7 dämliche Fragen an: Harry Wijnvoord

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Hallo liebe Krötmunity,

wir haben lange nichts mehr von uns hören lassen, abgesehen von den 7 dämlichen Fragen, die dafür umso besser ankommen. Jedoch hängt das alles nicht am Sommerloch, sondern an der vielen Arbeit für das Krötor HQ. Nachdem UJM nicht mehr bei uns ist, Farin Ferien ständig in Ferien ist und der unglaubliche U. nur noch schreibt (ohne Ergebnisse jedoch), muss ich mich alleine um alles kümmern. Es gilt, den riesigen Brunnen in unserer Empfangshalle zu reinigen, den Pfauen Futter zu geben und ihre Ställe zu reinigen, die Koi Karpfen zu füttern, die Iberico Schweine zu streicheln und zu füttern, die Hubschrauber der Stargäste am Hubschrauberlandeplatz zu empfangen, mit den Delfinen im hauseigenen Meer zu schwimmen, Seehofer zu hassen, Jennifer Rostock Alben zu hören, Schnaps in der hauseigenen Destillerie zu brennen, den 5000 qm großen Rosengarten zu pflegen und noch vieles mehr.

Das ist aber noch lange nicht alles. Nebenher ist Euer Kröti ja auch noch Autor, der Kurzgeschichten, Novellen, Romane … schreibt. Lesungen und Autogrammstunden hat er auch. Außerdem zockt er im Moment das geniale Game Octopath Traveler auf der Nintendo Switch. Ferner zieht er sehr gerne seinen neuen Iron Man Helm an (kein Witz, das Teil ist der Hammer) und blättert auch mal in seinem (in Italien handgefertigten) Necronomicon. Und eine richtige Arbeit hat der Gute ja auch noch. Anmerkung zum Iron Man Helm: In einer Samstagnacht (gg 04:30 Uhr) stand ich vor der Tür und rauchte eine Zigarette. Natürlich im Iron Man Helm. Dann kam ein Pärchen an mir vorbei. Die Dame schaute mich verstört an und fragte nur „Bin ich echt schon so besoffen“ 🙂 🙂

harry-wijnvoord-person-portrait

Ihr fragt Euch vielleicht, warum ich hier soviel über mich schreibe und nichts über unseren Stargast in „7 dämliche Fragen an…“. Die Antwort ist sehr leicht: über ihn braucht man nichts mehr zu sagen. Es ist Harry Wijnvoord. Damit ist auch schon alles gesagt. Wir reden hier von einem Helden meiner Jugend. Ich sage nur: „Der Preis ist heiß“. Daher war ich überglücklich, als Harry zugesagt hat. Wir reden hier schließlich von einer Moderatoren LEGENDE. Und hier die Fragen, mitsamt den Antworten:

Warum ist der Preis heiß?

Nur heiße Preise gab es bei mir, kalte Preise hätten keinen Mensch interessiert. Immer nur Langnese ist auch langweilig.

Wenn Robocop gegen den Terminator kämpft: wer würde gewinnen?

Es ist der Kampf Mensch gegen Maschine, Menschen reagieren emotionell, Maschinen nicht. Also Vorteil Maschine…

Warum hat ein Handy-Akku nur 100 % ?

Mehr als 100 % ist nicht möglich. Ich hätte die Skala aber trotzdem auf 150% erweitert. Es gibt den Menschen ein besseres Gefühl. Mein 500 er Fiat hat ein Tacho, mit maximal 240 km, dabei fährt das Ding nur 160. Aber man kann ja nie wissen… Rückenwind, Bergabwärts….

Wie lange braucht der Bus?

Wenn der Bus von A nach B fährt und weniger Zeit braucht, als von B nach C, kann man davon ausgehen, dass der Fahrer ungefähr 45 Jahre alt ist, allein erziehend ist und seine Kinder beide unter 30 Jahre alt sind.

Wie funktionieren die 3 Muscheln, die in dem Film Demolition Man das Toilettenpapier ersetzen?

Das kenne ich aus Japan, eine Muschel für die Wasserstrahlstärke, eine Muschel für die Temperatur des Wassers und eine für das Gebläse zum Arschtrocknen. Super Sache.

Was macht Elvis Presley gerade?

Liegt in seinem Sarg und singt: In the Ghetto….

Warum öffnet und schließt sich bei uns im Büro (5 Personen) nahezu sekündlich die Tür?*

Weil ihr die Notaufnahme im Krankenhaus seid…

*Anm. d. Red.: Was mich persönlich tierisch nervt. Langsam beginne ich Menschen zu hassen 🙂

Harry Wijnvoord.

An dieser Stelle nochmal VIELEN DANK an Harry. Es war mir eine Ehre und ein Fest.

Lustige Anekdote am Ende: Harry moderierte auch die Kochsendung „Der Reis ist heiß“ auf tm3 🙂

Stay tuned!!!!

Euer Krötor

Bildquelle: http://www.harry-wijnvoord.de/

 

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7 dämliche Fragen an Christian von Aster

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Hello Krötmunity,

heute geht es endlich weiter mit der beliebten Runde: „7 dämliche Fragen an…“. Der heutige Stargast ist Christian von Aster. Ebendieser stellte sich mal die Frage, warum er versuche, von der Kunst zu leben. Diese Frage kann ich gerne beantworten: Weil er ein begnadeter Künstler ist und die Welt sonst einiges verpasst hätte. Christian ist in meinen Augen immer am werkeln. Sei es ein Elfentagebuch oder die Wiederbelebung der Flaschenpost, was ich persönlich total klasse fand. Außerdem ist er Herausgeber von großartigen Anthologien, wie z.B.: „Die Bakerstreet Artefakte“ oder aber „Bosch´s Vermächtnis – Geschichten aus dem Garten der Lüste“. In letzterem Werk hat Euer Krötor auch eine Geschichte verfasst. Unter seinem Pseudonym „Sascha Leidinger“. Herr von Aster ist auch ein genialer Vorleser. Ich war mehr als angenehm unterhalten, als er seinen Beitrag zu Garten der Lüste, auf der Leipziger Buchmesse (auf der ich viel erlebt habe) zum Besten gab. Ferner hat sich Christian der deutschen Sprache angenommen und diese etwas umgekrempelt. Mehr dazu gibt’s in „NeuDeutsch2.0“.

Als Autor begeistert er mit Werken, wie „Das Koboltikum“, „Ruprecht´s großer Rutentest“ oder seinem neuesten Werk: „Der Orkfresser“. So Leute, genug gequatscht (das kann ich ja bestens), kommen wir nun zu den Fragen:

F: Warum haben Fußgängerampeln kein „Orange“?

A: Das ist vor allem ein rechtliches, mit den Markenschutzrechen besagter Farbe verbundenes Problem, die vor längerer Zeit ein kleines, auf die Herstellung runder halbhartschaliger Vitaminsnacks spezialiertes Unternehmen erworben und die Nutzungsrechte aus frontalaversiven Gründen lediglich den Ampelseitenteilherstellern verkauft hat.

F: Wer würde gewinnen, wenn Robocop gegen den Terminator kämpft?

A: Die Firma, die den entsprechenden Film rausbringt.

F: Warum gibt es Bielefeld nicht?

A: Um dem Suggestivcharakter dieser Frage zu entgehen, möchte ich mit einem Zitat von Keyser Soze aus ‚Die üblichen Verdächtigen‘ antworten:„Der größte Trick Bielefelds war, uns glauben zu machen, es gäbe Bielefeld nicht.“

F: Was ist das Gegenteil von Gelb?

A: Es gibt eine altkatatonische Redensart (wakahama ta garagab balaf‘nha), die sich in etwas mit „Du bist das Gegenteil von Gelb“ übersetzen lässt und im dortigen Hochland als schlimmste mögliche Beleidigung gilt.

F: Hast Du Dir mal überlegt, eine Anthologie zum Thema „Der Garten der Lüste“, des Künstlers H. Bosch, auf den Markt zu bringen? Wie findest Du die Idee?

A: Obwohl die Idee einen gewissen Reiz hat, wäre sie meines Erachtens nicht durchführbar. Schon weil sich höchstens die Hälfte der Autoren nicht an etwaige Vorgaben halten würde. Ausserdem fände sich vermutlich kein Verlag. Und wenn, dann allenfalls, um daraus ein günstiges Paperback zu machen. Darüber hinaus ist das Bild ja auch schon ziemlich alt. Das wäre also völliger Unsinn.

F: Warum ist es nachts kälter, als draußen?

A: Sie wissen hoffentlich, dass dieser Frage des griechischen Gelehrten Kryptikus von Wyrrrnis ein Übersetzungsfehler zugrunde liegt. Ursprünglich lautet sie ‚Warum ist es nachts älter als draußen?‘. Und die Antwort darauf liegt ja quasi auf der Hand.

 

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Quelle: vonaster.de

An dieser Stelle nochmal: VIELEN HERZLICHEN DANK, LIEBER CHRISTIAN!!! Es hat Spaß gemacht.

NEU+++NEU+++NEU+++: Der Teilnehmer (in diesem Fall Herr von Aster) hat die Möglichkeit, den nächsten Kandidaten für „7 dämliche Fragen an…“ zu nominieren. Wird er davon Gebrauch machen?

Stay tuned!

 

7 dämliche Fragen an: Sebastian Fitzek

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Hallo Leute,

Team Krötor meldet sich zurück. Wir hoffen, dass bei Euch alles krötig ist und starten mit einem Highlight durch.

Unsere „7 dämliche Fragen an…“ Reihe wurde erfolgreich von Markus Heitz eröffnet. Wer nochmal nachlesen will, findet hier den Eintrag.

Der Start war grandios und daher geht die Reihe natürlich weiter. Der nächste Schreiberling, der sich (fantastischerweise) dazu bereit erklärt hat, dabei zu sein, ist kein geringerer als Sebastian Fitzek. Sebastian ist (und das nicht nur in meinen Augen) DER deutsche Psychothrillergott. Ich persönlich habe sehr oft meine, wie ich sie nenne, Fitzek-Phase, in der ich seine Bücher verschlinge. Da ich meist die Hörbuchvariante wähle, freue ich mich immer wieder darüber, dass Sebastian selbst ein Nachwort spricht. Er ist einfach ein sehr erfolgreicher klasse Typ, der aber definitiv auf dem Boden geblieben ist. Meine Lieblingstitel von ihm sind „Das Paket“, „AchtNacht“, „Passagier 23“ und „Die Blutschule“, die er unter dem Pseudonym Max Rhode, schrieb.

Ein Anliegen noch von mir: ich finde es klasse, dass Sebastian (aus persönlichen Gründen) ehrenamtlich als Schirmherr des Vereines Das frühgeborene Kind arbeitet.

So, jetzt haben wir lange genug gelabert und kommen zum Wesentlichen: die 7 Fragen an Sebastian, inklusive seiner Antworten. Viel Spaß damit:

Hallo Sebastian,
hier die versprochenen Fragen:
  • Sebastian, was würdest Du mir antworten, wenn ich fragen würde?
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  • Warum war es mir nicht möglich, auf elektronischem Wege, meinen O2 Vertrag zu verlängern?
Weil Sauerstoff auf Elektronik sehr empfindlich reagiert.

 

  • Stört es Dich, dass Elon Musk, aufgrund der verblüffenden Ähnlichkeit mit Dir, auch Elektro Fitzek genannt wird?
Nein, bei meinem hollywoodmäßigen Brad-Pitt-Aussehen musste ich mich in unserer oberflächlichen Mediengesellschaft leider schon sehr früh daran gewöhnen, auf Äußerlichkeiten wie Waschbrettbauch und Zahnpastalächeln reduziert zu werden. Da muss Elon Musk nun auch durch.

 

  • Was macht ein Schriftsteller wie Du, auf einem Blog wie diesem?
Das ist ein Blog?

 

  • Wie kamst Du auf die Idee, für das Buch „Die Zwerge“?
Das war zu der Zeit als Markus Heitz gerade an seinem Buch „Der Augensammler“ arbeitete. Wir waren beide so fasziniert von der Idee des jeweils anderen, dass wir zunächst darüber nachdachten, das Buch „Die Zwergenaugen oder „Die Sammelwerge“ gemeinsam zu schreiben. Über den Titel gerieten wir dann dann aber so in Streit (zwischenzeitlich war der „Zwergensammler“ Favorit), dass wir am Ende vergessen hatten, von wem welche Idee stammte. Am Ende schrieb Markus Heitz dann „Die  Zwerge“, aber es ist richtig und wird erstmals hier öffentlich auf diesem Blog enthüllt, dass die Grundidee von Frank Schätzing war.

 

  • Wer würde gewinnen, wenn Robocop gegen den Terminator kämpft?
Hulk.

 

  • Du arbeitest in Deinen Romanen sehr viel mit Buchstaben, wie kamst Du auf diese außergewöhnliche Idee?

Wie viele großartige Erfindungen ist auch diese dem Zufall zu verdanken. Ich habe sehr lange mit Zahlen jongliert, aber da ich zwei linke Hände habe, führte das nicht zu dem gewünschten Ergebnis. Dann platzte mir im Supermarkt eine Tüte Buchstabensuppe und formte auf dem Fußboden das Wort „grmjgcjdofqvvv“

Alles weitere ist Geschichte.
Das war es Leute. Hoffentlich hat es Euch so gut gefallen und Spaß gemacht, wie mir.
DAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAANKE nochmal an Sebastian, das war klasse von Dir!!!!
Eines noch in eigener Sache, wer Krötor gerne live sehen möchte, hat am 10.03. die Chance dazu. Dann lese ich (unter dem Pseudonym Sascha Leidinger) in Trier auf den Mittelaltertagen. Um 13 Uhr geht es los. Danach werden noch weitere tolle Autoren ihre Werke vorstellen.
Stay tuned

Sieben (nicht der Film, aber besser!!!)

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Hallo Leute,

wir haben länger nichts mehr von uns verlauten lassen. Ich darf an dieser Stelle allen Lesern ein tolles und krötisches neues Jahr wünschen, in welches Ihr hoffentlich gebührend gestartet seid. Außerdem bedankt sich das Krötor Team für über 6000 Klicks in 2017. Großes Kino für einen kleinen Blog.

Auf einen Jahresrückblick verzichten wir, obwohl dieser bestimmt genial werden würde. Aber da er durch den unglaublich(en) (unproduktiven) U. geschrieben werden würde, wird es vermutlich eher einen Rückblick auf das Jahr geben, in dem der Berliner Flughafen eröffnet wird. Aber dafür darf ich Euch etwas Neues präsentieren. Das Team hat sich viele Gedanken gemacht, um immer wieder seine Leser zu begeistern. Nach langem Brainstorming und rauchenden Köpfen, haben wir nun DIE Idee. Ein Format in Form (welch Wortspiel) eines Interviews. Aber kein normales, denn Krötor ist nicht normal. Ab nun werden regelmäßig SIEBEN DÄMLICHE FRAGEN AN illustre Persönlichkeiten gestellt. Diese werden dann (hoffentlich lustig und unterhaltsam) beantwortet. Und das Ergebnis lest Ihr dann auf diesem Blog.

Ich will nicht noch weiter um den heißen Brei herumreden, daher legen wir los. Den Anfang macht niemand geringers als: MARKUS HEITZ (nerdgasmus beim Schreiben des Namens ;)) Wir reden hier also von jemandem, den man nicht näher vorstellen müsste, ich tue es dennoch. Aber nicht in Form von kopierten Wikipedia Texten, sondern mit meinen Worten. Das erste Buch, das ich von Markus las, war AERA. Dieses Werk hat mich so begeistert, dass ich nach und nach sehr viele Bücher von Herrn Heitz las. Ich mag seine Ideen, seinen Witz und seinen Stil. Er ist sowohl in der Phantstik zu Hause, als auch in anderen Genres. Ich würde mich also als Fan des mehrfachen Preisträgers (u.a. gefühlte 100000 Mal den deutschen Phantastik Preis,…) bezeichnen. Auf zwei Lesungen erlebte ich ihn auch live und wurde sehr gut unterhalten. Nebenbei erfuhr ich, dass er auch die Band LAMBDA produziert, welche mich mit ihren spährischen Klängen erfreut. Berühmt wurde Markus mit DIE ZWERGE, einem Bestseller den es auch als Brettspiel, Computerspiel und „Musical“ zu erleben gibt. Für mich persönlich war das Buch kein Highlight. Das lag jedoch nicht an Herrn Heitz, sondern daran, dass ich nicht so auf klassische Fantasy stehe. Das Buch an sich ist top.

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Später traf ich Markus auf einem sehr gelungenen Schreibkurs. Dort erfuhr ich ein geniales Wochenende mit Sonja Rüther, Nicole Zöllner, Sina Berwald, Tom Finn, Boris Koch und Markus Heitz. Dieser Kurs hat meine Liebe für das Schreiben und Bloggen wieder neu entfacht:) Jetzt habe ich doch wieder ziemlich viel geschrieben. Also: Vorhang auf für SIEBEN DÄMLICHE FRAGEN AN Markus Heitz (Mahet):

 

> 1. Warum steht man im Supermarkt immer an der falschen Kasse?
+++Mahet: Ich nie. Denn ich warte immer mit einem Lächeln und weiß, dass ich die verlorene Zeit mit Geschwindigkeitsübertretungen auf dem Nachhauseweg rausholen kann. Das nennt sich „aggressives Zeitmanagement“. Habe ich gerade erfunden.

> 2. Wer würde gewinnen, wenn Robocop gegen den Terminator kämpfen würde?
+++Mahet: Eindeutig die Feinde des Gewinners, denn: Der Verlierer ist tot, und der Gewinner SO zerstört, dass dieser wiederum leicht zu vernichten ist. Außerdem müsste man beim Terminator zuerst die Frage des Modells klären, sonst kann ich darauf nicht adäquat antworten, was das direkte Duell angeht.

> 3. Was war zuerst da: Huhn oder Ei?
+++Mahet: Der Erfinder von beidem. Also das Rad.

> 4. Warum hat sich das Wort „sitt“ – ist das Gegenteil von durstig – nie durchgesetzt?
+++Mahet: Es hat keine Lobby. Alles, was erfolglos ist, hat keine Lobby. So einfach ist das. Wie Esperanto, sozusagen der Vorläufer des „sitt“. Oder das fast-alkoholfreie Bier mit 10%.

> 5. Doctor who?
+++Mahet: Den kenne ich! Das ist der coole chinesische Arzt um die Ecke!

> 6. Warum fängt jeder Satz bei Dir mit einem Großbuchstaben an?
+++Mahet: Nicht nach einem Semikolon – HA! Ja, ich weiß, Klugscheißer. Keiner mag Klugscheißer. Wissen belastet.

7. Wärst Du nicht erfolgreiche Mary Kay Vertreterin geworden, hättest Du Dir dann vorstellen können, Schriftsteller zu werden?
+++Mahet: Ich dachte sehr lange drüber nach, ob ich nicht lieber Hersteller von Fertigbetonstiefeln werde, weil es immer was zu versenken gibt, oder eben auch Händler für entsorgte Blinddärme, um sie Operierten wieder anzudrehen, denen man sie rausgerissen hatte. Aggressiver Organhandel mit offiziell ausgebauten Teilen ist nicht verboten, und wir wissen, dass der Blinddarm wichtig für unser Immunsystem ist. Aber Schriftsteller – ich meine, irgendwann ist die Schrift halt hingestellt. Das hat kein Nachschubpotential. Im Gegensatz zum Blinddarm-Geschäft. Und darüber rutschte ich in die Vertreterbranche. Heute habe ich zehn gut laufende Vertriebsorganisationen. Auch für Schriftsteller, Schriftschieber, Schriftklopfer und Schreibschrifter.

NOCHMAL FETTEN DANK AN MARKUS. Ich hab mich weggelacht.

Wer wird wohl die/der/es nächste sein?

Stay tuned und rockt das Jahr!!

 

Rezi: Testlesen (Sonja Rüther)

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Hallo Leute,

heute geht es mal nicht um ein Werk aus der Belletristik, sondern vielmehr um ein… Fachbuch, würde ich sagen. Die Autorin ist die von mir sehr geschätzte Sonja Rüther aka Sanne Averbeck. Ich mag ihre Bücher (hier meine Rezi zu „Die Gästeliste“ von Sanne Averbeck) sehr und schätze sie auch als Mensch. Ich finde es interessant, dass sie in diversen Themenbereichen zu Hause ist. Sie schreibt Ratgeber, Romane und gibt auch Kurse im Schreiben (mehr hier). Außerdem ist sie eine ausgezeichnete (Zombie)-Zeichnerin.

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Das mir vorliegende Werk (danke nochmal für das Belegexemplar, liebe Sonja) ist ein Ratgeber für Autoren und Testleser. Das Thema ist (wie der Titel schon verrät) Testlesen. Da die Besucher dieses Blogs keine Autoren sind, sollte ich vielleicht kurz erklären, was ein Testleser ist. Diese lieben Leute bringen (uns) Autoren weiter und helfen uns. Sie bekommen eine (meist frühe) Fassung eines Textes geschickt und lesen diesen. Danach teilen sie dem Autor ihre Meinung mit. Wir reden hier dann nicht von Kommafehlern oder ähnlichem, sondern vom Inhalt. Passt die Story?, wie sind die Charaktere,? ist das Setting gut?… All diese Dinge gehören zur Arbeit des Testlesers. Dieser wiederum bekommt eine ganz besondere Sache als Gegenleistung: er darf das Werk als Erster lesen und sogar seinen Senf dazugeben. Dies ist für viele Testleser ein großes Geschenk, da es wirklich etwas Außergewöhnliches ist.

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Sonja hat alles sehr schön rübergebracht. Stück für Stück geht sie auf wirklich alles ein. Wir erfahren einiges über die Typen von Testlesern, als auch die Typen von Autoren. Sie beschreibt anschaulich, welche Typen zusammen passen und welche nicht. Sie gibt Tipps und Tricks für beide Seiten und lockert alles immer wieder durch (selbstgezeichnete) Bilder auf. Für mich als Autor ist dieses Buch sehr hilfreich. Man denkt immer, man hätte alles im Griff und bräuchte keine sonstige Hilfe. Dieses Buch öffnet jedoch Türen, von denen man gar nicht weiß, dass es sie gibt. Man bekommt Informationen auf höchstem Niveau, da Sonja sowohl Autorin, als auch Testleserin ist. Abgerundet wird das Werk durch Checklisten und Arbeitshilfen, die man wirklich gut gebrauchen kann.

Mein Fazit: Für Autoren (welche Testleser nutzen) und Testleser ist dieses Büchlein sehr hilfreich. Natürlich kennt man schon den ein oder anderen Kniff, aber die hier beschriebene „Anleitung“ fürs Testlesen, bringt Ordnung und Struktur in die Zusammenarbeit von Autor und Testleser. Außerdem beugen die Hilfestellungen direkt Dingen vor, die sonst nicht so gut laufen würden.

P.S.: Sonja ist eine sehr gute Zeichnerin, aber ihr Selbstportrait kann nicht mit der hübschen Dame mithalten, die sie wirklich ist 🙂

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Stay tuned

#gelb2

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Hallo liebe Freunde der schlechten Unterhaltung:)

aufgrund Zeitmangels gibt es heute keine Kolumne. Aber nicht traurig sein, denn dafür gibt es das zweite Kapitel von Gelb. Wer das erste Kapitel noch nicht gelesen hat, kann dies hier nachholen.

Der Text wurde bisher noch nicht lektoriert und korrigiert. Also nicht wundern, wenn sich der ein oder andere Fehler eingeschlichen hat 🙂

Und nun: Viel Spaß und stay tuned!!

KAPITEL 2: VORGLÜHEN

 

Bundesrepublik Deutschland

Saarland

Frühling 1998

 

Frisch geduscht finden wir uns alle in Achims Wohnzimmer zusammen. Achim lebt mit seiner (ziemlich heißen) Mutter alleine in diesem Haus. Ihnen geht es nicht schlecht und so hat Achim alles, was er braucht. Seien es die neuesten technischen Errungenschaften oder einfach “nur” Geld. Ihm fehlt es an nichts. Daher macht es auch immer viel Spaß, bei ihm zu sein. Man ist von vielen Spielereien umgeben und hat ein Gefühl von Freiheit (das hört sich jetzt sehr nach “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo” an, aber es ist halt so).

Freiheit hin, Freiheit her, heute wollen wir saufen. Da es erst 18 Uhr ist, also definitiv zu früh um (als coole Jungs) schon auf dem Fest aufzutauchen, entscheiden wir uns für ein Trinkspiel. Der beste Zeitvertreib an sich. Das Spiel nennt sich “Zehnersaufen”. Gespielt wird dies mit einem 64er Blatt. Jeder, der ein Bild zieht (jedes Bild zählt automatisch zehn) – säuft. Jeder, dessen Zahlen auf den Karten in Summe zehn ergeben -säuft. Das Spiel trägt ungemein zur gediegenen Atmosphäre bei und macht auch noch betrunken. Gesoffen wird entweder Schnaps (Summe zehn) oder Bier auf ex (Bild zehn). Besonderheit sind die Asse und Joker. Bei diesen darf man bestimmen, wer was säuft. Ein Traum von einem Spiel. Das Spiel läuft munter und man säuft munter. Nachdem das Gespräch einige Zeit lang an Ralf und Jane hängengeblieben ist, mit den üblichen unfruchtbaren Versuchen, ihn von ihr loszueisen, wechselt Julius schlagartig auf meinen Bruder als Thema. “Mein lieber Aal, wie schaut es eigentlich mit dir und der holden Weiblichkeit aus?” fragt er. “Du bist doch mittlerweile schon voll in dem Alter, in dem man Interesse an Titten und Weibern hat” schließt er lachend. Zwischenzeitlich hat Achim eine Dame gezogen und darf sich ein Bier genehmigen. “Genau Aal” stimmt er danach rülpsend ein “erzähl uns mal davon”. Mein Bruder grinst mich diabolisch an und meint, dass irgendwer in der Familie ja die Stiche machen muss, wenn wir beim Thema Karten spielen bleiben wollen. Alle lachen. Auch ich, denn ein guter Witz ist ein guter Witz. Das Spiel geht weiter und ich ziehe einen Joker. Damit revanchiere ich mich bei meinem Bruder, der dafür einen Schnaps trinken darf.

“Hat eigentlich jemand von Euch Super Metroid unter 2 Stunden durchgespielt” werfe ich in die Runde “umso schneller es unter 2 Stunden geht, umso mehr zieht Samus an Kleidung aus”. “Ich dachte das wäre ein Kerl”, meint Ralf “und außerdem, wie kommt man darauf, so etwas zu versuchen?”. “Easter eggs” sage ich zu ihm “Easter eggs, mein  Freund”. “Ja, irgendeine Art von Eiern muss man ja haben”, meint Achim nach einem Schnaps. Wieder einmal sind alle herzlich am Lachen und ich beschließe, meine Wortwahl sorgfältiger zu treffen.

“Ist deine Mutter eigentlich zu Hause” frage ich Achim und grinse wollüstig in die Runde. “Halt dein Maul, Arschloch” kommt die kurze Antwort, die vom Gelächter aller untermalt wird. “Ich meine ja nur” stichle ich weiter. “Wenn ich kein Bock mehr auf Karten spielen habe, dann wüsste ich was ich sonst tun würde. Wenn sie da ist”. “Du sollst die Schnauze halten”, kommt die Antwort nun definitiv wütend und das Lachen verstummt. Da ich Achim kenne und damit auch die Grenzen der Spässchen, bin ich ruhig. So spielen wir weiter und reden über dies und das. Die Themen beziehen sich hauptsächlich auf Filme und Computerspiele, werden aber mit zunehmendem Alkoholgenuss auch forsch in die weibliche Richtung getrieben. Achim, der schon sehr gut dabei ist, prahlt damit, dass er gerne die Bude für sich alleine hätte, wenn er später mit mindestens zwei Mädels wieder käme. Ralf äußert sich sorgenvoll darüber, dass Jane etwas mitbekommen könnte, wenn wir mit Mädels zu tun haben, worauf mein Bruder laut lachen muss. “Alter” meint er zu Ralf, “was ist dein Problem?” Nur weil wir mit denen reden, machen wir ihnen noch keine Kinder oder so. Chill mal.” Julius und ich grinsen uns während dem Geprahle und den Disputen nur an. META: Nein, wir sind nicht schwul. Wir verstehen uns nur fast blind und wissen, wie die anderen ticken.

Und so wird weiter geredet und weiter getrunken, bis Achim schließlich einschläft. “Oh nein”, meint Julius “nicht schon wieder”. “Du weißt doch, wie er ist”, sage ich. “Wir lassen ihn ausschlafen. Danach ist er wieder fit und wach und er weiß ja, wo er uns findet”. “Ja, er hat noch lange nicht so viel getrunken, dass er einen Blackout hat” stimmt Ralf mir zu.

Gesagt getan. Wir decken Achim zu, malen ihm mit Edding männliche Genitalien ins Gesicht und machen uns auf den Weg zum Fest.

Zur Sicherheit schaue ich noch, ob seine Mutter da ist, damit wir ihr kurz Bescheid geben können. Außerdem kann ich sie dann angaffen. Leider ist sie nicht da, was auch die leere Garage stumm bestätigt. So geht es also weiter auf das Fest.

 

 

Danke Harvey

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Heute widmen wir uns einem speziellen Thema, welches mit einem anderen speziellen Thema in Konfrontation geht. Hört sich komplex an? Wird aber einfach erklärt 🙂

UJM und ich kennen uns schon seit unserer Kindheit. Wir hatten tolle gemeinsame Momente, gingen uns aber auch manchmal auf den Sack, was halt vorkommt in einer Freundschaft. Eine Sache, die ich an UJM bewundere und gleichzeitig hasse, war schon immer sein Starrsinn. Wenn er sich für etwas entschieden hatte oder eine Meinung über etwas vertrat, hat niemand eine Chance, dies zu ändern. Es halfen keine Argumente, keine anderen Meinungen, kein Bitten und Betteln (hatte ich echt schon versucht). Es half nichts. Wie bereits gesagt bewundere ich diese Art, da ich eher wankelmütig werde, wenn man hart mit mir diskutiert. Ich gehe da lieber den einfachen Weg. Was nicht heißt, dass ich mich selbst verraten würde oder ähnliches. In für mich unwichtigen Dingen gebe ich gerne das Zepter an denjenigen ab, der sie für wichtig hält. Bei wichtigen Dingen kämpfe ich natürlich, aber nicht solange, bis eine Freundschaft zerbricht oder es richtigen Ärger gibt. Da gebe ich mich vorher mit einem Unentschieden zufrieden und gut ist.

So hatten UJM und ich also schon viele Dinge erlebt. Urlaube, Parties, ein Wochenende, in dem wir uns komplett autark in meinem Zimmer eingeschlossen, noch mehr Parties, Kurztrips zur Spiel Essen oder zur Feen Con nach Bonn, viel Spaß und manchmal Knies, den wir jedoch immer zurechtrücken konnten. Schließlich gründete ich diesen Blog, und UJM war am Start. Ich war sehr glücklich darüber, denn er bediente die Sparte „Film“ bestens mit seinem Wissen und seinem bösen Humor. Es gab sicherlich das ein oder andere, was ich nicht geschrieben hätte, aber nach kurzen Diskussionen ließ ich ihn gewähren.

So hatten wir auch im Blog eine tolle Zeit und freuten uns darüber, dass auch Farin Ferien und der unglaubliche U. den Blog bereicherten. Es wurde viel gelacht in der Krötor Redaktion, und wir hatten eine Menge Spaß. Ein Höhepunkt war die Erweiterung der Redaktion um einen riesigen Brunnen, der im Eingangsbereich steht. Das hatte ich mir schon immer gewünscht. Auch die Hütte mit den Pfauen und der Forellenteich machen die Redaktion zu etwas Besonderem. So schrieben wir also alle. Der unglaubliche U. seine Rezi, Farin seine tollen Reiseprojekte, UJM seine grandiosen Filmrezis und ich meine Kolumnen, Bücherrezis und hier und da mal was. Wir hatten Großes vor und waren hoch motiviert. Bis Harvey uns reingrätschte.

Harvey Weinstein, dieses Arschloch, das Krötor spaltete. Ihr fragt Euch nun sicherlich, was da passiert ist, und das will ich Euch gerne erzählen. Es war für mich keine Überraschung, was Weinstein getan hat. So etwas geahnt hatte ich immer schon. Würde es jedoch in keinster Weise auch nur im Ansatz für gut befinden. Man muss Dinge trennen. Ich gestehe ihm tolle Filme zu, aber die Sache mit den Damen geht absolut nicht. Das versaut mir persönlich den ganzen Menschen. Ich wollte keine Worte auf dem Blog darüber verlieren, da das Thema sehr polarisiert und man Dinge schnell in den falschen Hals bekommt. UJM wollte jedoch eine Kolumne darüber schreiben. Eine Kolumne, die ich nicht veröffentlichen wollte. Diese Kolumne verehrte Weinstein nicht und hieß auch nicht für gut, was er getan hatte. Aber UJM´s böser Humor passte nicht zur Kolumne. Also beschloss ich, nicht zu veröffentlichen. UJM steht für mich an erster Stelle in vielen Dingen, aber was bringt mir ein Blog, den Leute lesen, die #metoo als Status haben und dann was falsch verstehen. Ich konnte das einfach nicht. Und so setzte ich mich gegen ihn durch. Dies führte jedoch dazu, dass UJM nun nicht mehr für Krötor schreiben wird, was mir fast das Herz zerreißt.

Lieber UJM, ich weiß, dass wir bei dem Thema unterschiedlicher Meinung sind, und ich kann es nicht ändern. Das tut mir leid, und Du fehlst jetzt schon sehr in der Redaktion. Hier wird immer ein Platz für Dich frei sein, falls endlich einmal Gras über die Sache gewachsen ist. An der Stelle möchte ich Dir nochmal sagen, dass ich keine Facebook Freunde über Dich stelle. Mir ging es um den Blog. Und ein Großteil der Leserschaft hätte etwas falsch verstehen können. Das hat absolut nichts mit Dir als Mensch zu tun. Wir verstehen uns zum Glück nach wie vor gut.

 

Stay tuned…