verstehe alle drei Typen der Gattung Nummernschild. Letzterer würde ich jedoch abraten, auf dem Nummernschild zu posten, dass und wo sie gerade in Urlaub sind, da sonst jemand die Chance nutzen könnte, um das Gefährt zu klauen und auch noch in das Haus einzubrechen, vor dem die Karre steht.

Stay tuned…

Was erlauben Meiser???

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Hallo Leute,

alle Blogger (natürlich auch wir) stellen uns immer wieder die eine und wichtige Frage: wie bekomme ich Traffic (Besucher) auf meiner Seite?

Verschiedene Blogs gehen dieses Thema auf verschiedene Arten und Weisen an. Die einen präsentieren beliebte und begehrte Produkte. Andere rezensieren Filme und Bücher, um sich Traffic zu sichern. Viele vernetzen sich auch, zu gemeinsamen Projekten (an dieser Stelle möchte ich das Ma-Go Filmrätsel erwähnen, welches bald von Krötor und Schurzgeschichtenschreiber präsentiert wird). Wieder andere schreiben Geschichten aus ihrem Leben oder frei erfundene Geschichten.

All diese Dinge sind sehr gut. Aber wie schaffe ich es, einen Hype um meinen Blog auszulösen? Auch hier gibt es diverse Varianten. Dabei denke ich an starke Marken, die ein Blogger auf seiner Seite (im wahrsten Sinne des Wortes) hat. Eine andere Variante ist es, (A-Z) Promis auf den Blog zu locken. Womit wir auch beim Thema wären.

Ich, als Freund der deutschen Medienlandschaft, versuche mich immer auf dem neuesten Stand aller diesbezüglichen Dinge zu halten. Und so kam mir zu Augen, dass vor einiger Zeit HANS MEISER von Jan Böhmermann gefeuert wurde. Ich mag Herrn Meiser. Er hat sehr viel für das deutsche Fernsehen getan und die Sendungen sind Teil meiner Jugend, an die ich mich gerne erinnere. Als ich dann sah, dass Herr Meiser auch auf facebook ist (mit erstaunlich wenigen Freunden), wollte ich ihm die Möglichkeit geben sich a) bei Herrn Böhmermann zu revanchieren und b) meinen Blog etwas bekannter zu machen. Quasi eine Win Win Situation. Ich schrieb also folgendes an Herrn Meiser:

>Sehr geehrter Herr Meiser. Ich kenne und schätze Sie schon seit meinen Jugendjahren. Ich bin 1978 geboren und quasi mit Ihnen groß geworden. Ich wuchs mit Notruf auf, was sehr schön war. Dann, IHRE Sendung, Hans Meiser (ich finde es immer noch sehr schade, dass die klassischen Talk-Shows diesen dämlichen Gerichts Shows weichen mussten. Und erbärmlich, was wir uns aktuell ansehen müssen – Stichwort Reality Soap). Und nicht zu vergessen, LIVE und Einundzwanzig. Sie merken, ich bin ein Fan. Nachdem es ruhiger um Sie wurde, freute ich mich, Sie bei Herrn Böhmermann wieder zu sehen. Doch dieser Rauswurf gefiel mir nicht. Ich gebe Ihnen hiermit die Möglichkeit, das heißt, ich frage Sie höflichst, ob Sie nicht eine einmalige Kolumne oder sogar mehrere Beiträge, für meinen Blog schreiben möchten. Ich meine, was Herr Böhmermann mit Erdogan kann, können wir auch mit ihm selbst:) Ich würde mich sehr über eine Zusage, bzw. Antwort, freuen und verbleibe in tiefster Verbeugung vor einem Fernseh Urgestein<<

In freudiger Erwartung auf eine Antwort, rieb ich mir schon die Hände und sah die wordpress Server glühen, wenn Herr Meiser einsteigen würde. Jedoch kam nie eine Antwort von ihm. Selbst von seiner Pressestelle, die ich auch anschrieb, hörte ich nie etwas.

Daher frage ich mich, was mit dieser Welt (oder in diesem Falle Herrn Meiser) los ist. Ich verehre und mag den Mann seit Jahren und er hält es nicht mal für nötig zurück zu schreiben. Es hätte mir gereicht wenn er irgendetwas geantwortet hätte. Gilt im übrigen auch für die Pressestelle. Mittlerweile überlege ich, Herrn Böhmermann anzuschreiben und den Spieß umzudrehen. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diese „Kolumne auf die Reaktionsfreudigkeit des Herrn Meiser“ schreibe oder nicht. Aber da es mir einfach nicht aus dem Kopf ging, musste ich es halt herausschreiben.

An dieser Stelle sei zu sagen, dass nicht alle prominenten Menschen so sind. Dieser Blog wurde schon von einigen bekannten Personen besucht. Auch steht die Krötor Redaktion mit netten Menschen in Kontakt, die man als Personen des öffentlichen Lebens bezeichnen kann.

Was haltet Ihr von Herrn Meisers „nicht melden“, liebe Krötmunity. An dieser Stelle sei nochmal gesagt, dass ich nur eine Antwort wollte. Und die kurze Zeit, um ein „Nein“ zu schreiben, sollte doch jemand haben, dem ich soviele Stunden meines Lebens schenkte.

WICHTIG: Wir stehen in keinerlei Weise zu irgendwelchen rechten Gesinnungen oder sonstigem Gedankengut welches eventuell Herrn Meiser nachgesagt wird. Wir sind ein freundlicher und sauberer Blog, der Traffic will:)

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INFO: Ab nächste Woche (voraussichtlich Start am 15.07.) wird das Ma-Go Filmrätsel auf dieser Seite präsentiert. Es wird 10 Fragen zum Thema Komödie national / international aus den Jahren 1990 – 1999 geben. Fünf der Fragen kommen vom Krötor Team und die restlichen fünf von Schurzgeschichtenschreiber

Es würde uns sehr freuen, wenn möglichst viele Blog-Kollegen daran teilnehmen würden. Der Gewinner darf das Rätsel dann auf seinem Blog austragen, mit Fragen zum Thema seiner Wahl. Es lohnt sich also (Traffic:))

Stay tuned

Selbstzweifel

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Hallo Leute,

in der heutigen Kolumne widmen wir uns einem klassischen Thema der modernen Bürokultur. Der Spülmaschine. Nun mag der ein oder andere anmerken, dass es Spülmaschinen nicht nur im Büro gibt. Das stimmt. Aber ich möchte mich hier der verschiedenen Spülmaschineneinräum (oder auch nicht) Typen annehmen.

In meiner langjährigen Büroerfahrung habe ich grob 4 verschiedene Arten dieser von Kaffee oder Tee heimgesuchten Spezies ausmachen können, die individuell und (in meinen Augen) ihrem Charakter entsprechend, die Spülmaschine nutzen, um ihre Tassen, Teller, Gläser,… wie Phönix aus der Asche, wieder in neuem Glanze erstrahlen zu lassen (oder auch nicht).

1. Der Ich-lasse-meine-Tasse-bewusst-stehen-damit-andere-sie-wegräumen-Typ
Hierbei handelt es sich meistens um höhere Angestellte oder gar den Chef der Firma. In den Augen dieser Personen haben sie sich einen Status erarbeitet. Sie verdienen gutes Geld, fahren teure Autos, reden mit wichtigen Personen und delegieren gerne auch mal. Warum also sollten sie ihre Tassen in die Spülmaschine einräumen? Das macht für sie keinerlei Sinn. Also bleibt die Tasse auf dem Schreibtisch stehen in der Hoffnung, bzw. Gewissheit, dass Lakaien die Arbeit übernehmen, die Tasse in die Spülmaschine einzuräumen. Ich kann die Ich-lasse-meine-Tasse-bewusst-stehen-damit-andere-sie-wegräumen-Typen zwar verstehen, heiße ihr Tun (bzw. nicht Tun) aber nicht gut. Schließlich ist es kein Akt, die Tasse wegzuräumen und nebenbei noch einen Smalltalk in der Küche zu halten, um das Team zu stärken.

2. Der Ich-räume-meine-Tasse-in-die-Spülmaschine-ein-Typ
Alles richtig gemacht. Du hast es drauf. Bist unendlich cool und wirst es im Leben zu etwas bringen. Alles, was Du anfasst, wird zu Gold. Heerscharen von Engeln werden kommen, um Dir zu huldigen. Man wird Dir ein Denkmal setzen und Legionen von Menschen werden Dich nie vergessen. Du weißt, wo das scheiß Pferd steht. Selbst Gott schaut ehrwürdig auf Dich herab und überlegt es sich zweimal, ob er mal wieder Erzengel Michael seinen Scheiß in die himmlische Spülmaschine einräumen lässt.

3. Der Ich-lasse-meine-Sachen-stehen-und-räume-sie-irgendwann-weg-Typ
Dieses possierliche Tierchen erwartet nicht, dass jemand seinen Kram wegräumt. Das Zeug bleibt einfach stehen. Was kein Problem darstellt, wenn es für eine Nacht oder einen anderen kurzen Zeitraum ist. Wird es doch weggeräumt. Aber spätestens, wenn die Tasse (belebt durch pilzartige Wesen) anfängt zu kommunizieren oder aber sich selbst zur rettenden Spülmaschine schleppt, sollte man überlegen einzugreifen.

4. Der Ich-stelle-meinen-Scheiß-auf-die-Spülmaschine-Typ
Mit diesem Sonderling kommen wir zum Kern der Kolumne. Was wollen diese Leute? Warum bringt man die Tasse zur Maschine und stellt sie dann einfach nur drauf? Wenn die Maschine läuft, ist das nachvollziehbar. Aber warum macht man das sonst? Geht es um Entscheidungsschwäche. Hat man Angst davor, nicht angesehen genug zu sein, um die Tasse auf dem Schreibtisch stehen zu lassen, damit sie weggeräumt wird. Angst davor, sein menschliches Versagen in einer Tasse zu sehen, die am nächsten Morgen nicht vom Schreibtisch weggeräumt wurde? So, dass man die Tasse auf die Maschine stellt und andere somit zwingt, selbige einzuräumen? Will man sich wichtig machen? Hat man vielleicht die Befürchtung, dass eine unaussprechliche Entität in der Spülmaschine haust, die einen direkt tötet, wenn man die Maschine öffnet? Denkt man vielleicht, in der Maschine sei ein schwarzes Loch und man würde das Raum-Zeit-Kontinuum stören oder gar zerstören, wenn man die Spülmaschine öffnet? Wo ist Euer Problem Leute?

Ich für meinen Teil stelle das Zeug immer direkt nach Feierabend rein. Ist am sinnigsten. Und wenn es mal eine Nacht steht, so passt das auch.

Stay tuned…

Should i stay or should i go?

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Ich wühle und krame mal wieder in der Kiste der menschlichen Abgründe. Ich mache mir viele Gedanken über Menschen und das, was diese tun oder auch nicht.

Wer diesen Blog öfter liest weiß, dass sich die Kolumne im Endeffekt um diese Dinge dreht. Es geht um, nennen wir es mal Randgruppen, die Dinge tun (oder auch nicht tun) die der Rest der Menschheit eben nicht macht (oder aber macht).

Bevor ich aber wieder abschweife, beginne ich mit dem eigentlichen Thema. Ich habe hier lange und ausführlich recherchiert und auch diverse Umfragen betrieben. Daher muss ich vorweg nehmen, dass dieses Thema die weibliche Bevölkerung nur streift. Es geht hauptsächlich um die Männer. Dies hat nichts mit Anti-Feminismus oder ähnlichem zu tun. Dies werden die Damen aber erkennen, wenn sie den folgenden Text lesen.

Stellen wir uns also vor, wir kommen morgens in die Firma. Wir schalten unseren Rechner an, rufen diverse Mails ab, trinken den ersten Kaffee. Da wir verschlafen haben, musste die Reise in die Firma schnell vonstatten gehen. Dies fiel leider zu Lasten des allmorgendlichen großen Geschäftes, welches normalerweise zu Hause zelebriert wird. Dies fordert nun seinen Tribut und wir begeben uns auf die Firmentoilette. Hier haben wir die Auswahl zwischen zwei Pissoirs und drei Kabinen. Da für unser Vorhaben ein Pissoir nicht ausreicht, begeben wir uns auf eine der drei Kabinen. Alle drei sind frei und wir wählen die linke. Auf das weitere Treiben möchte ich hier nicht eingehen. Es geht nicht um Fäkalien oder Fäkalhumor, sondern um eine durchaus ernst zu nehmende Angelegenheit.

Wir sind also mit unserem Geschäft fertig und jemand kommt hinein. NUN stellt sich die entscheidende Frage: Warten wir, bis diese Person in eine Kabine verschwunden ist? Beziehungsweise, bis die Person am Pissoir fertig ist (wenn sie nicht groß muss) und dann aus der kompletten Toilettenanlage verschwindet? Natürlich tun wir das. Wir warten bis die Person außer Sicht ist und verlassen dann unsere Kabine. Das hat mit Anstand zu tun!

Und dennoch gibt es Leute, die dies nicht machen. Was geht in denen vor? Was stimmt da nicht? Und vor allem, warum tun diese Leute das. Ich verstehe einfach nicht, was man davon hat, direkt nach dem Spülen die Kabine zu verlassen und (anscheinend willentlich) anderen Leuten zu begegnen. Dann könnte man auch gleich sagen: „Hey, ich war gerade scheißen. War toll, hat Spaß gemacht. Habe gestern Curry gegessen. Riecht man irgendwie raus, oder? Und glaub mir, scharfes Essen brennt immer zweimal…“.

Aber sowas macht doch keiner. Es geht mir nicht in den Kopf, warum es Leute gibt, die das tun. Will man damit vielleicht demonstrieren, dass man der Stärkere ist? Nach dem Motto: „Hey, das was da stinkt ist von mir. Du darfst es nun ertragen. Und ich möchte, dass du weißt von wem es ist. Genau! Das ist meine Scheiße, die du hier riechst. Mein temporäres Vermächtnis an die Besucher dieser Toilettenanlage. Und es ist mir (Achtung Wortspiel) scheißegal, was du davon hältst. Im Gegenteil, ich grinse dich noch an und frage dich, wie es geht und steht“.

Oder reden wir hier einfach von emotionslosen Soziopathen, die gar nicht merken, was sie da anrichten. Dies wäre noch die einzige Entschuldigung, die ich diesem Verhalten zuordnen könnte.

Was ich damit sagen möchte ist (und mit dieser Meinung stehe ich keinesfalls alleine dar, im Gegenteil – ich habe die bereits erwähnten Umfragen durchgeführt): Scheiß alleine und dann geh alleine weg. Sonst kannst du auch gleich die Türe beim Scheißen auflassen.

 

 

Ei im Po? Kein Thema

Hallo liebe Leser,

heute werden wir uns ganz langsam an die Grenzen des guten Geschmacks wagen. Ich für meinen Teil habe begriffen, dass man nie auslernt und bin auch froh darüber. Ich interessiere mich für alles mögliche und unmögliche, wie jeder der mich kennt bestätigen kann. Hauptsächlich geht es dabei jedoch um nerdiges Zeug. Und das Thema der heutigen Kolumne hat sehr entfernt etwas damit zu tun.

Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor: Ihr seid ein riesiger Fan der Alien Filme. Nach mehrmaligem Durchschauen der Filme bei gemütlichen Couch und Pizza Abenden fragt Ihr Euch irgendwann: Wie fühlt sich Ripley dabei, von einem Alien geschwängert zu sein? Ist das cool und macht Spaß? Oder ist es doch nicht so toll und geht eher in Richtung Rosemaries Baby, wo uns Herr Polanski wundervoll geschildert hat, dass Schwangerschaften von diversen Entitäten vielleicht doch nicht so schön sind.

Aber wie ist es nun wirklich, ein Alien Ei in sich zu tragen? Mit dieser Frage scheint sich auch die Firma Primal Hardwere beschäftigt zu haben, denn diese hat den Ovipositor auf den Markt gebracht.

Der Ovipositor schaut auf den ersten Blick aus, wie ein Alien Gemächt aus einem Manga Film. Stark am primären Geschlechtsteil des Mannes orientiert, durchzogen mit kräftigen Adern und Macht ausstrahlend. Eben dieses Teil kann man sich nun in eine Körperöffnung seiner Wahl stecken und dort ein „Alien“ Ei aus Gelantine ablegen.

Hört sich doch klasse an. Somit hat man das wunderbare Gefühl, von einem Alien geschwängert worden zu sein. Das Tolle an der Sache ist, dass niemand ein Alien dafür klarmachen muss. Wo soll man auch eins herbekommen? Ferner ist es keine echte Schwangerschaft, sondern eine Simulation. Und auch über Krankheiten muss man sich keine Sorgen machen. AIDS ist hier definitiv nicht mit im Spiel. Hört sich doch gut an. Ich stehe morgens auf, tu mir das Ei in eine Öffnung meiner Wahl und starte frisch und aliengeschwängert in den Tag. Das wird definitiv ein Tag an dem alles passieren kann.

Natürlich kann es auch unangenehm werden, wenn z.B.: beim Saunagang oder beim normalen häuslichen Geschlechtsakt, das Ei herauskommt. Hier könnte der ein oder andere in Erklärungsnot geraten. Daher sollte man vor dem Einführen solche Dinge beachten. Auch essen sollte man das Ei nicht, nachdem es „geschlüpft“ ist. Ihr fragt Euch jetzt vielleicht, wie jemand auf die Idee kommen könnte, das Teil zu essen. Ich darf Euch an der Stelle daran erinnern, dass derjenige zuerst mal auf die Idee kam, sich einen Ovipositor zu kaufen. Dann kam er auf die Idee, sich ein Alien Ei einzubauen. Liegt es da noch so fern, dass er auf die Idee kommt, es auch zu essen? Quasi als archaisches Zeichen der Überlegenheit der menschlichen Rasse?

Ansonsten wüsste ich nichts, was gegen das Ausprobieren des Ovipositors spricht. Jeder, der sich jetzt angesprochen fühlt, sollte es einmal tun. Man lebt schließlich nur einmal und wer weiß, wie es weiter geht? Aber ich schweife ab (mal wieder).

Also liebe Krötmunity, haut es Euch rein und stay tuned.

INFO: Die Idee zu dieser Kolumne kam mir beim Lesen eines Berichtes über den Ovipositor, bei den sehr geschätzten Kollegen von VICE. Von Ihnen stammt auch das Titelbild. Den Bericht findet Ihr hier:

https://www.vice.com/de/article/der-neueste-fetisch-alien-eier-in-sich-selbst-ablegen-077

@Vice: solltet Ihr mit der Nennung des Berichtes oder der Nutzung des Bildes ein Problem haben, so gebt bitte Bescheid und wir kümmern uns darum.

 

Penislotterie

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Heute sorgen wir für eine Mega Überraschung!

Diese Woche gibt’s von mir eine Kolumne und von Krötor nächste Woche die Filmkritik!

Jaaaa! Genau! Waaaahnsinn! Aber wir sind nun mal verrückte, kröative Kröten!

Meine Kolumne ist aus dem Bereich Beziehung /Lifestyle und trägt den Titel:

PENISLOTTERIE

Ich möchte heute über eine Art des Kennenlernens schreiben, das ich kürzlich in meinem eigenen Freundeskreis beobachten durfte.

Es geht um die Kontaktaufnahme auf einschlägigen Kennenlernportalen auf denen man Nachrichten nebst Bilder tauschen und seine  Vorlieben, bzw. Wünsche mitteilen kann… alles zunächst mit dem Grundgedanken den Geschlechtsakt zu forcieren… also quasi Facebook für Fucker.

Die Auswahl möglicher Koituskomplizen ist groß und ihr Aussehen so vielfältig wie Kürbisse im Oktober: klein oder groß, rundlicher, schmaler mit mehr oder weniger Auswölbungen oben, unten hinten und vorne, außen in vielen erdenklichen Farben und Schattierungen und innen meistens orange bis zartrosa…

Auf Kürbisse mit möglichem Pilzbefall möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen…

Für alle Vorlieben ist etwas dabei. Die Attraktivität der dort zu findenden Profile kennt oft keine Grenzen… weder nach oben – noch nach unten. Dank natürlicher Schönheit oder dem Einsatz aller fotostylistischen Mittel und auch der fundierten Kenntnis von Bildbearbeitungsprogrammen am PC ist das ein oder andere wahre Schmuckstück dabei.

Wenn man jetzt so ein bezauberndes Wesen gefunden hat, das einen zunächst rein optisch Anspricht, Interesse an dem Suchenden hat und dann auch noch äußerst freundlich, anziehend und viel versprechend schreibt, mit aussagekräftigen Bildern im Anhang (also Penis und Intellekt zu gleichen Teilen anspricht), ist die Welt perfekt!

Vergessen ist dann auch schnell, dass eine hohe 3stellige Kilometerdistanz zwischen dem Objekt der Begierde und dem Suchenden liegt….

Vergessen ist auch schnell, dass man vor einem ersten Treffen einen kleinen 3stelligen Euro Betrag überweist; aus Gründen von unerwartenden Ausgaben die ein Loch in die monatliche Haushaltskasse der Angebeteten gerissen haben…

Oh! jetzt höre ich euch raunen zu Hause an den Empfangsgeräten???

WAS?                   WIE KANN MAN NUR?                  WIE BLÖD IST DAS DENN?

Aber ich frage euch: WIESO denn eigentlich nicht liebe Leser und geneigte Krötmunity???

Ich denke es ist eine Penislotterie (jetzt wird euch auch der Name der Kolumne verständlich), eine Wette… ja vielleicht sogar ein Prämiensparen…. Oder in dem Fall am ehesten noch der Eurojackpot!

Viele von euch spielen Lotto obwohl die Chance zu gewinnen 1:149 Millionen ist… und wenn der mögliche Gewinn – der Jackpot –steigt, ist es erwiesen das umso mehr Leute Lotto spielen! Obwohl die beschissene Chance immer noch die gleiche ist! Und man weiß, dass man höchstwahrscheinlich verliert!… aber man könnte ja auch gewinnen…

Und das hier ist nichts anderes… wenn der Jackpot nur hoch genug ist und der Einsatz mit einen niedrigen 3 stelligen Betrag, im Vergleich zu den einem zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln, überschaubar ist…

Gerade wenn man bedenkt das offensichtlich alleine  in den Brüsten der Angebeteten bereits ein hoher 4stelliger Betrag investiert wurde….

Also ich denke man kann ruhig zocken… auch in dieser Beziehung…  man sollte nur abwägen können wieviel man bereit ist zu verzocken und sich an diese selbst auferlegte Grenze halten.

Deswegen Ihr Glücksritter, Ihr Wettfreunde, Ihr Lottospieler, Ihr Pokerspieler, Ihr Zocker, Ihr Teilnehmer an der Penislotterie da draußen: Bringt Euren Einsatz um das Ziel zu erreichen, träumt von dem zartrosa Gewinn und steigt aus wenn die Wahrscheinlichkeiten immer schlechter werden und Euch weiteres Geld abverlangt wird. Greift weiter nach den Sternen und versucht Fortuna in jeder erdenklichen, auch auf solche die in manchen US-Amerikanischen Bundesstaaten verbotene, Weise zu beglücken!

Euer U.J.M.

Abschließen, quasi post scriptum, möchte ich euch noch eine Gewissheit mit auf den Weg geben: Mann steckt immer mehr rein als man raus zieht!

 

 

Kröten verboten

Unbenannt

Die heutige kleine Kolumne dreht sich ganz um mich und das Schreiben. Keine Angst, ich werde sie kurz halten:)Eigentlich geht es nur um eine Sache, die mich etwas genervt hat. Ich schreibe viele Rezensionen (sei es über diverse Conventions oder Bücher oder Hörbücher).

Diese Rezensionen kommen immer gut an. Sie werden gelobt und anderswo veröffentlicht. Das heißt nicht, dass ich mir etwas darauf einbilde (doch das heißt esJ), aber ich bin schon stolz darauf. Auch meine Werke auf Amazon sind überdurchschnittlich gut bewertet (einfach mal Sascha Leidinger als Suchbegriff auf amazon.de eingeben).

Letztens passierte folgendes: ich durchstöberte facebook und stieß auf eine Ausschreibung. Man suchte einen Redakteur für Romane. Speziell für Rezensionen. Das ist meins, dachte ich. Es gab keine Einnahmen (außer einer Beteiligung an den Patreoneinnahmen), aber dafür musste man auch nur einen Artikel im Monat schreiben. Daraufhin habe ich mich dort beworben. In meinen Augen eine sehr selbstsichere Bewerbung, aber lest sie selbst:

Hallo erstmal:)

Ich bin Euer neuer Roman-Redakteur. Warum? Weil ich es kann:) Und gerne mag. Ich bin 38 Jahre alt, arbeite in einer sehr kreativen Branche und war den Wörtern und der Sprache schon immer zugetan. Ich schreibe seit meiner Kindheit Kurzgeschichten und habe auch einen Blog: www.kroetor.com Ferner habe ich einige Geschichten bei Amazon veröffentlicht (einfach meinen Namen als Suchbegriff    eingeben: Sascha Leidinger).Ich bin ein geselliges, lustiges und lebensfrohes Kerlchen mit Hang zu Humor und Sarkasmus. Meine Lieblingsbücher: Das Lied von Eis und Feuer (die Serie mag ich nicht), Die Zwerge, Der Hexer von Salem (ich spiele auch Cthulhu), Hardboiled Wonderland und das Ende der Welt (einfach herrlich – nur manchmal langatmig), Dead Wood (Tom Finn ist einer meiner wenigen Facebook Freunde. Der ist cool. Und war auf meinem Blog), Weisser Schrecken, Es (Stephen King = Big Love), Der dunkle Turm, Der Funke des Chronos, Die Verwandlung (meine Frau meinte, meine Geschichten seien kafkaesk – eine Win Win Situation, denn ich mag Kafka und sie nicht), Jonah , Transport (aber nur der erste, der zweite ist mies und den dritten werde ich deshalb nicht lesen), Monster 1983, Am Ende aller Zeiten, Wédora, Age of Iron (wobei die Serie von Buch zu Buch schlechter wird), World War Z, und so könnte ich ewig weitermachen:) Aber umso länger Ihr lesen müsst, umso länger dauert es, bis ich Eure Zusage habe:)

Daraufhin wartete ich einige Zeit gespannt und bekam folgende Antwort. Spoiler, es war eine Absage. Aus dieser ergab sich folgender Schriftverkehr (blaue Schrift sind die und rote Schrift bin ich):

Hallo Sascha,

erst einmal vielen Dank für dein Interesse an unserem Projekt und entschuldige die lange Wartezeit. 

Wir haben uns sehr über deine Bewerbung gefreut. Leider müssen wir dir trotzdem mitteilen, dass wir uns für die zweite Runde für einige deiner Mitbewerber entschieden haben.

Wir wünschen dir dennoch viel Freude beim Schreiben und viel Erfolg mit deinem Blog. 😉

Noch nicht mal den recall geschafft. *heul*. Woran hat es denn gelegen?

Hey,

im Vergleich mit deinen Mitbewerbern und nach Ansicht deiner Texte auf deinem Blog hatten wir das Gefühl, dass dein Schreibstil nicht zu uns passt. Du schreibst sehr subjektiv und umgangssprachlich, was für einen privaten Blog kein Problem ist. Wir möchten uns allerdings als professionelles Magazin etablieren und versuchen deswegen in unseren Texten einen objektiven Schreibstil zu pflegen.  Außerdem neigst du zu sehr verschachtelten Sätzen, die das Lesen erschweren.  Ich bin mir sicher, wenn du an deinem Schreibstil arbeitest, wirst du früher oder später Erfolg haben.

… normalerweise ist die Meinung des Kolumnisten ein wesentlicher Bestandteil einer Kolumne. Dies überlasse ich aber nun Euch, liebe Krötmunity. Was denkt Ihr??

Kolumne, die erste

Hallo Leute,

wie versprochen, gibt es heute die erste Kolumne. Diese wird ab nun jeden 2. Donnerstag (quasi im Wechsel mit der Filmkritik) erfolgen und handelt von Dingen, die mir so durch den Kopf gehen. Fangen wir an

Ich bin eher so der Kneipengänger und nicht eben ein großer Freund von Diskotheken. Ab und zu jedoch verschlägt es mich in diese klischeebehaftete Welt und auch die Subkultur Disco hat einen gewissen Reiz. Ferner schaue ich mir ganz gerne Partyfotos aus meiner Region an, welche auch meistens in Diskotheken aufgenommen wurden. Warum ich das tue, weiß ich nicht genau. Wahrscheinlich hat es irgendetwas mit meiner schrecklichen Kindheit zu tun oder ähnliches. Aber ich schweife ab. In den Diskotheken können wir, wie auch auf dem Schulhof früher oder in allen anderen Situationen, in denen verschiedene Arten von Persönlichkeiten zuammentreffen, Unterschiede ausmachen. Da gibt es die coolen. Meist Typen, die dank Papi oder Onkel Kriminalität zu Geld gekommen sind und dies auch zeigen. Ihre Klamotten, die Art der Getränke, die sie trinken und auch der meist gestählte Körperbau zeugen von ihrem Reichtum. Sie stellen etwas dar. Das denken sie zumindest. Ich persönlich denke, dass es sie einfach geben muss. Denn über irgend etwas muss man ja auch lachen können. Und wie sonst, sollten die leichten Mädchen das errgende Erlebnis von Beischlaf auf dem Rücksitz eines Prollkarren haben. Natürlich unter dem Jubel und den Handyaufnahmen der Kumpels ihres „neuen Freundes“. Weiterhin gibt es die Normalos. Da gibt es nicht viel zu sagen, die sind halt normal. Dann gibt es die Hoes, bzw. Kurvas oder ganz einfach Schlampen, die sich meist bei den coolen Aufhalten (wie früher halt). Aber, und darum geht es mit heute, es gibt auch Sonderlinge. Ich meine im Besonderen (womit ich Sonderlinge toll wieder aufgegriffen habe) die lächerlichen Tänzer. Ich weiß nicht, ob sie Euch schon aufgefallen sind. Ich weiß auch nicht, was deren Intension ist oder ob sie eine haben oder ob sie überhaupt wissen, was das Wort bedeutet. Bei den lächerlichen Tänzern handelt es sich um meist schon ältere Genossen, die durch bizarre und/oder extrem auffällige Kleidung, merkwürdige Mimik und Gestik, willkürliche augenkrebserregende Tänze und noch mehr Dinge dieser merkwürdigen Art auf sich aufmerksam machen. Schlimmstenfalls durch alles eben genannte gleichzeitig. Was wollen diese Entitäten von uns? Aufmerksamkeit? Liebe? Zuneigung? Sex? Ein Getränk? Wir werden es wohl nie herausfinden, da eine weitere Eigenart dieser Kollegen ist, dass sie kaum oder nie reden. Daher mein Aufruf an alle lächerlichen Tänzer: Redet mit uns. Sagt uns, was ihr wollt. Wir wollen euch verstehen und ein freundliches Miteinander. Zur Not, stellt uns eurem Herrscher vor und wir regeln das schon. So, ich bin dann mal in die Disse:)

P.S.: Ich habe noch die Kollegen der coolen vergessen, die einfach nur Mitlaufen und sich in deren Gegenwart cool fühlen. Aber das ist auch gut so!