SEI KREATIV (Seelenfänger RPG Kreativwettbewerb)

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Hallo Leute,

heute mal etwas, was nicht im eigenen Interesse ist 🙂 Das grandiose Rollenspiel Seelenfänger hat einen Kreativwettbewerb ausgeschrieben. Zu gewinnen gibt´s auch was. Also ran an die Tasten. Alle Infos findet Ihr unten stehend.

Stay tuned

Kreativ im Täuscherland

Jetzt ist Deine Kreativität gefragt! Bei unserem Wettbewerb kannst Du zeigen, wieviel Phantasie in Dir steckt. Mitmachen lohnt sich, denn auf die Gewinner warten attraktive Preise. Das Thema des Wettbewerbs lautet „Von Feen und Geistern”.

Was musst Du tun?

Denk Dir etwas aus, das in einem zukünftigen Seelenfänger-Produkt Verwendung finden könnte. Begib Dich in Gedanken in das Täuscherland oder in die Anderswelt, die Heimat der Feen.

  • Beschreib uns einen besonderen Ort für ein spannendes Seelenfänger-Abenteuer.
  • Oder erfinde einen interessanten NSC, bei dem es sich um einen Menschen, ein Feenwesen oder auch einen Geist handeln kann.
  • Oder denk Dir einen Abenteueraufhänger oder gleich ein ganzes Abenteuer im Land des Täuschers aus.

Du hast dafür eine DIN A5-Seite zur Verfügung. Nutze diesen Platz, um Deine Idee zu „skizzieren”. Du kannst Deinen Beitrag in Schriftform verfassen oder auch ein Bild malen. Den fertigen Beitrag schickst Du bitte bis zum 20.11.2018 per E-Mail an kontakt@seelenfaenger-rpg.de. Aus allen Einsendungen werden die besten vier von uns ausgewählt. Die Gewinnerbeiträge werden unter Namensnennung des Urhebers in einem der kommenden Seelenfänger-Produkte veröffentlicht. Die Urheber der besten vier Beiträge erhalten ein Exemplar des Produktes mit ihrem Beitrag sowie außerdem:

1. Preis: Einen Gutschein der Redaktion Phantastik in Höhe von 50 €.

2. Preis: Ein Buchpaket unseres Partners Würfelheld.

3. Preis: Ein Exemplar unseres Soundtracks IMMORTALIS

4. Preis: Ein Exemplar des Abenteuerbandes “Ein Licht im Nebel”.

 

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt ist jeder, außer Mitarbeitern der Redaktion Phantastik sowie des Seelenfänger-Teams. 
Durch Deine Teilnahme gestattest Du uns ausdrücklich die Verwendung Deines Beitrages in Gänze oder in Teilen in zukünftigen Seelenfänger-Produkten.


Inspiration gefällig?

Wir haben uns beim Schreiben von Täuscherland durch Märchen, Romane, Musik und Filme inspirieren lassen. Da uns vor allem Filme sehr am Herzen liegen, haben wir eine kurze Liste mit Beispielen atmosphärisch und thematisch passender Filme für euch zusammengestellt:

A Chinese Ghost Story (HK 1987 von Ching Siu-Tung mit Leslie Cheung, Joey Wong, u.a.)

Annabelle (US 2014 von John R. Leonetti mit Ward Horton, Annabelle Wallis, u.a.)

Brothers Grimm – Mit zahlreichen Anspielungen auf die Märchen der Gebrüder Grimm (US 2005 von Terry Gilliam mit Matt Damon, Heath Ledger, u.a.)

Crimson Peak (US 2015 von Guillermo del Toro mit Tom Hiddleston, Jessica Chastain, u.a.)

Das Kalte Herz – Nach einem Märchen von Wilhelm Hauff. (D 2016 von Johannes Naber mit Frederick Lau, Henriette Confurius, u.a.)

Der 13. Krieger (US 1999 von John McTiernan, Michael Crichton mit Antonio Banderas, Vladimir Kulich, u.a.)

Insidious (US 2010 von James Wan mit Patrick Wilson, Rose Byrne, u.a.)

Jonathan Strange & Mr Norrell – Nach dem gleichnamigen Roman von Susanna Clarke. (TV-Serie UK 2015 mit Bertie Carvel, Eddie Marsan, u.a.)

Krabat – Nach dem Jugendbuch von Otfried Preußler. (D 2008 von Marco Kreuzpaintner mit David Kross, Daniel Brühl, u.a.)

MacBeth (US 2015 von Justin Kurzel mit Michael Fassbender, Marion Cotillard, u.a.)

Odd Thomas – Literaturvorlage war Dean Koontz’ gleichnamiger Roman. (US 2013 von Stephen Sommers mit Anton Yelchin, Ashley Sommers, u.a.)

Pakt der Wölfe (F 2001 von Christophe Gans mit Jérémie Renier, Mark Dacascos, u.a.)

Pans Labyrinth (US 2006 von Guillermo del Toro mit Ivana Baquero, Doug Jones, u.a.)

Sinister (US 2012 von Scott Derrickson mit Ethan Hawke, Juliet Rylance, u.a.)

Sixth Sense (US 1999 von M. Night Shyamalan mit Bruce Willis, Haley Joel Osment, u.a.)

Sleepy Hollow – Nach der Kurzgeschichte The Legend of Sleepy Hollow von Washington Irving. (US 1999 von Tim Burton mit Johnny Depp, Christina Ricci, u.a.)

The Conjouring (US 2013 von James Wan mit Vera Farmiga, Patrick Wilson, u.a.)

The Haunting (US 1999 von Jan de Bont mit Liam Neeson, Catherine Zeta-Jones, u.a.)

The Mist (US 2007 von Frank Darabont mit Thomas Jane, Nathan Gamble, u.a.)

The Other Side of the Door (US 2016 von Johannes Roberts mit Sarah Wayne Callies, Jeremy Sisto, u.a.)

The Others (US 2001 von Alejandro Amenábar mit Nicole Kidman, Christopher Eccleston, u.a.)

The VVitch: A New-England Folktale (US 2015 von Robert Eggers mit Ralph Ineson, Kate Dickie, u.a.)

The woman in black (US 2012 von James Watkins mit Daniel Radcliffe, Janet McTeer, u.a.)

7 dämliche Fragen an: Harry Wijnvoord

Hallo liebe Krötmunity,

wir haben lange nichts mehr von uns hören lassen, abgesehen von den 7 dämlichen Fragen, die dafür umso besser ankommen. Jedoch hängt das alles nicht am Sommerloch, sondern an der vielen Arbeit für das Krötor HQ. Nachdem UJM nicht mehr bei uns ist, Farin Ferien ständig in Ferien ist und der unglaubliche U. nur noch schreibt (ohne Ergebnisse jedoch), muss ich mich alleine um alles kümmern. Es gilt, den riesigen Brunnen in unserer Empfangshalle zu reinigen, den Pfauen Futter zu geben und ihre Ställe zu reinigen, die Koi Karpfen zu füttern, die Iberico Schweine zu streicheln und zu füttern, die Hubschrauber der Stargäste am Hubschrauberlandeplatz zu empfangen, mit den Delfinen im hauseigenen Meer zu schwimmen, Seehofer zu hassen, Jennifer Rostock Alben zu hören, Schnaps in der hauseigenen Destillerie zu brennen, den 5000 qm großen Rosengarten zu pflegen und noch vieles mehr.

Das ist aber noch lange nicht alles. Nebenher ist Euer Kröti ja auch noch Autor, der Kurzgeschichten, Novellen, Romane … schreibt. Lesungen und Autogrammstunden hat er auch. Außerdem zockt er im Moment das geniale Game Octopath Traveler auf der Nintendo Switch. Ferner zieht er sehr gerne seinen neuen Iron Man Helm an (kein Witz, das Teil ist der Hammer) und blättert auch mal in seinem (in Italien handgefertigten) Necronomicon. Und eine richtige Arbeit hat der Gute ja auch noch. Anmerkung zum Iron Man Helm: In einer Samstagnacht (gg 04:30 Uhr) stand ich vor der Tür und rauchte eine Zigarette. Natürlich im Iron Man Helm. Dann kam ein Pärchen an mir vorbei. Die Dame schaute mich verstört an und fragte nur „Bin ich echt schon so besoffen“ 🙂 🙂

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Ihr fragt Euch vielleicht, warum ich hier soviel über mich schreibe und nichts über unseren Stargast in „7 dämliche Fragen an…“. Die Antwort ist sehr leicht: über ihn braucht man nichts mehr zu sagen. Es ist Harry Wijnvoord. Damit ist auch schon alles gesagt. Wir reden hier von einem Helden meiner Jugend. Ich sage nur: „Der Preis ist heiß“. Daher war ich überglücklich, als Harry zugesagt hat. Wir reden hier schließlich von einer Moderatoren LEGENDE. Und hier die Fragen, mitsamt den Antworten:

Warum ist der Preis heiß?

Nur heiße Preise gab es bei mir, kalte Preise hätten keinen Mensch interessiert. Immer nur Langnese ist auch langweilig.

Wenn Robocop gegen den Terminator kämpft: wer würde gewinnen?

Es ist der Kampf Mensch gegen Maschine, Menschen reagieren emotionell, Maschinen nicht. Also Vorteil Maschine…

Warum hat ein Handy-Akku nur 100 % ?

Mehr als 100 % ist nicht möglich. Ich hätte die Skala aber trotzdem auf 150% erweitert. Es gibt den Menschen ein besseres Gefühl. Mein 500 er Fiat hat ein Tacho, mit maximal 240 km, dabei fährt das Ding nur 160. Aber man kann ja nie wissen… Rückenwind, Bergabwärts….

Wie lange braucht der Bus?

Wenn der Bus von A nach B fährt und weniger Zeit braucht, als von B nach C, kann man davon ausgehen, dass der Fahrer ungefähr 45 Jahre alt ist, allein erziehend ist und seine Kinder beide unter 30 Jahre alt sind.

Wie funktionieren die 3 Muscheln, die in dem Film Demolition Man das Toilettenpapier ersetzen?

Das kenne ich aus Japan, eine Muschel für die Wasserstrahlstärke, eine Muschel für die Temperatur des Wassers und eine für das Gebläse zum Arschtrocknen. Super Sache.

Was macht Elvis Presley gerade?

Liegt in seinem Sarg und singt: In the Ghetto….

Warum öffnet und schließt sich bei uns im Büro (5 Personen) nahezu sekündlich die Tür?*

Weil ihr die Notaufnahme im Krankenhaus seid…

*Anm. d. Red.: Was mich persönlich tierisch nervt. Langsam beginne ich Menschen zu hassen 🙂

Harry Wijnvoord.

An dieser Stelle nochmal VIELEN DANK an Harry. Es war mir eine Ehre und ein Fest.

Lustige Anekdote am Ende: Harry moderierte auch die Kochsendung „Der Reis ist heiß“ auf tm3 🙂

Stay tuned!!!!

Euer Krötor

Bildquelle: http://www.harry-wijnvoord.de/

 

GELB Finale!!!

KAPITEL 11: UND NOCH EINE RUNDE

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Ich sitze auf diesem verdammten Free Fall Tower und habe eine unglaubliche Angst. Noch ist das Teil am Boden und aus einem unerfindlichen Grund habe ich keine Schuhe an. Das verstärkt meine Angst noch. Ich zittere und schwitze und warte darauf, was nun passiert. Ich schaue mich um, kann aber durch den wabernden gelben Nebel nichts erkennen. Ich beginne, die Farbe Gelb zu hassen.

Ich bin komplett festgeschnallt auf meinem Sitz. Keine Chance auf Flucht. Der Tower ist komplett schwarz. Alles in dieser düsteren Farbe gehalten, die so dunkel ist, dass sie unwirklich scheint. Und die Höhe. Ich verrenke meinen Hals, um diese unglaubliche Höhe sehen zu – und schieße unvermittelt in die Luft. Mein Magen presst sich zusammen und ich beginne vor Angst und Verzweiflung laut zu schreien. Das Teil rast mit einer unglaublichen Geschwindigkeit nach oben. Wind fährt mir schmerzhaft ins Gesicht und ich sehe überall den gelben Nebel. Auf einmal stoppt die Bahn. Ich befinde mich ungefähr in der Mitte des Towers. Ich schaue nach unten und mir wird übel. Ich muss jetzt schon über 70 Meter hoch sein. Ich versuche meine Atmung in den Griff zu bekommen und an etwas anderes zu denken, als ich mit voller Wucht runterschnelle. Ich muss mich übergeben, denn diesen freien Fall macht mein Magen nicht mit. So verabschiedet sich alles, was ich die letzte Zeit zu mir genommen habe, in den gelben Nebel und teilweise auf mich. Das ist mir aber total egal, denn ich rase mit voller Geschwindigkeit auf den Boden zu und das Ding macht keinerlei anstalten zu bremsen. Als ich mich schon zerschellen sehe wird abrupt gebremst. Fast muss ich schon wieder kotzen, aber ich kann es zurückhalten.

Nun bin wieder am Boden. Ich versuche, mich zu beruhigen. Versuche zu denken, dass alles nur ein beschissener Traum ist. Dass ich bald wach werde, alle meine Leute und mein Bruder wieder da sind und ich irgendwann über den beschissenen Traum lachen kann. Als ob der Free Fall Tower meine Gedanken lesen kann und mir zeigen will, dass es kein Traum ist, schnelle ich wieder nach oben. Ich kralle mich an der Armlehne fest und lasse es geschehen. Dieses Mal geht es ganz nach oben. Ich lasse sogar den Nebel unter mir und kann den Blick auf einen grünen Mond erhaschen, der mir eine riesen Angst einjagt. Das ist kein normales grün. Solch eine abartige Perversion dieser Farbe habe ich noch nie gesehen. Ich muss wegschauen, da ich sonst den Verstand verliere. Weiter ist am Himmel nichts zu sehen. Keine Sterne. Nur dieser nahezu blasphemische Mond. Das erste Mal seit einiger Zeit bekomme ich einen halbwegs klaren Kopf und überlege mir, wie ich aus der Nummer herauskommen kann. Tatsächlich habe ich eine Idee, die ich direkt in die Tat umsetze. “ICH WAR ES”, schreie ich. Wenn ich mich stelle, wird alles endlich enden. Es werden nicht noch mehr Menschen sterben. Natürlich kann ich selbst mir auch Schöneres vorstellen, als den Tod. Dennoch opfere ich mich, um die anderen zu retten. Wobei ich hoffe, dass der wirkliche Täter seine Strafe noch bekommt. Aber ich ertrage das hier alles nicht mehr.

Übergangslos befinde ich mich wieder am Bierstand. Vor mir stehen ein Bier und ein Schnaps. Der Barkeeper macht eine einladende Handbewegung in Richtung der Getränke und ich stürze beides hinunter.

 

KAPITEL 12: AUS DIE MAUS

 

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“Nein”, sagt der namenlose Barkeeper nur, als ich wieder etwas zur Ruhe gekommen bin. “Wie nein?”, antworte ich verdutzt. “Sie waren es nicht, mein Herr”, kommt die ruhige Antwort. “Woher wollen sie das wissen?”, frage ich ihn und schaue ihn dabei herausfordernd an. “Weil er es mir gesagt hat. Just in dem Moment, als sie sich stellten, mein Herr. Sie sind es nicht gewesen.” Ich gebe dem Barkeeper zu verstehen, dass ich noch ein Herrengedeck möchte und beginne grübelnd zu trinken. Er weiß, dass ich es nicht war. Gut. Dennoch hat die Fahrt hier für mich ein Ende. Vielleicht auch für die anderen. “Wo sind meine Leute?”, frage ich den Wirt. “Hier”, sagt der Wirt nur und auf einmal stehen alle meine Kumpels und sogar mein Bruder am Tresen. Ich renne zu meinem Bruder und nehme ihn in die Arme. Normalerweise wäre das uns beiden sehr unangenehm, aber in diesem Moment ist es genau richtig. “Was war mit Dir?”, frage ich ihn. “Du warst auf einmal nicht mehr da.” “Ich war von der Fahrt auf diesem Free Fall Tower so benommen und fertig, dass ich mich zuerst mal ausruhen musste”, kommt seine Antwort. “Egal, Hauptsache Du lebst”, sage ich und bin sehr glücklich über dieses Glück im Unglück. “Warum sind wir hier und nicht mehr auf diesen … mörderischen Fahrgeschäften?” frage ich den Barkeeper. “Er wollte euch einen Schrecken einjagen und schauen, ob der Mörder den Mut besitzt, sich zu stellen. Dem war leider nicht so. Sie sind der Einzige, der sich gestellt hat, mein Herr.” Alle schauen mich an. “Du hast Dich gestellt”, fragt Achim. “Warum hast Du das getan?” Ich erkläre allen, dass ich wollte, das alles aufhört. Dass ich lieber mein Leben opfern würde, als meine Kumpels alle sterben zu lassen. Alle schütteln die Köpfe, sehen mich aber bewundernd an. “Jedenfalls scheint es nun vorbei zu sein”, sage ich in die Runde und schaue den Wirt fragend an. “Ja”, bestätigt dieser, “es ist vorbei. Auf hoffentlich Nimmer Wiedersehen, meine Herren”, sagt der Wirt und unvermittelt sind wir wieder in Achims Wohnzimmer.

Ich schaue in die Runde und alle sehen verdutzt und fertig, aber auch unglaublich erleichtert aus. Wir sitzen zuerst einmal eine Weile sprachlos da. Achim ergreift schließlich das Wort: “Das war was”, meint er und lässt sich im Sessel zurückfallen. Wir stimmen ihm, stumm nickend, zu. Plötzlich füllt sich der Raum mit gelben Nebel. Wir schauen uns alle verängstigt an. Bevor jemand etwas sagen kann, ertönt Kasims Stimme aus dem Nichts: “ACHIM! Du bist ein böser und feiger Mensch. Du tötest aus niederen Gründen und würdest sogar deine Freunde sterben lassen, damit du unbeschadet davon kommst. Aber das lassen ich und der Gelbe nicht zu. Nun werden dir die Jahre genommen, die du mir genommen hast. Das gibt mir zwar nicht mein Leben zurück und auch nicht meine Freundin. Wegen ihr hattest du mein Auto manipuliert. Einfach erbärmlich. Aber genug geredet. Jetzt wird es Zeit für Taten.” Wir sind alle geschockt. Aber Achim steht die pure Panik ins Gesicht geschrieben. Unvermittelt werden seine Haare grau, seine Haut wird ledrig und alt. Seine Haltung ändert sich, wirkt verkrümmt. Er beginnt zu schreien. Aber das hilft ihm nichts. Er wird immer älter, blasser, schwächer und atmet schwerer. Seine Haut wird fast durchsichtig und man erkennt die Adern darin. Sein Blick wird glasig. Vor uns sitzt nun ein sehr alter Mann, der immer älter wird. “Entschuldigung”, ist das Letzte, was Achim röcheln kann, bevor er stirbt.

 

GELB Kapitel 8 bis 10

Hallo Leute,

normalerweise poste ich ja nicht so oft, aber die Rufe nach mehr „Gelb“ waren nicht zu überhören. Also bekommt Ihr mehr Gelb. Viel Spaß damit!

Stay tuned

KAPITEL 8: DER MANN AM BIERSTAND

 

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Vollkommen entgeistert schaue ich in die Richtung, aus der die Stimme kommt. Aber erkennen kann ich nur gelbliche Nebelschwaden. Also gehe ich zum Bierstand. Ich traue meinen Augen nicht, aber hinter der Theke steht jemand. Ich kenne ihn nicht oder kann mich zumindest nicht an ihn erinnern. Er ist mittelgroß, etwas untersetzt und ca. Ende fünfzig. Er trägt eine blaue Jeans einen grünen Strickpullover, sowie eine Baskenmütze. Seine gutmütigen grauen Augen schauen in meine Richtung.

“Möchten Sie ein Bier auf den Schreck, oder darf es gleich ein Schnaps sein”? wiederholt er seine Frage, als ich näher komme.

“Beides”, sage ich geistesabwesend und frage mich dabei, ob die Getränke genießbar sind. Oder vielleicht vergiftet? Etwas in mir regt sich und meint, dass man mich schon hätte viel früher umbringen können, wenn man das gewollt hätte. Mein Inneres meint also, ich können etwas trinken. Und auch ich meine das, denn ich habe einen Drink bitter nötig.

Der Mann schaut mich weiter an und zapft in aller Ruhe ein Bier. Danach nimmt er ein Schnapsglas und fragt mich, welche Sorte ich bevorzuge. “Egal, wirklich egal” antworte ich und er nimmt eine Flasche Ouzo und füllt das Glas damit.

Anschließend stellt er mir beides hin und weist mit einer einladenden Geste darauf. “Zum Wohl”, sagt er und wartet, bis ich trinke.

Obwohl ich sehr viele Fragen an ihn habe, leere ich zuerst den Schnaps in einem Zug und dann die Hälfte des Bieres. Mir wird angenehm schwindelig und mein Mut steigt ein wenig an. Ein Teil von mir steht quasi wieder auf.

“Wo bin ich hier”, frage ich den Mann. “Das darf ich Ihnen leider nicht sagen, mein Herr” folgt die prompte Antwort. “Warum dürfen Sie mir das nicht sagen?”, frage ich ein wenig erbost. “Bitte verstehen Sie, dass ich Ihnen darauf keine Antwort geben kann, mein Herr. Sie können mir beliebige Fragen stellen und die, die ich beantworten kann, werde ich auch beantworten, mein Herr”, schließt der Mann. “Wie heißen Sie”, frage ich ihn. “Nennen Sie mich einfach den Keeper, mein Herr”, erfolgt die Antwort. “In Ordnung Keeper, warum bin ich hier”?, werfe ich ihm entgegen. “Sie gehören zum Kreis, mein Herr”, gibt er kryptisch zu. “Zu welchem Kreis”? frage ich entgeistert. “Zum Kreis derjenigen, die es gewesen sein könnten, mein Herr”, erfolgt die wenig aufschlussreiche Antwort. “Jetzt hören sie mir mal zu, Keeper, ich möchte ihnen nicht jedes verdammte Wort aus der Nase ziehen. Ich habe schlimme Dinge hinter mir und das unbestimmte Gefühl, dass die Krönung noch auf mich wartet. Ich finde meine Freunde nicht mehr, ich weiß nicht wo ich bin und auch nicht warum. Also sagen sie mir verdammt noch mal endlich, was Sache ist. Und, welches Bier ich gerade trinke”. “Sie trinken Öttinger, mein Herr. Und ich erzähle ihnen gerne alles, was ich zu erzählen befugt bin”, sagt er und schenkt mir noch Bier und Schnaps aus, was ich dankbar annehme. Dann fährt er fort: “Sie glaubten, im Wald, Kasim zu sehen”, beginnt er, als ich ihn direkt unterbreche: “Woher wissen sie das?”, frage ich ihn ungläubig. “Mein Herr, ich bitte sie, mich zuerst alles erzählen zu lassen und dann die Fragen zu stellen. Ist dies in Ordnung für sie, mein Herr”? fragt er. “In Ordnung”, gebe ich knapp zurück und lausche seiner Erzählung. “Sie glaubten, im Wald, Kasim zu sehen”, wiederholt er seinen Eingangssatz. “In gewisser Form, war das auch Kasim. Kasim kam bei einem Unfall ums Leben, das ist soweit richtig. Jedoch war jemand anders daran beteiligt. Jemand aus ihrem Freundeskreis, mein Herr, oder gar sie”. Ich bin baff. Weit meines Wissens hatte niemand von uns irgend etwas mit Kasim zu tun gehabt. Meine Freunde sind mir ein offenes Buch, so denke ich zumindest. Aber anscheinend ist dem nicht so, wenn ich dem “Keeper” glauben schenken darf. Er fährt fort: “Kasim hat nach seinem Tod… nennen wir es mal Verbündete gefunden. Er möchte sich ganz einfach rächen. Was man doch verstehen kann, oder mein Herr”? “Wie soll diese Rache aussehen”, frage ich den Keeper. “Ganz einfach, sie sehen diesen Jahrmarkt, mit seinen Fahrgeschäften. Die Fahrgeschäfte sind, nun sagen wir mal außergewöhnlich. Es wird anfangs eine Möglichkeit geben, damit sich der Mörder stellen kann. Tut er dies nicht, so wird jeder eine Fahrt wagen müssen. Danach gibt es wieder die Möglichkeit für den Mörder, sich zu stellen. Tut er das nicht, so gibt es wieder eine Fahrt, verstehen sie, mein Herr? Und dies solange bis, nun ja, bis es vorbei ist. Stellt sich der Mörder, kommen die anderen wieder in ihr gewohntes Leben zurück. Als Entschädigung für diese Szene werden diese sich an nichts mehr erinnern können”. “Wie großzügig”, teile ich sarkastisch mit. “Was geschieht mit dem Mörder, wenn es denn wirklich einen gibt? Und was meinen sie damit, dass es solange dauert, bis es vorbei ist”? “Nun, mein Herr, das Schicksal des Mörders wird Kasim besiegeln. Und die andere Frage wird sich zu gegebener Zeit von selbst beantworten”. Ich trinke mein Bier und den Schnaps und lasse seine Worte erst mal sacken. Es ist also ein Mörder unter uns. Und Kasim, wohlgemerkt tot, weiß das und will sich nun rächen. Ich vermute, dass die Fahrten auf den Konstrukten sehr gefährlich, vielleicht sogar tödlich, sein werden. Also sollte sich der Mörder stellen. Aber daran glaube ich nicht. “Was geschieht, wenn wir uns widersetzen”, frage ich den Keeper. “Mein Herr, denken sie ernsthaft, sie könnten sich dieser Situation widersetzen? Etwas, was sie und ihre Freunde hierhin schafft, diesen Jahrmarkt erschaffen hat und klar die Regeln vorgibt, wird es wohl kaum zulassen, dass sie sich widersetzen”. Seine Worte machen Sinn. Es ist vielleicht klüger, sich fürs Erste zu fügen. “Wo sind meine Leute”? frage ich. Er sieht mich eindringend an, schnippt mit den Fingern und plötzlich stehen alle am Tresen. Jeder mit Getränken versorgt und alle nachdenklich.

KAPITEL 9: WIEDERSEHEN

 

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“Hallo Leute”, eröffne ich trocken das Gespräch. “Wie geht es euch? Wisst ihr, was Sache ist”? “Ja”, meint Julius, ich habe dem Keeper alle Fragen gestellt, die ich hatte”. Ich schaue in die Runde und auch die anderen nicken zustimmend. Anscheinend hatte jeder sein kleines privates und intimes Stelldichein mit dem Keeper gehabt. “Hat ihn jemand von Euch getötet”? frage ich frei heraus. “Nein”, kommt es von meinem Bruder. “Niemals”, schließt sich Julius an. Ralf schüttelt den Kopf und Achim fragt ich, ob ich total blöde sei. Wie ich auf die Idee käme, jemand von uns hätte einen Mord begangen.

Mir kommt wieder das Gesicht von Ralf auf dem Karussell ins Gedächtnis. War das ein Hinweis? Eine Falle? Verwirrung? Ich belasse es fürs erste dabei, dass ich keine Ahnung habe.

“Was machen wir jetzt”, frage ich. “Mit Sicherheit nicht auf diese Höllengeräte steigen”, sagt Achim. Die anderen nicken zustimmend. “Das müssen sie auch nicht, meine Herren”, schaltet sich der Keeper ein. Wir sehen ihn verdutzt und etwas hoffnungsvoll an. “Wenn der Mörder sich stellt”, schließt er und zerstört damit meine Hoffnungen. Sie zerschellen wie ein auf den Boden gefallenes Glas. Ich versuche es wieder mit Vernunft und reden. “Leute”, beginne ich, “wie auch immer Kasim das hier geschafft hat, er wird es mit Sicherheit nicht getan haben, um uns einen Streich zu spielen. Wo auch immer er diese Macht herhat, er wird sie einsetzen. Ich selbst glaube nicht, dass wir hier lebend rauskommen, wenn sich der vermeintliche Mörder, dessen Existenz ich mir immer sicherer werde, nicht stellt. Also bitte seid ehrlich und gebt zu, wenn es einer von euch war. Ansonsten habe ich die starke Vermutung, dass der Killer nach dieser Aktion noch mehr Leichen auf dem Gewissen hat. Und zwar seine besten Freunde. Also. Wer war es”?

Alle starren mich nun an. Keiner sagt etwas. Der Keeper nutzt diese Ruhe, um das Wort zu ergreifen: “So, meine Herren, ich deute dies als die erste verpasste Möglichkeit, sich zu stellen. Es möge die erste Runde beginnen.”

Es wird kurz schwarz um mich und als ich mich wieder beruhigt habe, sitze ich auf dem Karussell.

KAPITEL 10: DIE ERSTE FAHRT

 

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Mir schnürt es vor Angst die Kehle zu. Ich sitze auf einem dieser Pferdewesen und bin nicht in der Lage, mich zu bewegen. Irgendeine Macht verhindert das. Mein Puls schnellt in die Höhe und ich bekomme Atemnot. Ich versuche, tief durchzuatmen und mich zu beruhigen. Viel Erfolg habe ich nicht damit. Die anderen Fahrgeschäfte sehe ich nicht, diese sind durch den Nebel von mir getrennt, wie zwei Zimmer in einem Haus, durch eine Wand. Ich vermute jedoch, dass meine Freunde nun auch jeweils auf einem Konstrukt sitzen und sich dem stellen müssen, was nun geschieht.

Plötzlich erklingt eine unangenehme Musik. Als würde jemand versuchen, mit Kreide, auf einer Tafel, ein bizarres Lied zu spielen. Es ist tatsächlich melodiös, aber es kratzt an meinen Nerven und wandert bis tief in meine Seele. Das Karussell beginnt sich zu drehen. Ganz langsam, wie ein normales Karussell. Ich verkrampfe und zwinge mich, ruhig zu bleiben. Wir drehen zuerst eine Runde, dann noch eine. Unvermittelt wird das Karussell schneller. Ich komme mir vor, wie auf einer Berg- und Talbahn. Ironischerweise fällt mir dabei ein, dass nun auch ein Freund von mir auf einer solchen sitzt und Angst hat.

Das Karussell wird immer schneller und schneller. Es wird langsam sehr unangenehm, doch die Geschwindigkeit wird nicht mehr erhöht.

Ich werde etwas ruhiger, als ich plötzlich eine Stimme höre: “Gestehe”, kreischt es in den Fahrtwind. Und wieder: “Gestehe”, “GESTEHE”, “GESTEHE”. Die Stimmen, nun sind es mehrere, scheine von überall zu kommen und hören sich gequält. Ich sehe mich panisch um und erkenne, dass die Köpfe der Pferdewesen allesamt zum Leben erwacht sind. Es scheint, als hätte jemand, beim DVD-Spieler, von “Pause” auf “Start” gedrückt. Alle Köpfe erleben die Qualen weiter, mit denen sie gestorben oder was auch immer sind. Und alle schreien: “GESTEHE”, “GESTEHE”,…

Ich fange vor Angst und Panik an zu kichern und schreie, dass ich nichts getan habe. Dass ich niemandem etwas getan habe. Wie irre lache und kichere und schreie ich, als das Gefährt plötzlich anhält.

Ich spüre, dass ich wieder bewegen kann und stolpere schnell von dem Ding weg. Dabei falle ich einmal hin, raffe mich wieder auf und gehe zurück zum Bierstand.

Ich hoffe, dass die erste Runde nur da war, um uns Angst zu machen und den Mörder zum Gestehen zu bringen. Hoffe, dass alle meine Kumpels wieder am Stand stehen. Werde aber enttäuscht. Mein Bruder fehlt.

Ohne auf die anderen zu achten, schreie ich den Keeper an: “Wo ist mein Bruder. Was habt ihr Schweine mit meinem Bruder gemacht. Ich renne auf ihn zu und pralle wieder eine unsichtbare Barriere. Er sieht mich lange an und spricht dann: “Ihr Bruder hatte leider nicht das Glück, das die anderen Herren und sie hatten. Es tut mir aufrichtig leid, aber dies geht wohl zu Lasten des Mörders.”

“Und wenn mein Bruder der Mörder war”, sage ich, fassungslos über mich selbst.

“Nein”, kommt die Antwort vom Keeper. “Das heißt, sie wissen, wer der Mörder ist?”, frage ich ihn. “Ich nicht, aber Kasim. Er wird mir Bescheid geben, sobald der Mörder tot ist.”

Ich wende mich an meine Kumpels: “Ihr habt ihn gehört. Mein Bruder ist schon wegen dem Arsch gestorben, der diese Mördernummer abgezogen hat. Ich bitte euch, endlich die Karten auf den Tisch zu legen. Wer hat ihn umgebracht? WER? Merkt ihr denn nicht, dass wir so alle drauf gehen? Und das nur wegen einem Feigling? Ich will nicht sterben. Und schon gar nicht für etwas, was ich nicht getan habe. Also sagt jetzt endlich, was Sache ist.”

Ich lasse die Worte auf meine Leute wirken und beginne innerlich zu brodeln. Keiner sagt etwas. Ich werde immer wütender und stürze mich auf Ralf. “DU WARST ES”, schreie ich ihn an. “Dein Gesicht ist auf dem Karussell. Das muss etwas zu bedeuten haben. Wegen dir ist mein Bruder gestorben. DU. DU. DU. DU MÖRDER.”, schreie ich immer wieder. Ralf sieht mich verständnislos an. “Welches Gesicht auf dem Karussell?”, fragt er, “spinnst du jetzt total. Mir geht es auch scheiße, aber deshalb spinne ich mir nicht zusammen, dass du oder sonstwer, der Mörder ist. Falls es überhaupt einen gibt.”

Ich stürze mich wütend auf ihn … und finde mich plötzlich auf dem Free Fall Tower wieder.

 

Sieben (nicht der Film, aber besser!!!)

Hallo Leute,

wir haben länger nichts mehr von uns verlauten lassen. Ich darf an dieser Stelle allen Lesern ein tolles und krötisches neues Jahr wünschen, in welches Ihr hoffentlich gebührend gestartet seid. Außerdem bedankt sich das Krötor Team für über 6000 Klicks in 2017. Großes Kino für einen kleinen Blog.

Auf einen Jahresrückblick verzichten wir, obwohl dieser bestimmt genial werden würde. Aber da er durch den unglaublich(en) (unproduktiven) U. geschrieben werden würde, wird es vermutlich eher einen Rückblick auf das Jahr geben, in dem der Berliner Flughafen eröffnet wird. Aber dafür darf ich Euch etwas Neues präsentieren. Das Team hat sich viele Gedanken gemacht, um immer wieder seine Leser zu begeistern. Nach langem Brainstorming und rauchenden Köpfen, haben wir nun DIE Idee. Ein Format in Form (welch Wortspiel) eines Interviews. Aber kein normales, denn Krötor ist nicht normal. Ab nun werden regelmäßig SIEBEN DÄMLICHE FRAGEN AN illustre Persönlichkeiten gestellt. Diese werden dann (hoffentlich lustig und unterhaltsam) beantwortet. Und das Ergebnis lest Ihr dann auf diesem Blog.

Ich will nicht noch weiter um den heißen Brei herumreden, daher legen wir los. Den Anfang macht niemand geringers als: MARKUS HEITZ (nerdgasmus beim Schreiben des Namens ;)) Wir reden hier also von jemandem, den man nicht näher vorstellen müsste, ich tue es dennoch. Aber nicht in Form von kopierten Wikipedia Texten, sondern mit meinen Worten. Das erste Buch, das ich von Markus las, war AERA. Dieses Werk hat mich so begeistert, dass ich nach und nach sehr viele Bücher von Herrn Heitz las. Ich mag seine Ideen, seinen Witz und seinen Stil. Er ist sowohl in der Phantstik zu Hause, als auch in anderen Genres. Ich würde mich also als Fan des mehrfachen Preisträgers (u.a. gefühlte 100000 Mal den deutschen Phantastik Preis,…) bezeichnen. Auf zwei Lesungen erlebte ich ihn auch live und wurde sehr gut unterhalten. Nebenbei erfuhr ich, dass er auch die Band LAMBDA produziert, welche mich mit ihren spährischen Klängen erfreut. Berühmt wurde Markus mit DIE ZWERGE, einem Bestseller den es auch als Brettspiel, Computerspiel und „Musical“ zu erleben gibt. Für mich persönlich war das Buch kein Highlight. Das lag jedoch nicht an Herrn Heitz, sondern daran, dass ich nicht so auf klassische Fantasy stehe. Das Buch an sich ist top.

mahet-header

Später traf ich Markus auf einem sehr gelungenen Schreibkurs. Dort erfuhr ich ein geniales Wochenende mit Sonja Rüther, Nicole Zöllner, Sina Berwald, Tom Finn, Boris Koch und Markus Heitz. Dieser Kurs hat meine Liebe für das Schreiben und Bloggen wieder neu entfacht:) Jetzt habe ich doch wieder ziemlich viel geschrieben. Also: Vorhang auf für SIEBEN DÄMLICHE FRAGEN AN Markus Heitz (Mahet):

 

> 1. Warum steht man im Supermarkt immer an der falschen Kasse?
+++Mahet: Ich nie. Denn ich warte immer mit einem Lächeln und weiß, dass ich die verlorene Zeit mit Geschwindigkeitsübertretungen auf dem Nachhauseweg rausholen kann. Das nennt sich „aggressives Zeitmanagement“. Habe ich gerade erfunden.

> 2. Wer würde gewinnen, wenn Robocop gegen den Terminator kämpfen würde?
+++Mahet: Eindeutig die Feinde des Gewinners, denn: Der Verlierer ist tot, und der Gewinner SO zerstört, dass dieser wiederum leicht zu vernichten ist. Außerdem müsste man beim Terminator zuerst die Frage des Modells klären, sonst kann ich darauf nicht adäquat antworten, was das direkte Duell angeht.

> 3. Was war zuerst da: Huhn oder Ei?
+++Mahet: Der Erfinder von beidem. Also das Rad.

> 4. Warum hat sich das Wort „sitt“ – ist das Gegenteil von durstig – nie durchgesetzt?
+++Mahet: Es hat keine Lobby. Alles, was erfolglos ist, hat keine Lobby. So einfach ist das. Wie Esperanto, sozusagen der Vorläufer des „sitt“. Oder das fast-alkoholfreie Bier mit 10%.

> 5. Doctor who?
+++Mahet: Den kenne ich! Das ist der coole chinesische Arzt um die Ecke!

> 6. Warum fängt jeder Satz bei Dir mit einem Großbuchstaben an?
+++Mahet: Nicht nach einem Semikolon – HA! Ja, ich weiß, Klugscheißer. Keiner mag Klugscheißer. Wissen belastet.

7. Wärst Du nicht erfolgreiche Mary Kay Vertreterin geworden, hättest Du Dir dann vorstellen können, Schriftsteller zu werden?
+++Mahet: Ich dachte sehr lange drüber nach, ob ich nicht lieber Hersteller von Fertigbetonstiefeln werde, weil es immer was zu versenken gibt, oder eben auch Händler für entsorgte Blinddärme, um sie Operierten wieder anzudrehen, denen man sie rausgerissen hatte. Aggressiver Organhandel mit offiziell ausgebauten Teilen ist nicht verboten, und wir wissen, dass der Blinddarm wichtig für unser Immunsystem ist. Aber Schriftsteller – ich meine, irgendwann ist die Schrift halt hingestellt. Das hat kein Nachschubpotential. Im Gegensatz zum Blinddarm-Geschäft. Und darüber rutschte ich in die Vertreterbranche. Heute habe ich zehn gut laufende Vertriebsorganisationen. Auch für Schriftsteller, Schriftschieber, Schriftklopfer und Schreibschrifter.

NOCHMAL FETTEN DANK AN MARKUS. Ich hab mich weggelacht.

Wer wird wohl die/der/es nächste sein?

Stay tuned und rockt das Jahr!!

 

Rezi: Testlesen (Sonja Rüther)

Hallo Leute,

heute geht es mal nicht um ein Werk aus der Belletristik, sondern vielmehr um ein… Fachbuch, würde ich sagen. Die Autorin ist die von mir sehr geschätzte Sonja Rüther aka Sanne Averbeck. Ich mag ihre Bücher (hier meine Rezi zu „Die Gästeliste“ von Sanne Averbeck) sehr und schätze sie auch als Mensch. Ich finde es interessant, dass sie in diversen Themenbereichen zu Hause ist. Sie schreibt Ratgeber, Romane und gibt auch Kurse im Schreiben (mehr hier). Außerdem ist sie eine ausgezeichnete (Zombie)-Zeichnerin.

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Das mir vorliegende Werk (danke nochmal für das Belegexemplar, liebe Sonja) ist ein Ratgeber für Autoren und Testleser. Das Thema ist (wie der Titel schon verrät) Testlesen. Da die Besucher dieses Blogs keine Autoren sind, sollte ich vielleicht kurz erklären, was ein Testleser ist. Diese lieben Leute bringen (uns) Autoren weiter und helfen uns. Sie bekommen eine (meist frühe) Fassung eines Textes geschickt und lesen diesen. Danach teilen sie dem Autor ihre Meinung mit. Wir reden hier dann nicht von Kommafehlern oder ähnlichem, sondern vom Inhalt. Passt die Story?, wie sind die Charaktere,? ist das Setting gut?… All diese Dinge gehören zur Arbeit des Testlesers. Dieser wiederum bekommt eine ganz besondere Sache als Gegenleistung: er darf das Werk als Erster lesen und sogar seinen Senf dazugeben. Dies ist für viele Testleser ein großes Geschenk, da es wirklich etwas Außergewöhnliches ist.

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Sonja hat alles sehr schön rübergebracht. Stück für Stück geht sie auf wirklich alles ein. Wir erfahren einiges über die Typen von Testlesern, als auch die Typen von Autoren. Sie beschreibt anschaulich, welche Typen zusammen passen und welche nicht. Sie gibt Tipps und Tricks für beide Seiten und lockert alles immer wieder durch (selbstgezeichnete) Bilder auf. Für mich als Autor ist dieses Buch sehr hilfreich. Man denkt immer, man hätte alles im Griff und bräuchte keine sonstige Hilfe. Dieses Buch öffnet jedoch Türen, von denen man gar nicht weiß, dass es sie gibt. Man bekommt Informationen auf höchstem Niveau, da Sonja sowohl Autorin, als auch Testleserin ist. Abgerundet wird das Werk durch Checklisten und Arbeitshilfen, die man wirklich gut gebrauchen kann.

Mein Fazit: Für Autoren (welche Testleser nutzen) und Testleser ist dieses Büchlein sehr hilfreich. Natürlich kennt man schon den ein oder anderen Kniff, aber die hier beschriebene „Anleitung“ fürs Testlesen, bringt Ordnung und Struktur in die Zusammenarbeit von Autor und Testleser. Außerdem beugen die Hilfestellungen direkt Dingen vor, die sonst nicht so gut laufen würden.

P.S.: Sonja ist eine sehr gute Zeichnerin, aber ihr Selbstportrait kann nicht mit der hübschen Dame mithalten, die sie wirklich ist 🙂

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Stay tuned

#gelb2

Hallo liebe Freunde der schlechten Unterhaltung:)

aufgrund Zeitmangels gibt es heute keine Kolumne. Aber nicht traurig sein, denn dafür gibt es das zweite Kapitel von Gelb. Wer das erste Kapitel noch nicht gelesen hat, kann dies hier nachholen.

Der Text wurde bisher noch nicht lektoriert und korrigiert. Also nicht wundern, wenn sich der ein oder andere Fehler eingeschlichen hat 🙂

Und nun: Viel Spaß und stay tuned!!

KAPITEL 2: VORGLÜHEN

 

Bundesrepublik Deutschland

Saarland

Frühling 1998

 

Frisch geduscht finden wir uns alle in Achims Wohnzimmer zusammen. Achim lebt mit seiner (ziemlich heißen) Mutter alleine in diesem Haus. Ihnen geht es nicht schlecht und so hat Achim alles, was er braucht. Seien es die neuesten technischen Errungenschaften oder einfach “nur” Geld. Ihm fehlt es an nichts. Daher macht es auch immer viel Spaß, bei ihm zu sein. Man ist von vielen Spielereien umgeben und hat ein Gefühl von Freiheit (das hört sich jetzt sehr nach “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo” an, aber es ist halt so).

Freiheit hin, Freiheit her, heute wollen wir saufen. Da es erst 18 Uhr ist, also definitiv zu früh um (als coole Jungs) schon auf dem Fest aufzutauchen, entscheiden wir uns für ein Trinkspiel. Der beste Zeitvertreib an sich. Das Spiel nennt sich “Zehnersaufen”. Gespielt wird dies mit einem 64er Blatt. Jeder, der ein Bild zieht (jedes Bild zählt automatisch zehn) – säuft. Jeder, dessen Zahlen auf den Karten in Summe zehn ergeben -säuft. Das Spiel trägt ungemein zur gediegenen Atmosphäre bei und macht auch noch betrunken. Gesoffen wird entweder Schnaps (Summe zehn) oder Bier auf ex (Bild zehn). Besonderheit sind die Asse und Joker. Bei diesen darf man bestimmen, wer was säuft. Ein Traum von einem Spiel. Das Spiel läuft munter und man säuft munter. Nachdem das Gespräch einige Zeit lang an Ralf und Jane hängengeblieben ist, mit den üblichen unfruchtbaren Versuchen, ihn von ihr loszueisen, wechselt Julius schlagartig auf meinen Bruder als Thema. “Mein lieber Aal, wie schaut es eigentlich mit dir und der holden Weiblichkeit aus?” fragt er. “Du bist doch mittlerweile schon voll in dem Alter, in dem man Interesse an Titten und Weibern hat” schließt er lachend. Zwischenzeitlich hat Achim eine Dame gezogen und darf sich ein Bier genehmigen. “Genau Aal” stimmt er danach rülpsend ein “erzähl uns mal davon”. Mein Bruder grinst mich diabolisch an und meint, dass irgendwer in der Familie ja die Stiche machen muss, wenn wir beim Thema Karten spielen bleiben wollen. Alle lachen. Auch ich, denn ein guter Witz ist ein guter Witz. Das Spiel geht weiter und ich ziehe einen Joker. Damit revanchiere ich mich bei meinem Bruder, der dafür einen Schnaps trinken darf.

“Hat eigentlich jemand von Euch Super Metroid unter 2 Stunden durchgespielt” werfe ich in die Runde “umso schneller es unter 2 Stunden geht, umso mehr zieht Samus an Kleidung aus”. “Ich dachte das wäre ein Kerl”, meint Ralf “und außerdem, wie kommt man darauf, so etwas zu versuchen?”. “Easter eggs” sage ich zu ihm “Easter eggs, mein  Freund”. “Ja, irgendeine Art von Eiern muss man ja haben”, meint Achim nach einem Schnaps. Wieder einmal sind alle herzlich am Lachen und ich beschließe, meine Wortwahl sorgfältiger zu treffen.

“Ist deine Mutter eigentlich zu Hause” frage ich Achim und grinse wollüstig in die Runde. “Halt dein Maul, Arschloch” kommt die kurze Antwort, die vom Gelächter aller untermalt wird. “Ich meine ja nur” stichle ich weiter. “Wenn ich kein Bock mehr auf Karten spielen habe, dann wüsste ich was ich sonst tun würde. Wenn sie da ist”. “Du sollst die Schnauze halten”, kommt die Antwort nun definitiv wütend und das Lachen verstummt. Da ich Achim kenne und damit auch die Grenzen der Spässchen, bin ich ruhig. So spielen wir weiter und reden über dies und das. Die Themen beziehen sich hauptsächlich auf Filme und Computerspiele, werden aber mit zunehmendem Alkoholgenuss auch forsch in die weibliche Richtung getrieben. Achim, der schon sehr gut dabei ist, prahlt damit, dass er gerne die Bude für sich alleine hätte, wenn er später mit mindestens zwei Mädels wieder käme. Ralf äußert sich sorgenvoll darüber, dass Jane etwas mitbekommen könnte, wenn wir mit Mädels zu tun haben, worauf mein Bruder laut lachen muss. “Alter” meint er zu Ralf, “was ist dein Problem?” Nur weil wir mit denen reden, machen wir ihnen noch keine Kinder oder so. Chill mal.” Julius und ich grinsen uns während dem Geprahle und den Disputen nur an. META: Nein, wir sind nicht schwul. Wir verstehen uns nur fast blind und wissen, wie die anderen ticken.

Und so wird weiter geredet und weiter getrunken, bis Achim schließlich einschläft. “Oh nein”, meint Julius “nicht schon wieder”. “Du weißt doch, wie er ist”, sage ich. “Wir lassen ihn ausschlafen. Danach ist er wieder fit und wach und er weiß ja, wo er uns findet”. “Ja, er hat noch lange nicht so viel getrunken, dass er einen Blackout hat” stimmt Ralf mir zu.

Gesagt getan. Wir decken Achim zu, malen ihm mit Edding männliche Genitalien ins Gesicht und machen uns auf den Weg zum Fest.

Zur Sicherheit schaue ich noch, ob seine Mutter da ist, damit wir ihr kurz Bescheid geben können. Außerdem kann ich sie dann angaffen. Leider ist sie nicht da, was auch die leere Garage stumm bestätigt. So geht es also weiter auf das Fest.

 

 

Danke Harvey

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Heute widmen wir uns einem speziellen Thema, welches mit einem anderen speziellen Thema in Konfrontation geht. Hört sich komplex an? Wird aber einfach erklärt 🙂

UJM und ich kennen uns schon seit unserer Kindheit. Wir hatten tolle gemeinsame Momente, gingen uns aber auch manchmal auf den Sack, was halt vorkommt in einer Freundschaft. Eine Sache, die ich an UJM bewundere und gleichzeitig hasse, war schon immer sein Starrsinn. Wenn er sich für etwas entschieden hatte oder eine Meinung über etwas vertrat, hat niemand eine Chance, dies zu ändern. Es halfen keine Argumente, keine anderen Meinungen, kein Bitten und Betteln (hatte ich echt schon versucht). Es half nichts. Wie bereits gesagt bewundere ich diese Art, da ich eher wankelmütig werde, wenn man hart mit mir diskutiert. Ich gehe da lieber den einfachen Weg. Was nicht heißt, dass ich mich selbst verraten würde oder ähnliches. In für mich unwichtigen Dingen gebe ich gerne das Zepter an denjenigen ab, der sie für wichtig hält. Bei wichtigen Dingen kämpfe ich natürlich, aber nicht solange, bis eine Freundschaft zerbricht oder es richtigen Ärger gibt. Da gebe ich mich vorher mit einem Unentschieden zufrieden und gut ist.

So hatten UJM und ich also schon viele Dinge erlebt. Urlaube, Parties, ein Wochenende, in dem wir uns komplett autark in meinem Zimmer eingeschlossen, noch mehr Parties, Kurztrips zur Spiel Essen oder zur Feen Con nach Bonn, viel Spaß und manchmal Knies, den wir jedoch immer zurechtrücken konnten. Schließlich gründete ich diesen Blog, und UJM war am Start. Ich war sehr glücklich darüber, denn er bediente die Sparte „Film“ bestens mit seinem Wissen und seinem bösen Humor. Es gab sicherlich das ein oder andere, was ich nicht geschrieben hätte, aber nach kurzen Diskussionen ließ ich ihn gewähren.

So hatten wir auch im Blog eine tolle Zeit und freuten uns darüber, dass auch Farin Ferien und der unglaubliche U. den Blog bereicherten. Es wurde viel gelacht in der Krötor Redaktion, und wir hatten eine Menge Spaß. Ein Höhepunkt war die Erweiterung der Redaktion um einen riesigen Brunnen, der im Eingangsbereich steht. Das hatte ich mir schon immer gewünscht. Auch die Hütte mit den Pfauen und der Forellenteich machen die Redaktion zu etwas Besonderem. So schrieben wir also alle. Der unglaubliche U. seine Rezi, Farin seine tollen Reiseprojekte, UJM seine grandiosen Filmrezis und ich meine Kolumnen, Bücherrezis und hier und da mal was. Wir hatten Großes vor und waren hoch motiviert. Bis Harvey uns reingrätschte.

Harvey Weinstein, dieses Arschloch, das Krötor spaltete. Ihr fragt Euch nun sicherlich, was da passiert ist, und das will ich Euch gerne erzählen. Es war für mich keine Überraschung, was Weinstein getan hat. So etwas geahnt hatte ich immer schon. Würde es jedoch in keinster Weise auch nur im Ansatz für gut befinden. Man muss Dinge trennen. Ich gestehe ihm tolle Filme zu, aber die Sache mit den Damen geht absolut nicht. Das versaut mir persönlich den ganzen Menschen. Ich wollte keine Worte auf dem Blog darüber verlieren, da das Thema sehr polarisiert und man Dinge schnell in den falschen Hals bekommt. UJM wollte jedoch eine Kolumne darüber schreiben. Eine Kolumne, die ich nicht veröffentlichen wollte. Diese Kolumne verehrte Weinstein nicht und hieß auch nicht für gut, was er getan hatte. Aber UJM´s böser Humor passte nicht zur Kolumne. Also beschloss ich, nicht zu veröffentlichen. UJM steht für mich an erster Stelle in vielen Dingen, aber was bringt mir ein Blog, den Leute lesen, die #metoo als Status haben und dann was falsch verstehen. Ich konnte das einfach nicht. Und so setzte ich mich gegen ihn durch. Dies führte jedoch dazu, dass UJM nun nicht mehr für Krötor schreiben wird, was mir fast das Herz zerreißt.

Lieber UJM, ich weiß, dass wir bei dem Thema unterschiedlicher Meinung sind, und ich kann es nicht ändern. Das tut mir leid, und Du fehlst jetzt schon sehr in der Redaktion. Hier wird immer ein Platz für Dich frei sein, falls endlich einmal Gras über die Sache gewachsen ist. An der Stelle möchte ich Dir nochmal sagen, dass ich keine Facebook Freunde über Dich stelle. Mir ging es um den Blog. Und ein Großteil der Leserschaft hätte etwas falsch verstehen können. Das hat absolut nichts mit Dir als Mensch zu tun. Wir verstehen uns zum Glück nach wie vor gut.

 

Stay tuned…

Barfuß

Hallo Leute,

es ist mal wieder Donnerstag und damit Zeit für eine neue Kolumne. Viele von Euch warten sicher schon sehnsüchtig darauf und http://www.kroetor.com wird natürlich niemanden enttäuschen. Endlich können Eure Freunde und Kollegen wieder aufatmen, denn Ihr seid wieder ruhig und chillig, da Eure Lieblings Viraldroge, durch die Augen, direkt in Euer Hirn geschossen wird. Also kein Krötor Turkey mehr, wie wir in den 80ern gesagt hätten, wenn wir da das bloggen schon gekannt hätten.

 

Damals gab es das Netz, wie wir es heute kennen, nämlich noch nicht. Ja meine lieben Krötor-Fan-Kücken, es gab auch mal eine Zeit ohne www und sogar ohne Handy. Wir mussten tatsächlich zu Telefonzellen laufen, wenn wir unterwegs reden wollten. Und zum Laufen trägt man Schuhe oder nicht? Ich persönlich bin jemand, der viel Wert auf Schuhwerk legt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass meine Füße eine besondere Wertschätzung genießen möchten. Also trage ich (je nach Anlass) bequeme oder feinere Schuhe. Ich achte dabei jedoch immer auf die Qualität. Schließlich läuft man den ganzen Tag damit rum. Daher kaufe ich meine Schuhe mit Sorgfalt. Egal ob für den Sport, für den Alltag oder für festliche Anlässe. Aber fakt und wichtig ist, ich trage Schuhe.

Natürlich gibt es Ausnahmen, denn diese bestätigen bekannterweise die Regel. Im Schwimmbad trägt man normalerweise keine Schuhe. Auch zu Hause oder bei Freunden, ist das Schuwerk nicht immer von Nöten. Ist es doch bequemer, auch mal barfuß durch die Gegend zu streifen. Was ja auch kein Problem ist. Daheim oder bei guten Kumpels stört das niemand. Es stört auch niemand im Schwimmbad.

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Quelle: Dailymotion

ABER: es stört mich persönlich im Fitnessstudio und sogar in Gaststätten. Ohne Witz. Ich beobachte es im Studio immer häufiger, dass die Leute ohne Schuhe und teilweise gar ohne Strümpfe durch die Gegend hüpfen. Was zur Hölle ist deren Problem? Ich war schon so oft davor, mal eine Hantel fallen zu lassen oder den „Kollegen“ einfach mal auf die Füße zu treten. Ich persönlich finde, dass sowas in der Öffentlichkeit nicht geht. Warum zum Teufel laufe ich im Sportstudio ohne Schuhe rum? Was habe ich davon? Spare ich mir das Geld für Schuhe? Komme ich mir einfach geil und naturverbunden vor, wenn ich ohne Schuhe rumlaufe? Komme ich eher in den Himmel, wenn ich immer barfuß bin? Bin ich ein besserer Mensch? Nein, nein und tausendmal nein. Es ist nicht hygienisch (glaubt mir, ich weiß, wovon ich rede). In den meisten Fällen ist es auch nicht ästhetisch und es sagt einen Scheiß über Euren Charakter aus. Außer vielleicht, dass da was nicht stimmt. Nun war ich im Studio schon an die Helden gewohnt und dachte, schlimmer wird es nicht mehr kommen. Es kam schlimmer. Diese Woche, beim Mittagstisch in einem Restaurant, läuft jemand, ohne Schuhe und ohne Strümpfe, rum. Was geht in dem Typ vor? Ich verstehe es einfach nicht. Es schockte mich und gab mir zu denken. Ist das die Zukunft? Fußpilz für alle? Oder macht es Spaß, Körperteile zu entblößen, die sonst bedeckt sind? Wie wird die Zukunft aussehen? Jeder läuft rum, wie er will? Mal die Füße nackt, mal die rechte Arschbacke, die linke Brust oder auch das Genital. Das geht nicht Leute. Sowas müssen wir, im Keim, ersticken. Ich habe für vieles Verständnis, aber dafür nicht. Wie seht Ihr das?

Stay tuned

picturesdoccheckcom
Quelle: Pictures.doccheck.com

Farm Fiction

wallpaper abyss - alpha coders
Quelle: Wallpaper Abyss – Alpha Coders

Na? Wer von euch kann sich noch an die gute alte Zeit der Science Fictionfilme erinnern? Da wurde gegen Aliens gekämpft, Raumschlachten ausgefochten oder mit heimtückischem Computer, gegen sein Ableben, angekämpft. Jedes Element, das man finden konnte, gegen eine außerirdische Invasorenmacht aufgeboten oder in Kartoffelbrei die Ankunft der Aliens vorausgesehen. Es wurden schrumpelige kleine Finger zum Leuchten gebracht und sich, in gebrochenem Deutsch und falschem Satzbau, ein Anruf nach Hause gewünscht. Ja, es wurde sogar dorthin gegangen, wo noch niemals ein Mensch zuvor war… ähnlich dem Kühlschrank, mit dem alkoholfreien Bier, in der Krötor Redaktion.

Und heute? Heute hat sich die Thematik von Grund auf geändert! Wo früher noch die oben genannten Themen im Vordergrund standen geht es, in neueren Werken aus dem Bereich der Science Fiction, ums

FARMEN!?!?!

Ja, richtig gehört: F A R M E N!!!

Dieser Gewissheit bin ich mir gewahr geworden, als ich den heutigen Rezensionsfilm gesehen habe, mir es in der Badewanne mit einer Zigarre, Dosenbier, meinem Lieblingskoi und meinem Elektrogrill gemütlich machte, um über das eben gesehene Werk nachzudenken.

Angefangen mit „Rogue One“ -> Wissenschaftler möchte lieber Farmen als nen Todesstern zu bauen –zugegeben nicht der Haupthandlungsstrang – dann aber „Der Marsianer“: Farmen aufm Mars als Zielplanet und zum Überleben auf eben jenem ein wesentlicher Bestandteil der Story Line und nach dem heutigen Kleinod der cineastischen Industrie denke ich mir: Wo soll das noch hin führen?!?

Aber nun genug des Vorgeplänkels. Den Film, den ich heute rezensieren will, aus dem Bereich der Farm Fiction, heißt:

Interstellar

Die harten Fakten:

Erscheinungsjahr: 2014

Dauer: 169 min

Regisseur: Christopher Nolan

Drehbuch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan

Matthew McConaughey: Cooper

Anne Hathaway: Dr. Amelia Brand

Mackenzie Foy: Murphy Cooper, 10 Jahre

Jessica Chastain: Murphy, Erwachsene

Matt Damon: Dr. Mann

Michael Caine: Professor Brand

David Gyasi: Romilly

Wes Bentley: Doyle

Casey Affleck: Tom Cooper, Erwachsener

Timothée Chalamet: Tom, 15 Jahre

John Lithgow: Grandpa Donald

Topher Grace: Getty

Ellen Burstyn: Murphy, 90 Jahre

Leah Cairns: Lois, Toms Frau

Jeff Hephner: Krankenhaus-Arzt

David Oyelowo: Schuldirektor

Collette Wolfe: Lehrerin Ms. Hanley

Elyes Gabel: Administrator

Bill Irwin: TARS (Stimme)

Josh Stewart: CASE (Stimme)

interstellar - official movie site
Quelle: Interstellar – Official Movie Site

Um was geht’s?

Die Handlung ist angesiedelt in einer nahen Zukunft.

Die Erde ist am Arsch! Trockenheit, Klimawandel, Artensterben (sowohl bei Tieren als auch bei Pflanzen) und vermutlich immer noch Donald Trump. Da es problematisch ist, genug Nahrung für die Menschen anzubauen, wurden alle Gelder, die dem Staat zur Verfügung stehen, in die Landwirtschaft gesteckt… richtig! FARMEN! Erschwert wird das Farmen durch die Tatsache, dass der Klimawandel – Trockenheit und regelmäßige wiederkehrende heftige Sandstürme – und das vermehrte Aufkommen von Krankheiten die Nutzpflanzen befallen, dazu geführt haben, dass Mais als einzige Pflanze überlebt hat. Diese wird jetzt auf Teufel komm raus angebaut. Allerdings gibt es zu dieser letzten Nahrungsquelle auch schon die passende Krankheit, die diese Nahrungsoption wohl auch in wenigen Jahren wegfallen lässt. Kein McDonalds, kein Schwenken, nur Mais den ganzen lieben langen Tag… Die Erde ist am Arsch!

Aus diesem Grund ist Cooper (McConaughey), einst NASA Pilot, Astronaut und begnadeter Ingenieur, nun Farmer. Sein Arbeitsgebiet wurde schlichtweg, quasi zurück in die Steinzeit, weg rationalisiert. Die NASA ist offiziell, wegen den Kosteneinsparungen, aufgelöst und Universitäten, an denen er evtl. Lehren oder Forschen könnte, gibt es schlichtweg nicht mehr.

Also bestellt er mit seiner Familie, Tochter Murphy (Mackenzie Foy als Kind, Jessica Chastain Erwachsene und Ellen Burstyn als Oma), Sohn Tom(Timothée Chalamet als Kind, Casey Affleck als Erwachsener) und Opa Donald (John Lighgow) die Farm. Seine Ehefrau, die Mutter der Kinder, ist zur Zeit der Handlung bereits verstorben.

Durch einen glücklichen, nennen wir es, Zufall bekommt Cooper Koordinaten an die Hand, zu denen er dann auch abenteuerlustig, wie er nach wie vor ist, hin reist. Was er dort findet ist die Nachfolgeorganisation der NASA. Mit privaten Forschungsgeldern treiben  Prof. Brand (Michael Caine – seit Batman Beginns übrigens in jedem Nolan Film am Start) und sein Team eine Forschung voran, die die Letze Hoffnung der Menschheit sein könnte: Besiedlung einer fernen Welt. Da der Warpantrieb noch nicht erfunden wurde, kommt es sehr gelegen, dass vor 20 Jahren, nahe dem Saturn, ein Wurmloch entstanden ist… Glück muss die Menschheit haben. Daraufhin wurden vor 10 Jahren 12 mutige Astronauten, jeder in seinem Raumschiff, durch dieses Wurmloch geschickt um die Planeten jenseits des Wurmlochs zu erforschen ob sich die Menschheit dort ansiedeln kann. Und tatsächlich, von 3 der tapferen Raumfahrer, kamen tatsächlich positive Nachrichten zur Erde zurück. Die Verbindung und der Nachrichtenaustausch ist ein wenig schwierig, da die Telekom ihr interstellares Netz noch nicht ausgebaut hat und auf der anderen Seite des Wurmlochs nicht nur Planeten sondern auch Gargantua liegt: Ein riesiges schwarzes Loch!

Als ehemaliger Pilot wird dann Cooper angeheuert, um mit einem Team durch das Wurmloch zu fliegen, zu schauen ob die gefundenen Planeten brauchbar sind und damit die Menschheit zu retten… Was ein Abenteuer!

Das Leben könnte so einfach sein, wenn nicht neben diesem Wurm- und des Schwarzen-, auf der anderen Seite auch noch ein Arschloch warten würde… aber so ist das halt manchmal…

Ich fand diesen Film wirklich klasse! Lassen wir die derzeit bekannten physikalischen Parameter außen vor, mit denen vieles, wie Wurmloch, schwarzes Loch, im Film sicherlich nicht in dieser Art nutzbar gewesen wäre.

Was uns erwartet, ist eine Endzeitstimmung auf der Erde, die nicht eine Alieninvasion, ein Aufstand der Maschinen oder das gleichzeitige anschalten aller Föhne auf der Welt voran ging, sondern eine klimatische Entwicklung, die man sich auch heut zu tage tatsächlich so in der Zukunft vorstellen kann…

Dazu bekommen wir eine, bis zum Schluss spannende, Entdeckergeschichte geliefert und einen wundervollen Einblick auf andere Planeten, wie tödlich, andersartig und schön sie sein könnten… cineastisch perfekt umgesetzt!

Und zu guter Letzt: Die Story hinter der Story! Die ich für sehr gelungen halte und die eine Möglichkeit der Darstellung eines wissenschaftlich schwierigen Themas bildet. Auch hier mit viel Idee toll umgesetzt.

Mein Fazit: Es ist ein sehr gelungener Abenteuerfilm mit einer Prise Anspruch, ohne den man einen solchen Film, mit einer solchen Thematik, nicht machen kann oder zumindest nicht machen sollte…. Vergleichbar mit den Werken Kubricks  2001 Odyssee im Weltraum und nicht nur auf Spannung und Abenteuer ausgelegt wie der Marsianer.

Die Schauspieler, mit Michael Caine und Matthew McConaughey sind 2 meiner Lieblingsschauspieler dabei, liefern ebenfalls eine solide Leistung ab, ohne dass einer von ihnen positiv oder negativ heraus sticht. Obwohl Matthew, dank diesen scheiß spannenden Tagen im Jahr 2014, wirst du für mich immer Rusty Cole bleiben…

Mein einziger Wehrmutstropfen: Ein wenig zuviel Happy End für meinen Geschmack. Aber das ist auch schon alles.

Ich möchte die Rezension mit dem sehr stimmigen, im Film mehrmals zitierten Gedicht, von Dylan Thomas, abschließen:

Geh nicht gelassen in die gute Nacht,
Glüh, rase Alter, weil dein Tag vergeht,

Verfluch den Tod des Lichts mit aller Macht.

Denn weise Männer, wissend, nichts was sie gedacht

Hat Licht gebracht ins Dunkel, und es ist zu spät,

Gehn nicht gelassen in die gute Nacht.

Und gute Männer, brüllen, schon der letzten Welle Fracht,

Und denkend ihrer Mühn, im Meer verweht,
Verfluchen Tod des Lichts mit aller Macht.

Und wilde Männer, die der Sonne Pracht,

Im Fluge singend fingen, die nun untergeht,

Gehn nicht gelassen in die gute Nacht.

Und ernsten Männer, blind schon, wächst Verdacht,

Auch blindes Auge lacht und blitzt, eh es vergeht,

Verfluchen Tod des Lichts mit aller Macht.

Und du mein Vater, den der bei dir wacht,

Verdamm und segne weinend ihn. Hier mein Gebet:

Geh nicht gelassen in die gute Nacht.
Verfluch den Tod des Lichts mit aller Macht.

Also geht nicht gelassen in die gute Nacht, Euer U.J.M.

P.S.:

Dank der vielen Nachfragen, nach unseren Rätseln, im Bereich Film und Serie, möchte ich die Gelegenheit nutzen, unsere Krötmunity dahingehend zu befriedigen:

In welcher Sience Fiction Serie wird dieses Gedicht, 2 mal in, jeweils verschiedenen Staffeln, ebenfalls  rezitiert?

Zu gewinnen gibt es getragene Höschen unseres Chefredakteurs, der mir wöchentlich 1-2 zukommen lässt… An dieser Stelle nochmal: Lass das bitte (NEIN – Anm. d. Red.)!!!

Viel Glück eure Ratekröte U.J.M.

Quelle Beitragsbild: Artefact Magazine