Farm Fiction

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wallpaper abyss - alpha coders

Quelle: Wallpaper Abyss – Alpha Coders

Na? Wer von euch kann sich noch an die gute alte Zeit der Science Fictionfilme erinnern? Da wurde gegen Aliens gekämpft, Raumschlachten ausgefochten oder mit heimtückischem Computer, gegen sein Ableben, angekämpft. Jedes Element, das man finden konnte, gegen eine außerirdische Invasorenmacht aufgeboten oder in Kartoffelbrei die Ankunft der Aliens vorausgesehen. Es wurden schrumpelige kleine Finger zum Leuchten gebracht und sich, in gebrochenem Deutsch und falschem Satzbau, ein Anruf nach Hause gewünscht. Ja, es wurde sogar dorthin gegangen, wo noch niemals ein Mensch zuvor war… ähnlich dem Kühlschrank, mit dem alkoholfreien Bier, in der Krötor Redaktion.

Und heute? Heute hat sich die Thematik von Grund auf geändert! Wo früher noch die oben genannten Themen im Vordergrund standen geht es, in neueren Werken aus dem Bereich der Science Fiction, ums

FARMEN!?!?!

Ja, richtig gehört: F A R M E N!!!

Dieser Gewissheit bin ich mir gewahr geworden, als ich den heutigen Rezensionsfilm gesehen habe, mir es in der Badewanne mit einer Zigarre, Dosenbier, meinem Lieblingskoi und meinem Elektrogrill gemütlich machte, um über das eben gesehene Werk nachzudenken.

Angefangen mit „Rogue One“ -> Wissenschaftler möchte lieber Farmen als nen Todesstern zu bauen –zugegeben nicht der Haupthandlungsstrang – dann aber „Der Marsianer“: Farmen aufm Mars als Zielplanet und zum Überleben auf eben jenem ein wesentlicher Bestandteil der Story Line und nach dem heutigen Kleinod der cineastischen Industrie denke ich mir: Wo soll das noch hin führen?!?

Aber nun genug des Vorgeplänkels. Den Film, den ich heute rezensieren will, aus dem Bereich der Farm Fiction, heißt:

Interstellar

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2014

Dauer: 169 min

Regisseur: Christopher Nolan

Drehbuch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan

Matthew McConaughey: Cooper

Anne Hathaway: Dr. Amelia Brand

Mackenzie Foy: Murphy Cooper, 10 Jahre

Jessica Chastain: Murphy, Erwachsene

Matt Damon: Dr. Mann

Michael Caine: Professor Brand

David Gyasi: Romilly

Wes Bentley: Doyle

Casey Affleck: Tom Cooper, Erwachsener

Timothée Chalamet: Tom, 15 Jahre

John Lithgow: Grandpa Donald

Topher Grace: Getty

Ellen Burstyn: Murphy, 90 Jahre

Leah Cairns: Lois, Toms Frau

Jeff Hephner: Krankenhaus-Arzt

David Oyelowo: Schuldirektor

Collette Wolfe: Lehrerin Ms. Hanley

Elyes Gabel: Administrator

Bill Irwin: TARS (Stimme)

Josh Stewart: CASE (Stimme)

interstellar - official movie site

Quelle: Interstellar – Official Movie Site

Um was geht’s?

Die Handlung ist angesiedelt in einer nahen Zukunft.

Die Erde ist am Arsch! Trockenheit, Klimawandel, Artensterben (sowohl bei Tieren als auch bei Pflanzen) und vermutlich immer noch Donald Trump. Da es problematisch ist, genug Nahrung für die Menschen anzubauen, wurden alle Gelder, die dem Staat zur Verfügung stehen, in die Landwirtschaft gesteckt… richtig! FARMEN! Erschwert wird das Farmen durch die Tatsache, dass der Klimawandel – Trockenheit und regelmäßige wiederkehrende heftige Sandstürme – und das vermehrte Aufkommen von Krankheiten die Nutzpflanzen befallen, dazu geführt haben, dass Mais als einzige Pflanze überlebt hat. Diese wird jetzt auf Teufel komm raus angebaut. Allerdings gibt es zu dieser letzten Nahrungsquelle auch schon die passende Krankheit, die diese Nahrungsoption wohl auch in wenigen Jahren wegfallen lässt. Kein McDonalds, kein Schwenken, nur Mais den ganzen lieben langen Tag… Die Erde ist am Arsch!

Aus diesem Grund ist Cooper (McConaughey), einst NASA Pilot, Astronaut und begnadeter Ingenieur, nun Farmer. Sein Arbeitsgebiet wurde schlichtweg, quasi zurück in die Steinzeit, weg rationalisiert. Die NASA ist offiziell, wegen den Kosteneinsparungen, aufgelöst und Universitäten, an denen er evtl. Lehren oder Forschen könnte, gibt es schlichtweg nicht mehr.

Also bestellt er mit seiner Familie, Tochter Murphy (Mackenzie Foy als Kind, Jessica Chastain Erwachsene und Ellen Burstyn als Oma), Sohn Tom(Timothée Chalamet als Kind, Casey Affleck als Erwachsener) und Opa Donald (John Lighgow) die Farm. Seine Ehefrau, die Mutter der Kinder, ist zur Zeit der Handlung bereits verstorben.

Durch einen glücklichen, nennen wir es, Zufall bekommt Cooper Koordinaten an die Hand, zu denen er dann auch abenteuerlustig, wie er nach wie vor ist, hin reist. Was er dort findet ist die Nachfolgeorganisation der NASA. Mit privaten Forschungsgeldern treiben  Prof. Brand (Michael Caine – seit Batman Beginns übrigens in jedem Nolan Film am Start) und sein Team eine Forschung voran, die die Letze Hoffnung der Menschheit sein könnte: Besiedlung einer fernen Welt. Da der Warpantrieb noch nicht erfunden wurde, kommt es sehr gelegen, dass vor 20 Jahren, nahe dem Saturn, ein Wurmloch entstanden ist… Glück muss die Menschheit haben. Daraufhin wurden vor 10 Jahren 12 mutige Astronauten, jeder in seinem Raumschiff, durch dieses Wurmloch geschickt um die Planeten jenseits des Wurmlochs zu erforschen ob sich die Menschheit dort ansiedeln kann. Und tatsächlich, von 3 der tapferen Raumfahrer, kamen tatsächlich positive Nachrichten zur Erde zurück. Die Verbindung und der Nachrichtenaustausch ist ein wenig schwierig, da die Telekom ihr interstellares Netz noch nicht ausgebaut hat und auf der anderen Seite des Wurmlochs nicht nur Planeten sondern auch Gargantua liegt: Ein riesiges schwarzes Loch!

Als ehemaliger Pilot wird dann Cooper angeheuert, um mit einem Team durch das Wurmloch zu fliegen, zu schauen ob die gefundenen Planeten brauchbar sind und damit die Menschheit zu retten… Was ein Abenteuer!

Das Leben könnte so einfach sein, wenn nicht neben diesem Wurm- und des Schwarzen-, auf der anderen Seite auch noch ein Arschloch warten würde… aber so ist das halt manchmal…

Ich fand diesen Film wirklich klasse! Lassen wir die derzeit bekannten physikalischen Parameter außen vor, mit denen vieles, wie Wurmloch, schwarzes Loch, im Film sicherlich nicht in dieser Art nutzbar gewesen wäre.

Was uns erwartet, ist eine Endzeitstimmung auf der Erde, die nicht eine Alieninvasion, ein Aufstand der Maschinen oder das gleichzeitige anschalten aller Föhne auf der Welt voran ging, sondern eine klimatische Entwicklung, die man sich auch heut zu tage tatsächlich so in der Zukunft vorstellen kann…

Dazu bekommen wir eine, bis zum Schluss spannende, Entdeckergeschichte geliefert und einen wundervollen Einblick auf andere Planeten, wie tödlich, andersartig und schön sie sein könnten… cineastisch perfekt umgesetzt!

Und zu guter Letzt: Die Story hinter der Story! Die ich für sehr gelungen halte und die eine Möglichkeit der Darstellung eines wissenschaftlich schwierigen Themas bildet. Auch hier mit viel Idee toll umgesetzt.

Mein Fazit: Es ist ein sehr gelungener Abenteuerfilm mit einer Prise Anspruch, ohne den man einen solchen Film, mit einer solchen Thematik, nicht machen kann oder zumindest nicht machen sollte…. Vergleichbar mit den Werken Kubricks  2001 Odyssee im Weltraum und nicht nur auf Spannung und Abenteuer ausgelegt wie der Marsianer.

Die Schauspieler, mit Michael Caine und Matthew McConaughey sind 2 meiner Lieblingsschauspieler dabei, liefern ebenfalls eine solide Leistung ab, ohne dass einer von ihnen positiv oder negativ heraus sticht. Obwohl Matthew, dank diesen scheiß spannenden Tagen im Jahr 2014, wirst du für mich immer Rusty Cole bleiben…

Mein einziger Wehrmutstropfen: Ein wenig zuviel Happy End für meinen Geschmack. Aber das ist auch schon alles.

Ich möchte die Rezension mit dem sehr stimmigen, im Film mehrmals zitierten Gedicht, von Dylan Thomas, abschließen:

Geh nicht gelassen in die gute Nacht,
Glüh, rase Alter, weil dein Tag vergeht,

Verfluch den Tod des Lichts mit aller Macht.

Denn weise Männer, wissend, nichts was sie gedacht

Hat Licht gebracht ins Dunkel, und es ist zu spät,

Gehn nicht gelassen in die gute Nacht.

Und gute Männer, brüllen, schon der letzten Welle Fracht,

Und denkend ihrer Mühn, im Meer verweht,
Verfluchen Tod des Lichts mit aller Macht.

Und wilde Männer, die der Sonne Pracht,

Im Fluge singend fingen, die nun untergeht,

Gehn nicht gelassen in die gute Nacht.

Und ernsten Männer, blind schon, wächst Verdacht,

Auch blindes Auge lacht und blitzt, eh es vergeht,

Verfluchen Tod des Lichts mit aller Macht.

Und du mein Vater, den der bei dir wacht,

Verdamm und segne weinend ihn. Hier mein Gebet:

Geh nicht gelassen in die gute Nacht.
Verfluch den Tod des Lichts mit aller Macht.

Also geht nicht gelassen in die gute Nacht, Euer U.J.M.

P.S.:

Dank der vielen Nachfragen, nach unseren Rätseln, im Bereich Film und Serie, möchte ich die Gelegenheit nutzen, unsere Krötmunity dahingehend zu befriedigen:

In welcher Sience Fiction Serie wird dieses Gedicht, 2 mal in, jeweils verschiedenen Staffeln, ebenfalls  rezitiert?

Zu gewinnen gibt es getragene Höschen unseres Chefredakteurs, der mir wöchentlich 1-2 zukommen lässt… An dieser Stelle nochmal: Lass das bitte (NEIN – Anm. d. Red.)!!!

Viel Glück eure Ratekröte U.J.M.

Quelle Beitragsbild: Artefact Magazine

 

 

 

 

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Ma-Go Filmrätsel numero 5 von 10

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Kinder, wie die Zeit vergeht…

jetzt haben wir schon die Hälfte des Quiz‘ durch und es ist ein spannendes Rennen der Teilnehmer. Manche sind sehr gut, manche richtig gut und alle cool, weil sie mitmachen.

Die heutige Frage stammt wieder von Schurzgeschichtenschreiber und lautet, wie folgt:

Im SciFiQuiz von Filmlichter vergangenen Monat gab es eine Frage, deren Lösungsfilm viel mit Drogen und Sand zu tun hat. Und es ist keine allzu kühne Behauptung, dass das tierischste Element daraus für den heute gesuchten Film wiederbelebt wurde. Nur, dass sie sich hier auf die Jagd nach der Art Fleisch begeben, das Bud Spencer gerne zusammen mit seinen Bohnen gegessen hat.

Also wie immer, viel Spaß beim Rätseln, stay tuned und, um das Sommerloch zu füllen, anbei noch ein Foto von Bernhard Hennen und mir:

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Die erste NICHT NICHT REZI!!!!

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Planet der Gilfs, Milfs, Ilfs und der einen großen , furchterregenden, schwarzen Frau

oder

wieso wir uns nicht zu Wondern brauchen, dass wir den 1ten Weltkrieg verloren haben

oder einfach:

 Wonder Woman

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2017

Dauer: 141 min

Regisseurin: Patty Jenkins

Drehbuch: Allan Heinberg, Jason Fuchs, Zack Snyder

Schauspieler:

Gal Gadot (Wonder Woman)

Chris Pine (Steve Trevor)

Robin Wright (Antiope)

Connie Nielsen (Hippolyta)

Danny Huston (General Ludendorff)

David Thewlis (Sir Patrick Morgan)

Lucy Davis (Etta Candy)

Um was geht’s?

Bevor sie zu Wonder Woman wurde, war sie Diana, Prinzessin der Amazonen, dazu ausgebildet, eine unbesiegbare Kriegerin zu sein. Eines Tages wird ein abgestürzter amerikanischer Pilot (Pine) an den Strand des abgelegenen Inselparadieses, auf dem Diana aufwuchs, gespült, und berichtet von einem massiven Konflikt, der in der Außenwelt tobt. Diana entscheidet sich dazu, ihr Zuhause zu verlassen, denn sie ist davon überzeugt, dass sie die Bedrohung aufhalten kann. An der Seite der Menschen kämpft sie in einem Krieg, um alle Kriege zu beenden, und entdeckt dabei ihre ganze Macht… und ihr wahres Schicksal.

…soweit… so normal… so unspektakulär… so kopiert von der „nicht Rezension“.

Sind meine Hoffnungen wahr geworden? Scheiße Ja! Um einen alten Liedtext zu zitieren: Wonder gibt es immer wieder!

Ist er ein Meilenstein der Comicverfilmungen: Scheiße Nein!

Aber diesen habe ich auch ehrlich gesagt nicht erwartet. Endlich ist es DC mal wieder gelungen, eine Geschichte zu erzählen, bei der alle Sequenzen auch Sinn ergeben!…und nicht beliebige  Actionschnipsel, die wie willkürlich – wie Kaffespritzer, die ein Parkinsonkranker mit seiner Tasse in der Hand, auf sich und seiner Umwelt hinterlässt – wirken.

Charaktere die ausreichend bis gut ausgestaltet sind. Charaktermäßig, Hintergrundstorytechnisch hätte ich gerne über Dr. Morau und die 3 Nebendarsteller der „Heldengruppe“ noch ein wenig mehr gewusst; Obwohl diese Charaktere natürlich für weitere Filme wohl keine Rolle mehr spielen – #rogue one- und deswegen finde ich dies nicht allzu schlimm. Robin Wright ist als „die Stärkste im Frauenknast“ exzellent besetzt. Sie spielt mit der gleichen Anmut und der unterschwellig ausgestrahlten Bedrohung wie in House of Cards.

Es ist auch endlich einmal gelungen die richtige Prise Humor, die ein solcher Film verdient und haben sollte, einzustreuen. Nicht Slapstick – bis auf die eine Szene „die Gasmaske nutzt nichts“  Benny Hill Komplettausrater – sondern schöne intelligente Anspielungen und mit der Rolle der Etta Candy perfekt garniert. Und nicht zu vergessen ist das Lächeln, dass der Schauspieler Ewen Bremner auf mein Antlitz gezaubert hat, als ich an Spud aus Trainspotting denken musste… die Rolle hat er übrigens in Wonder Woman beibehalten! Aber wer weiß, evtl. heißt Charlie ja Murphy mit Nachnamen und ist ein direkter Vorfahre  von Daniel „Spud“ Murphy. 🙂

Die Story ist einfach aber solide, die „überraschende“ Wendung zu erwarten. Ne halbnackte Frau in nen Schützengraben zu hunderten Soldaten zu schicken die schon lange kein weibliches Wesen mit 2 Beinen mehr hatten, mutig, und die Platzierung eben jener Frau, mit Schwert, Schild und Lasso auf den Schlachtfeldern des ersten Weltkriegs, gewöhnungsbedürftig. Da bleibt noch Luft nach oben…

Die Musikabmischung (immer wieder die Wonder Woman Theme eingewebt – wie auch schon in anderen DC Filmen) und der Abspann, der stark an James Bond erinnert hat, hielt ich für sehr gelungen.

Für einen unfreiwilligen Lacher und Kopfschütteln sorgte bei mir Ares. Als Gegner war er zweifellos ebenbürtig und verschlagen, von David Thewlis auch richtig gut verkörpert, aber leider war er nicht nur mit Macht sondern, sogar in der Rückblende zum Götterkampf am Anbeginn der Zeit, mit einem stattlichen Fotzenhobel, Verzeihung, Oberlippenbart gesegnet war. ECHT JETZT?!?!

Dieser Film hat mir 2 Erkenntnisse gebracht:

1te Erkenntnis: DC kann es! Und behält nun hoffentlich diese Art Filme zu drehen bei!

2te Erkenntnis: Meinen nächsten Urlaub mach ich auf Themyscira… und auf Hippolyta, Diana, Antiope, Venelia, Orana und wie se alle heißen… nur Artemis spar ich mir…

Viele Grüße an die Leserschaft und alle Amazonen da draußen, die weiblichen und die wenigen männlichen die ich kenne! Schaut euch den Film an!

Cheerio Euer U.J.M. – Der dieses Jahr 2 mal Amazon Prime Day hatte –

P.S.: Von mir persönlich nochmals meinen aufrichtigen Dank an Ma-Go für das goldene Lesezeichen! Mir bedeutet es sehr viel, dass meine Arbeit, auch außerhalb von Krötor, geschätzt wird.

P.P.S.: Entschuldigt meine Ausdrucksweise am Anfang der Rezension… normalerweise sage ich nicht soooo oft Scheiße… Aber ich schaue gerade „F is for Familie“, die 2te Staffel. Und nun ja, die is, Scheiße Geil! 🙂

Bilder: IGN Deutschland (Beitragsbild), SL privat (Bild im Artikel)

Hier nochmal die NICHT Rezension zum Nachlesen