Gefahr

4

Hallo Leute,

ich mache mir im Vorfeld immer lange Gedanken darüber, was ich in die Kolumne packe. Ich überlege und freue mich dann über kuriose und skurrile Ideen, die mir so zufliegen. Meistens kommt dabei eine lustige und bissige Kolumne, über seltsame Eigenarten mancher Menschen, heraus.

In den heutigen Zeilen wird dies etwas anders sein. Heute werde ich etwas dunklere Töne anschlagen und mich dem Thema „Gefahr“ widmen. Oder besser gesagt, dem Thema „sich in Gefahr begeben“.

Ich selbst begebe mich gerne in Gefahr. Hier reden wir jedoch von simpler, bzw. kontrollierter Gefahr. Damit meine ich z.B.: Hochseilgarten besuchen, Achterbahn fahren, mit dem Fahrrad schnell einen Berg herunter fahren, Bungee springen, Klettern, … solche Dinge halt. Ich mag den Nervenkitzel, den man dabei hat und man weiß (tief im Inneren), dass an sich nichts passieren kann. Ein kleiner Kick halt. Danach fühlt man sich (dank Adrenalin und Glückshormonen) besser, es ist relativ sicher und vor allem macht es Spaß.

Nun gibt es aber auch unkontrollierte Gefahren, die ich persönlich meiden würde. Hiermit meine ich Dinge, die mit Sicherheit auch einen Kick geben, aber eben nicht kontrolliert sind. Dabei denke ich an den Besuch bestimmter Viertel New Yorks (zu gewissen Uhrzeiten) oder daran, mit verbundenen Augen Auto zu fahren, bzw. Basejumps, aber auch heftigere Dinge, wie Russisch Roulette.

Nun werdet Ihr sicherlich denken, dass Dinge, wie Russisch Roulette, doch keiner macht. Es ist aber anders. Es gibt Beispiele für Ereignisse, in denen sich Personen (ob bewusst oder unbewusst) in Gefahr begeben. Ein Beispiel ist eine junge und hübsche Frau, die Nachts in entlegenen Winkeln einer Stadt joggen geht. Es ist natürlich komplett ihre Sache, was sie tut. Aber warum begibt diese Frau sich (in meinen Augen bewusst) in Gefahr? Selbst wenn sie Kampfsport ausübt, Pfefferspray dabei hat oder auch einen Elektroschocker. Was hilft das alles gegen eine Gruppe von Halunken, die ihr ans Geld und / oder an die Wäsche wollen? Warum geht die junge Dame nicht am Tag laufen? Oder (wenn ihre Arbeit oder ähnliches das nicht zulässt), warum geht sie nicht am Wochenende oder ins Fitness Studio? Ich betone nochmals, dass dies natürlich nicht mein Problem ist, dennoch stelle ich mir die Frage, warum sich jemand bewusst in eine solche Gefahr begibt. Ist das auch ein Kick? Erhöht es das Selbstbewusstsein? Fühlt man sich danach toll? Wahrscheinlich gehört es dazu. Wie beim Russisch Roulette auch.

Dann gibt es noch das Thema „Verbranntes Kind scheut das Feuer“ (oder auch nicht). Ich habe einmal ein Interview mit einer Frau gelesen. Diese wurde bereits mehrfach vergewaltigt und sah dennoch kein Problem darin, drei wildfremde Männer mitzunehmen, die per Anhalter in eine Stadt wollten. Der Journalist fragte die Frau, warum sie das denn täte. Es gäbe doch eine (nicht geringe) Chance, dass diese Männer ihr an Geld  und / oder Wäsche wollten. Die Frau wollte auf diese Frage nicht antworten, und der Interviewer wechselte das Thema. Ich weiß nicht mehr genau, wie die Unterhaltung weiter ging, aber die Geschichte mit den Anhaltern ist mir im Kopf geblieben. Warum macht diese Frau das? Sie hat mehrfach das (vielleicht) Schlimmste und Erniedrigenste erfahren, was einer Frau zustossen kann. Warum also reagiert sie nicht anders? Ist es vielleicht auch hier ein unbewusster, subtiler Kick? Oder geht es um das Vertrauen in die Menschheit, welches die Dame einfach nicht verlieren möchte? Ich habe mir lange und oft Gedanken über dieses Thema gemacht, aber kam zu keinem schlüssigen Ergebnis. Außer dem Fazit, dass auch diese Situation dem Russisch Roulette ähnelt. Nur, dass es hier nichts zu gewinnen gibt.

Warum mache ich mir solche Gedanken? Keine Ahnung. Ich weiß jedoch, dass mir, bei meinen „üblichen“ Kolumnen, lustige Dinge einfallen. Aber diese Kolumne ist eben anders. Die zwei genannten Situationen haben mich beschäftigt und ich dachte mir, dies mit Euch zu teilen. Ich würde mich sehr über Meinungen und Diskussionen freuen. Vielleicht seht ihr das alles anders?

Stay tuned

 

 

Werbeanzeigen

UJM stellt was klar… und spielt Orgel

0

Hallo liebe Leserschaft,

hallo Moral,

zu meinem großen Bedauern musste ich feststellen, dass ich mit meiner kleinen Petition, die dazu dienen sollte, die unsägliche Abmahnung des Chefredakteurs an meine Adresse zu beseitigen – der geneigte Leser wird sich erinnern (Beitrag vom 10.08.2017) – einen Shitstorm bei Facebook auslöste…

2x8iud

Bild: Meme Generator

Die unglückliche Abkürzung dieser Petition D.U.:S.P.A.S.S.T. sorgte bei einem oder sogar dem hohen Hüter der Internetmoral für einen Aufschrei der Empörung. Grund dafür war, dass die treue Leserin Anja mit ihrem Post die Petition und mich, arglos und ohne böse Absicht, unterstützte!

An dieser Stelle vielen Dank für deine Unterstützung.:)

Nun möchte ich mich dem sozialen Netzwerk-Ankläger widmen, um evtl. das ein oder andere Missverständnis auszuräumen. Da ich diesen Herren leider noch nicht kenne und ich es ablehne Personen, die ich nicht kenne, vorschnell zu verurteilen, möchte ich dies natürlich ändern. Ich finde es gibt nichts schlimmeres als eine vorschnelle Verurteilung zu schreiben, wenn man den ganzen, umfassenden Sachverhalt gar nicht kennt und sich auch nicht die Mühe macht diesen zu verstehen.

Unseren Chefredakteur zum Beispiel kenne ich gut. Und ich muss sagen, dass die unglückliche und rein zufällige Abkürzung D.U.:S.P.A.S.S.T. da ziemlich ins Schwarze trifft…

Aber sei es drum! Um dich, lieber Tom Orgel, oder wie du im wirklichen Leben wirklich heißt, besser kennen zu lernen, möchte ich dich bitten, unten stehenden Fragebogen auszufüllen, damit ich mir ein ungefähres Bild machen kann. Es sind allgemeine Fragen, die deine Person ein wenig ausleuchten  sollen. Da mir dein Bildungsstand nicht bekannt ist, habe ich sicherheitshalber hinter jeder Frage eine Beispielantwort geschrieben, um dir zu zeigen, was du dahin schreiben könntest. Dies könntest du dann copy und past’en, die Beispielantworten löschen und deine eigenen ergänzen. Ein guter Freund von mir meinte, mit Copy und Paste kennst du dich gut aus. Keine Ahnung wie er darauf kommt, aber er ist ein großer Fan von dir und kennt alle deine Bücher.

Orgel_muenster_dom_ausschnitt

Bild: Wikipedia

Also, los geht’s:

Geburtsort: Bad Bergspasstern

Lieblingsessen: Spassta al forne

Lieblingsgetränk: Apfelspasstschorle

Lieblingsname: Sespasstian

Das wolltest du als Kind werden: Spasstbadtester

Wie hast du deine Lebensgefährtin kennen gelernt: Spasstscout 24

Lieblingsfilme: Ghostspasstas, Spasstakus

Lieblingskünstler: Spassta Rhymes

Lieblingsbeschäftigung: Lange Strandspasstziergänge

Lieblingsfarbe:Alle Spassteltöne

Lieblingsbaum: Spasstanie

Lieblingswitz: Was ist pink und behindert: Flamongo

Lieblingstier:Ameisenspasst

Beruf:Spasstronaut

Hobby:Spassteln

Lieblingsbuch:Spasstwind. Aufbruch nach Ora

Lieblingsvogel: Spasstz

Lieblings Unterhaltung Show: Verstehen Sie Spasst

Bevorzugtes Kreditinstitut: Spasstkasse

 

Vielen Dank schon mal für das Ausfüllen! Ich bin sehr gespannt! Evtl. haben wir ja viele Gemeinsamkeiten und werden sogar Freunde. Ich freue mich in Bälde von dir zu hören!

Eine gute Woche wünscht dir dein Spasstmacher U.J.M.

 

 

Krötours – Krötor macht blau… aber ist das noch Fastfood? Oder die Kolumne?

2

Lieber Ronald,

am Wochenende habe ich eines deiner zahlreichen Restaurants besucht. Es verschlägt Farin Ferien ja häufig an sehr exotische Orte, und so war ich diesmal in München-Obergiesing unterwegs. Und vielleicht kennst du das Problem: Ich hatte am Samstag ausreichend getrunken – schließlich war Biergartenfest im Hofbräukeller – , aber des späteren hat sich dann doch noch ein leichtes Hungergefühl eingestellt, das befriedigt werden wollte. Ich war ja nur ein bisschen hungrig, aber eines kann ich dir sagen: Wenn nachts dein Mc Flurry lockt, dann werden zahme Einhörner zu wilden Furien!

Und wo geht das Stillen des spontanen Heißhungers besser, als in deinem Burgerladen, für den du mit deinem gülden-glänzenden M bereits von Weitem wirbst?

Aber nun bin ich mir wirklich unsicher, ob du dich nicht in einer Identitätskrise befindest – ja, dich sogar erst selbst wieder finden oder erfinden musst! Jahrelang hast du dich als das freundliche Familienrestaurant ausgegeben. Juniortüte für die Kleinen, Sparmenü für den Rest – zack fertig: Fastfood.

Und dann kam Pulp Fiction! Wie liebte ich es bei dir einen Royale mit Käse zu bestellen und ein Bier dazu zu trinken. Ach Ronald, da warst du cooler als Jules Winnfield und Vincent Vega zusammen! Und jetzt: Verkaufst du in Obergiesing nicht mal mehr Bier… Rest in peace, schöne alte Burgerwelt. Oder sollte ich besser sagen: Mc R.I.P.

Dann wolltest du grün sein: Umweltschutz und so, voll wichtig. In meiner und deiner Clownwelt sollte dabei doch klar sein, dass es nur eine Art von grünen Clowns gibt: Oompa Loompas – und die arbeiten schon alle in Schokoladenfabriken! Also hast auch du dich schnell wieder von dieser Idee verabschiedet. Das passt nämlich weniger in eine Clownwelt, als Fisch in einen Fischmac. Entschuldige, natürlich einen Filet-o-fish.

Dann wolltest du ein hipper Kaffeeladen sein! Irgendwann musst du nämlich einen Clown gefrühstückt haben und hast das Burgerfrühstück abgeschafft. Jetzt also: Kaffee! Mit dem schwarzen Gold des kleinen Mannes lässt sich nämlich fett Kohle machen. Schließlich hast du dein Franchise Imperium ja mit Fett und Kohle aufgebaut. Fancy Cookies aus Jars, Mango Muffins, Flavour Shots am Counter, da wird sogar die Minijobberin zur Barista. Aber will ich das? Nein – ich will das noch weniger, als Erdbeeren in deinen Milchshake wollen. Und ich will das sogar noch viel weniger als Senfsauce zu meinen Chicken McNuggets. Und ich will übrigens auch keine Gurken auf meinem Cheeseburger.

Und nun hast du dir was ganz Neues ausgedacht: Das Restaurant der Zukunft! Funny fucking crazy  Innovation – Breakthrough Technology von der Ronald-McDonald-University in Cheeseburg!

Ich bestelle nicht mehr bei meiner freundlichen Fachkraft für Systemgastronomie, nein, das wäre ja zu einfach für einen verrückten Techclown wie dich. Ich benutze jetzt ein Riesen-Clown-Smartphone:

image2

… so es denn will. Und uns nicht veräppelt.

Wahrscheinlich nennst du es iBurger! Was ja eigentlich ein Egg Mcmuffin wäre, aber mit der Frühstückssache sind wir ja schon durch.

Da dir die Technik der Zukunft diesmal leider einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, erfolgte der Bestellvorgang dann doch manuell. Geht doch, die Zukunft.

image3

Kirk und Spock hätten auf dieser Fastfood-Kommandobrücke ihre wahre Freude.

Nach dem Bestellvorgang wartete ich nun, mit den anderen Heißhungrigen, und meiner Nummer auf meinen Burger, hatte irgendwas von Amt. Da bekommt der Name Burgeramt gleich eine neue Bedeutung. Zum Glück konnte ich mich nebenbei toll informieren. Worüber, keine Ahnung, aber dafür hatte die Wartezeit dann fast nicht ausreicht. Die Zukunft ist die Matrix, ich wusste es schon immer. Für diese Erkenntnis bedanke ich mich herzlich bei dir.

image4

Wer Spaß am Transponieren einer M x N Matrix hat, wird dieses System lieben.

Außerdem verkaufst du deine Burger als Signature Collection, als wären es It-Bags, oder ultra-rare Glitzerpokemon Sammelkarten: Gotta eat ‚em all!

Vielleicht hast du einfach viel zu tun im Moment. Vielleicht ist der Hamburgerklau wieder unterwegs? Oder vielleicht legst du mit einem geschminkten Grinsen Gurkenscheiben auf Burger, die ich wieder mühselig entfernen muss? Oder vielleicht packst du Umzugskartons, weil du herausgefunden hast, dass der Steuerdeal in Luxemburg am platzen ist und du schnell nach London musst? Oder du wischst dir gerade deine tränenzerlaufene Schminke vom Gesicht, weil du festgestellt hast, dass neue Spaßmacher Zirkuszelte in der Stadt haben? Kleine Burgerläden ohne Apps, Bestellkioske und Kaffeefirlefanz wie Caramel Macchiato, dafür mit leckeren und meist günstigen Burgern, die ich zusammen mit einem Cocktail oder Bier bekomme?

Also lieber schutzheiliger Clown der Adipositas, wenn deine Zeit es zulässt, bitte überlege dir doch was du sein willst!

Ich geb zu, ich war dir lange Zeit untreu. Trotzdem würde ich dich gerne wieder als meinen seelenlosen Mainstream Burgerladen sehen, den man aufsuchen kann, wenn man Lust auf einen schnellen, aber geschmacklosen One-Night-Stand hat, welchen man nach dem letzten Bissen direkt bereut. Einen, den ich nicht online buchen muss. Aber der uns soviel mehr gibt, als alle Clowns auf der Welt es irgendwie könnten.

Dein Farin Ferien

 

Fotos: privat (ff)

Mitteilungsbedürftig

8

20170720_113510

Hallo Leute,

es ist Urlaubszeit und somit auch Reisezeit. Menschen genießen die vermeidlich schönste Zeit des Jahres, indem sie ihre eigenen vier Wände verlassen und die große weite Welt bereisen. Ihr erwartet jetzt vielleicht eine Kolumne über Handtücher, die Liegen besetzen oder feier wütige Engländer, die arme kleine Inseln niederzelebrieren oder dergleichen. Aber keine Angst, im Wissen darum, dass jetzt jeder über derartige Dinge schreibt, kommt von mir etwas, was einem in der Reisezeit (und auch ansonsten) oft begegnet, einen sogar anschreit: Nummernschilder.

Nummernschilder gehören zum Auto dazu, soviel ist klar. Und da wir ja ein individuelles Völkchen sind, dürfen wir auch bei der alphanumerischen Gestaltung der kleinen Blechfreunde mitbestimmen. Da Unterteilung eine meiner Stärken ist, erlaube ich mir nun, die Bevölkerung in drei Gruppen von Nummernschild-Typen, zu unterteilen:

Der Ist-mir-egal-Typ

Dieser lustige Geselle hat Spaß am Leben, indem er lebt. Er hegt kein Bedürfnis, seine Wünsche, Ängste, Alter, Geburtsdatum oder seine Initialie in sein Nummernschild einfließen zu lassen. Warum auch? Man kann mit Menschen reden, sie kennen lernen und dann sogar verbal sein Alter und weitere zweckgebundene Informationen weitergeben. Das läuft echt so. Der Ist-mir-egal-Typ hat das begriffen und lässt keinerlei Informationen über das Nummernschild heraus. Außer natürlich dem Ort, an dem das Auto angemeldet ist. Der Rest ist lebenserfrischende Willkür

Der Das-ist-lustig-Typ

Dieser humoristische Autobesitzer erlaubt es sich, durch das Nummernschild, zu scherzen. Solche Späße, wie: TR-OY, BIT-CH, LM-AA und weitere, spiegeln seinen Humor wider. Auch der Das-ist-lustig-Typ hegt keinerlei Interesse daran, Informationen aus seinem Leben preis zugeben. Warum auch? Ihm ist durchaus bewusst, das persönliche Informationen angefragt werden. Man muss sie nicht (in diesem Falle durch das Nummernschild) jedermann aufdrängen. Der Das-ist-lustig-Typ drückt seinen Mitbürgern ein Lächeln ins Gesicht. Das ist schön

Der Social-Nummernschild-Typ

Dieser, immer öfter auftauchende Schlingel, drückt alles, aber auch alles, was möglich ist, über sein Nummernschild aus. Ein Beispiel: ich konnte am Nummernschild der neuen Kollegin erkennen, dass es ihr Auto war (Initiale) und, dass sie Samstag vor 2 Wochen Geburtstag hatte. Es ist mittlerweile Standard für diese Tierchen, dass man Vor- und Zunamen, Geburtsdatum, Telefonnummer, Blutgruppe, Kleidergröße und was auch immer im Nummernschild lesen kann. Liebe Leute, ich war auch einmal so, aber ich kann Euch sagen, wenn jemand das wissen will, dann fragt er. Ihr braucht Euch nicht über Euer Nummernschild auszudrücken. Mittlerweile kann man über Eure Nummernschilder fast soviel von Euch erfahren, wie bei Facebook. Wie geht es weiter? Ist es wie mit den Handies? Die Nummernschilder werden immer größer, mit Fotos versehen und Infos, Infos, Infos? Wird es bald Katzencontent auf Nummernschildern geben? Spam auf Nummernschildern? Können wir es so einrichten, dass verhasste Personen unser Nummernschild nicht lesen können? Oder können wir sogar Nummernschilder liken. Wäre doch auch cool. Ich lese auf dem Schild des Autos vor mir, dass der Besitzer Katzenliebhaber ist und sehe ein tolles Bild von seinem Mittagessen, dass herrlich angerichtet ist. Wer würde da nicht direkt den Like-Button drücken. Ebenso sollte man natürlich jegliches no-go Content auf Nummernschildern verbieten oder melden. Vielleicht wird das alles bald Zukunft und jemand (ich???) erfindet Carbook, Instavehicle, Snaptruck oder ähnliches. Wer weiß das schon? Ein weiterer Vorteil wäre, dass große Teile eines Bewerbungsgespräches sich im Vorfeld schon erledigen, wenn man auf den Parkplatz der Firma fährt. Natürlich werden Hater es sich nicht nehmen lassen, Autos zu beschädigen, die nicht ihren geistigen Vorstellungen entsprechen. Aber das ist ein anderes Thema und geht jetzt zu weit

Ich persönlich mag und verstehe alle drei Typen der Gattung Nummernschild. Letzterer würde ich jedoch abraten, auf dem Nummernschild zu posten, dass und wo sie gerade in Urlaub sind, da sonst jemand die Chance nutzen könnte, um das Gefährt zu klauen und auch noch in das Haus einzubrechen, vor dem die Karre steht.

Stay tuned…

Was erlauben Meiser???

9

image_thumb.12055image_thumb.12055

Hallo Leute,

alle Blogger (natürlich auch wir) stellen uns immer wieder die eine und wichtige Frage: wie bekomme ich Traffic (Besucher) auf meiner Seite?

Verschiedene Blogs gehen dieses Thema auf verschiedene Arten und Weisen an. Die einen präsentieren beliebte und begehrte Produkte. Andere rezensieren Filme und Bücher, um sich Traffic zu sichern. Viele vernetzen sich auch, zu gemeinsamen Projekten (an dieser Stelle möchte ich das Ma-Go Filmrätsel erwähnen, welches bald von Krötor und Schurzgeschichtenschreiber präsentiert wird). Wieder andere schreiben Geschichten aus ihrem Leben oder frei erfundene Geschichten.

All diese Dinge sind sehr gut. Aber wie schaffe ich es, einen Hype um meinen Blog auszulösen? Auch hier gibt es diverse Varianten. Dabei denke ich an starke Marken, die ein Blogger auf seiner Seite (im wahrsten Sinne des Wortes) hat. Eine andere Variante ist es, (A-Z) Promis auf den Blog zu locken. Womit wir auch beim Thema wären.

Ich, als Freund der deutschen Medienlandschaft, versuche mich immer auf dem neuesten Stand aller diesbezüglichen Dinge zu halten. Und so kam mir zu Augen, dass vor einiger Zeit HANS MEISER von Jan Böhmermann gefeuert wurde. Ich mag Herrn Meiser. Er hat sehr viel für das deutsche Fernsehen getan und die Sendungen sind Teil meiner Jugend, an die ich mich gerne erinnere. Als ich dann sah, dass Herr Meiser auch auf facebook ist (mit erstaunlich wenigen Freunden), wollte ich ihm die Möglichkeit geben sich a) bei Herrn Böhmermann zu revanchieren und b) meinen Blog etwas bekannter zu machen. Quasi eine Win Win Situation. Ich schrieb also folgendes an Herrn Meiser:

>Sehr geehrter Herr Meiser. Ich kenne und schätze Sie schon seit meinen Jugendjahren. Ich bin 1978 geboren und quasi mit Ihnen groß geworden. Ich wuchs mit Notruf auf, was sehr schön war. Dann, IHRE Sendung, Hans Meiser (ich finde es immer noch sehr schade, dass die klassischen Talk-Shows diesen dämlichen Gerichts Shows weichen mussten. Und erbärmlich, was wir uns aktuell ansehen müssen – Stichwort Reality Soap). Und nicht zu vergessen, LIVE und Einundzwanzig. Sie merken, ich bin ein Fan. Nachdem es ruhiger um Sie wurde, freute ich mich, Sie bei Herrn Böhmermann wieder zu sehen. Doch dieser Rauswurf gefiel mir nicht. Ich gebe Ihnen hiermit die Möglichkeit, das heißt, ich frage Sie höflichst, ob Sie nicht eine einmalige Kolumne oder sogar mehrere Beiträge, für meinen Blog schreiben möchten. Ich meine, was Herr Böhmermann mit Erdogan kann, können wir auch mit ihm selbst:) Ich würde mich sehr über eine Zusage, bzw. Antwort, freuen und verbleibe in tiefster Verbeugung vor einem Fernseh Urgestein<<

In freudiger Erwartung auf eine Antwort, rieb ich mir schon die Hände und sah die wordpress Server glühen, wenn Herr Meiser einsteigen würde. Jedoch kam nie eine Antwort von ihm. Selbst von seiner Pressestelle, die ich auch anschrieb, hörte ich nie etwas.

Daher frage ich mich, was mit dieser Welt (oder in diesem Falle Herrn Meiser) los ist. Ich verehre und mag den Mann seit Jahren und er hält es nicht mal für nötig zurück zu schreiben. Es hätte mir gereicht wenn er irgendetwas geantwortet hätte. Gilt im übrigen auch für die Pressestelle. Mittlerweile überlege ich, Herrn Böhmermann anzuschreiben und den Spieß umzudrehen. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diese „Kolumne auf die Reaktionsfreudigkeit des Herrn Meiser“ schreibe oder nicht. Aber da es mir einfach nicht aus dem Kopf ging, musste ich es halt herausschreiben.

An dieser Stelle sei zu sagen, dass nicht alle prominenten Menschen so sind. Dieser Blog wurde schon von einigen bekannten Personen besucht. Auch steht die Krötor Redaktion mit netten Menschen in Kontakt, die man als Personen des öffentlichen Lebens bezeichnen kann.

Was haltet Ihr von Herrn Meisers „nicht melden“, liebe Krötmunity. An dieser Stelle sei nochmal gesagt, dass ich nur eine Antwort wollte. Und die kurze Zeit, um ein „Nein“ zu schreiben, sollte doch jemand haben, dem ich soviele Stunden meines Lebens schenkte.

WICHTIG: Wir stehen in keinerlei Weise zu irgendwelchen rechten Gesinnungen oder sonstigem Gedankengut welches eventuell Herrn Meiser nachgesagt wird. Wir sind ein freundlicher und sauberer Blog, der Traffic will:)

dT1hSFIwY0Rvdkx6TmpMV3hwZG1VdVpHeGhiaTVqYVc1bGRHbGpMbVJsTDIxaGFXd3ZZMnhwWlc1MEwybHVkR1Z5Ym1Gc0wyRjBkR0ZqYUcxbGJuUXZaRzkzYm14dllXUXZkR0YwZERCZk1TMHRMWFJ0WVdreE5HTmxNelUyTkRNeU5XWXhabVV5Tz

INFO: Ab nächste Woche (voraussichtlich Start am 15.07.) wird das Ma-Go Filmrätsel auf dieser Seite präsentiert. Es wird 10 Fragen zum Thema Komödie national / international aus den Jahren 1990 – 1999 geben. Fünf der Fragen kommen vom Krötor Team und die restlichen fünf von Schurzgeschichtenschreiber

Es würde uns sehr freuen, wenn möglichst viele Blog-Kollegen daran teilnehmen würden. Der Gewinner darf das Rätsel dann auf seinem Blog austragen, mit Fragen zum Thema seiner Wahl. Es lohnt sich also (Traffic:))

Stay tuned

Selbstzweifel

2

20170621_130553

Hallo Leute,

in der heutigen Kolumne widmen wir uns einem klassischen Thema der modernen Bürokultur. Der Spülmaschine. Nun mag der ein oder andere anmerken, dass es Spülmaschinen nicht nur im Büro gibt. Das stimmt. Aber ich möchte mich hier der verschiedenen Spülmaschineneinräum (oder auch nicht) Typen annehmen.

In meiner langjährigen Büroerfahrung habe ich grob 4 verschiedene Arten dieser von Kaffee oder Tee heimgesuchten Spezies ausmachen können, die individuell und (in meinen Augen) ihrem Charakter entsprechend, die Spülmaschine nutzen, um ihre Tassen, Teller, Gläser,… wie Phönix aus der Asche, wieder in neuem Glanze erstrahlen zu lassen (oder auch nicht).

1. Der Ich-lasse-meine-Tasse-bewusst-stehen-damit-andere-sie-wegräumen-Typ
Hierbei handelt es sich meistens um höhere Angestellte oder gar den Chef der Firma. In den Augen dieser Personen haben sie sich einen Status erarbeitet. Sie verdienen gutes Geld, fahren teure Autos, reden mit wichtigen Personen und delegieren gerne auch mal. Warum also sollten sie ihre Tassen in die Spülmaschine einräumen? Das macht für sie keinerlei Sinn. Also bleibt die Tasse auf dem Schreibtisch stehen in der Hoffnung, bzw. Gewissheit, dass Lakaien die Arbeit übernehmen, die Tasse in die Spülmaschine einzuräumen. Ich kann die Ich-lasse-meine-Tasse-bewusst-stehen-damit-andere-sie-wegräumen-Typen zwar verstehen, heiße ihr Tun (bzw. nicht Tun) aber nicht gut. Schließlich ist es kein Akt, die Tasse wegzuräumen und nebenbei noch einen Smalltalk in der Küche zu halten, um das Team zu stärken.

2. Der Ich-räume-meine-Tasse-in-die-Spülmaschine-ein-Typ
Alles richtig gemacht. Du hast es drauf. Bist unendlich cool und wirst es im Leben zu etwas bringen. Alles, was Du anfasst, wird zu Gold. Heerscharen von Engeln werden kommen, um Dir zu huldigen. Man wird Dir ein Denkmal setzen und Legionen von Menschen werden Dich nie vergessen. Du weißt, wo das scheiß Pferd steht. Selbst Gott schaut ehrwürdig auf Dich herab und überlegt es sich zweimal, ob er mal wieder Erzengel Michael seinen Scheiß in die himmlische Spülmaschine einräumen lässt.

3. Der Ich-lasse-meine-Sachen-stehen-und-räume-sie-irgendwann-weg-Typ
Dieses possierliche Tierchen erwartet nicht, dass jemand seinen Kram wegräumt. Das Zeug bleibt einfach stehen. Was kein Problem darstellt, wenn es für eine Nacht oder einen anderen kurzen Zeitraum ist. Wird es doch weggeräumt. Aber spätestens, wenn die Tasse (belebt durch pilzartige Wesen) anfängt zu kommunizieren oder aber sich selbst zur rettenden Spülmaschine schleppt, sollte man überlegen einzugreifen.

4. Der Ich-stelle-meinen-Scheiß-auf-die-Spülmaschine-Typ
Mit diesem Sonderling kommen wir zum Kern der Kolumne. Was wollen diese Leute? Warum bringt man die Tasse zur Maschine und stellt sie dann einfach nur drauf? Wenn die Maschine läuft, ist das nachvollziehbar. Aber warum macht man das sonst? Geht es um Entscheidungsschwäche. Hat man Angst davor, nicht angesehen genug zu sein, um die Tasse auf dem Schreibtisch stehen zu lassen, damit sie weggeräumt wird. Angst davor, sein menschliches Versagen in einer Tasse zu sehen, die am nächsten Morgen nicht vom Schreibtisch weggeräumt wurde? So, dass man die Tasse auf die Maschine stellt und andere somit zwingt, selbige einzuräumen? Will man sich wichtig machen? Hat man vielleicht die Befürchtung, dass eine unaussprechliche Entität in der Spülmaschine haust, die einen direkt tötet, wenn man die Maschine öffnet? Denkt man vielleicht, in der Maschine sei ein schwarzes Loch und man würde das Raum-Zeit-Kontinuum stören oder gar zerstören, wenn man die Spülmaschine öffnet? Wo ist Euer Problem Leute?

Ich für meinen Teil stelle das Zeug immer direkt nach Feierabend rein. Ist am sinnigsten. Und wenn es mal eine Nacht steht, so passt das auch.

Stay tuned…

Should i stay or should i go?

4

20170608_115110

Ich wühle und krame mal wieder in der Kiste der menschlichen Abgründe. Ich mache mir viele Gedanken über Menschen und das, was diese tun oder auch nicht.

Wer diesen Blog öfter liest weiß, dass sich die Kolumne im Endeffekt um diese Dinge dreht. Es geht um, nennen wir es mal Randgruppen, die Dinge tun (oder auch nicht tun) die der Rest der Menschheit eben nicht macht (oder aber macht).

Bevor ich aber wieder abschweife, beginne ich mit dem eigentlichen Thema. Ich habe hier lange und ausführlich recherchiert und auch diverse Umfragen betrieben. Daher muss ich vorweg nehmen, dass dieses Thema die weibliche Bevölkerung nur streift. Es geht hauptsächlich um die Männer. Dies hat nichts mit Anti-Feminismus oder ähnlichem zu tun. Dies werden die Damen aber erkennen, wenn sie den folgenden Text lesen.

Stellen wir uns also vor, wir kommen morgens in die Firma. Wir schalten unseren Rechner an, rufen diverse Mails ab, trinken den ersten Kaffee. Da wir verschlafen haben, musste die Reise in die Firma schnell vonstatten gehen. Dies fiel leider zu Lasten des allmorgendlichen großen Geschäftes, welches normalerweise zu Hause zelebriert wird. Dies fordert nun seinen Tribut und wir begeben uns auf die Firmentoilette. Hier haben wir die Auswahl zwischen zwei Pissoirs und drei Kabinen. Da für unser Vorhaben ein Pissoir nicht ausreicht, begeben wir uns auf eine der drei Kabinen. Alle drei sind frei und wir wählen die linke. Auf das weitere Treiben möchte ich hier nicht eingehen. Es geht nicht um Fäkalien oder Fäkalhumor, sondern um eine durchaus ernst zu nehmende Angelegenheit.

Wir sind also mit unserem Geschäft fertig und jemand kommt hinein. NUN stellt sich die entscheidende Frage: Warten wir, bis diese Person in eine Kabine verschwunden ist? Beziehungsweise, bis die Person am Pissoir fertig ist (wenn sie nicht groß muss) und dann aus der kompletten Toilettenanlage verschwindet? Natürlich tun wir das. Wir warten bis die Person außer Sicht ist und verlassen dann unsere Kabine. Das hat mit Anstand zu tun!

Und dennoch gibt es Leute, die dies nicht machen. Was geht in denen vor? Was stimmt da nicht? Und vor allem, warum tun diese Leute das. Ich verstehe einfach nicht, was man davon hat, direkt nach dem Spülen die Kabine zu verlassen und (anscheinend willentlich) anderen Leuten zu begegnen. Dann könnte man auch gleich sagen: „Hey, ich war gerade scheißen. War toll, hat Spaß gemacht. Habe gestern Curry gegessen. Riecht man irgendwie raus, oder? Und glaub mir, scharfes Essen brennt immer zweimal…“.

Aber sowas macht doch keiner. Es geht mir nicht in den Kopf, warum es Leute gibt, die das tun. Will man damit vielleicht demonstrieren, dass man der Stärkere ist? Nach dem Motto: „Hey, das was da stinkt ist von mir. Du darfst es nun ertragen. Und ich möchte, dass du weißt von wem es ist. Genau! Das ist meine Scheiße, die du hier riechst. Mein temporäres Vermächtnis an die Besucher dieser Toilettenanlage. Und es ist mir (Achtung Wortspiel) scheißegal, was du davon hältst. Im Gegenteil, ich grinse dich noch an und frage dich, wie es geht und steht“.

Oder reden wir hier einfach von emotionslosen Soziopathen, die gar nicht merken, was sie da anrichten. Dies wäre noch die einzige Entschuldigung, die ich diesem Verhalten zuordnen könnte.

Was ich damit sagen möchte ist (und mit dieser Meinung stehe ich keinesfalls alleine dar, im Gegenteil – ich habe die bereits erwähnten Umfragen durchgeführt): Scheiß alleine und dann geh alleine weg. Sonst kannst du auch gleich die Türe beim Scheißen auflassen.